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Toxische Amblyopie

(ernährungsbedingte Schwachsichtigkeit)

Von

James Garrity

, MD, Mayo Clinic College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Quellen zum Thema

Eine toxische Amblyopie stellt eine Schädigung des Sehnervs dar, die durch Unterernährung oder durch den Kontakt mit für den Sehnerv schädlichen Stoffen wie Blei, Methanol (Holzgeist oder Methylalkohol), Ethylen (Frostschutzmittel) oder bestimmte Medikamente verursacht wird.

  • Ein ernährungsbedingter Mangel oder eine toxische Substanz ist oft die Ursache einer toxischen Amblyopie.

  • Normalerweise nimmt das Sehvermögen hier graduell ab.

  • Patienten sollten den weiteren Kontakt mit giftigen Substanzen vermeiden oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Ursachen

Eine toxische Amblyopie kann auf einer Mangelernährung beruhen (manchmal als ernährungsbedingte Amblyopie bezeichnet), besonders auf einem Mangel an Vitamin B1 und B12 oder Folat (Folsäure) (siehe auch Vitamine im Überblick). Alkoholiker sind besonders für eine ernährungsbedingte Amblyopie empfänglich. Die eigentliche Ursache liegt wahrscheinlich eher in einer Unterernährung als in den Auswirkungen des Alkohols.

In seltenen Fällen wird eine toxische Amblyopie von Medikamenten (wie Chloramphenicol, Isoniazid, Ethambutol und Digoxin) oder Giftstoffen wie Blei, Ethylenglykol (Frostschutzmittel) oder Methanol (Holzgeist oder Methylalkohol) ausgelöst.

Symptome

Bei Patienten mit toxischer Amblyopie nimmt die Sehkraft über mehrere Tage oder Wochen allmählich ab. Es kann sich ein blinder Fleck entwickeln, der sich nach und nach vergrößert. Er kann zunächst unbemerkt bleiben. Wenn die Erkrankung durch den Kontakt mit einem Giftstoff oder durch einen ernährungsbedingten Mangel verursacht wird, sind normalerweise beide Augen betroffen.

Eine Vergiftung mit Ethylenglykol oder besonders mit Methanol kann einen plötzlichen und vollständigen Verlust des Sehvermögens zur Folge haben. Beide Substanzen können andere ernsthafte Symptome, wie etwa Koma, Atembeschwerden, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen.

Wussten Sie ...

  • Das Trinken von Frostschutzmitteln (Ethylenglykol) oder Methanol (Holzgeist oder Methylalkohol) kann einen plötzlichen und vollständigen Verlust des Sehvermögens zur Folge haben.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt und gelegentlich weitere Tests

Der Arzt stützt die Diagnose einer toxischen Amblyopie auf die Krankengeschichte des Patienten im Hinblick auf Unterernährung, Kontakt mit giftigen oder chemischen Substanzen, auf Augensymptome und die Ergebnisse eines Sehtests. Manchmal werden Tests auf Gifte oder Vitaminmangel durchgeführt.

Prognose

Mit einer sofortigen Behandlung der toxischen Amblyopie gewinnen die meisten Betroffenen einen Teil des verlorenen Sehvermögens zurück.

Behandlung

  • Bei Unterernährung oder Alkoholkonsum: Vitaminpräparate und Alkoholabstinenz

  • Behandlung von arzneimittel- oder giftstoffbedingten Ursachen (beispielsweise Chelatbildner für Blei oder Hämodialyse und Fomepizol für Ethylenglykol oder Methanol)

Alkohol und andere Chemikalien oder Medikamente, die toxisch sein können, sollten von Patienten mit toxischer Amblyopie vermieden werden. Wenn Alkoholkonsum oder Unterernährung der Grund ist, sollten die Betroffenen auf eine ausgewogene Ernährung umstellen, auf Alkohol verzichten und Vitaminpräparate zu sich nehmen, die Folsäure und B-Vitamine enthalten. Falls die Ursache jedoch ein Mangel an Vitamin B12 ist, reicht eine Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln allein nicht aus. Ein Mangel an Vitamin B12 wird typischerweise mit Injektionen von Vitamin B12 behandelt.

Bei einer Bleivergiftung kann der Arzt eine Entgiftung des Körpers mit einem Chelatbildner (wie etwa Succimer oder Dimercaprol) durchführen.

Wenn die Vergiftung durch Ethylenglykol oder Methanol verursacht wurde, könnte eine schnelle Behandlung durch eine Hämodialyse und mit dem Medikament Fomepizol oder, als Alternative Alkohol, helfen.

Vergrößerungsgläser, Geräte zur Vergrößerung von Druckschrift und sprechende Uhren (optische Sehhilfen) können sehschwachen Patienten helfen.

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