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Seeigelstiche

Von

Robert A. Barish

, MD, MBA, University of Illinois at Chicago;


Thomas Arnold

, MD, Department of Emergency Medicine, LSU Health Sciences Center Shreveport

Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Quellen zum Thema

Seeigel sind weltweit verbreitet. Die meisten Seeigelverletzungen entstehen dadurch, dass die Stacheln abbrechen, wenn man auf einen Seeigel tritt, und in der Haut verbleiben, wo sie zu lokalen Gewebereaktionen führen können. Ohne Behandlung können diese Stacheln in tiefere Gewebeabschnitte abwandern, wo sie eine knotige granulomatöse Läsion verursachen oder gegen Knochen oder Nerven gedrängt werden können. Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine Dermatitis sind dann die Folge. Einige Seeigel, wie z. B. der Globiferous pedicellariae, haben Giftorgane in Form von kalkverstärkten Zangenbacken, die die menschliche Haut durchdringen können. Verletzungen durch diese Tiere sind jedoch selten.

In der Regel ist es nicht schwierig, eine Diagnose zu stellen, da die Anamnese ganz typisch ist. Eine Blauverfärbung der Haut an der Eintrittsstelle ist oft hilfreich, um die Stachel aufzufinden. Mit einer Röntgenuntersuchung können die Stacheln lokalisiert werden, wenn sie bei der Untersuchung nicht auffindbar sind.

Therapie

  • Entfernung der Stachel

Die beste Behandlung besteht in einer möglichst raschen Entfernung der Stacheln. Stacheln, die noch oberflächlich in der Haut stecken, können durch Essig aufgelöst werden. Ein Bad der Wunde in einer essighaltigen Lösung mehrmals am Tag sowie ein Verband mit in Essig getränkten Kompressen erscheinen als Therapie oft ausreichend. Heiße Tauchbäder sorgen für eine Linderung der Schmerzen. Gelegentlich bedarf es einer kleinen Inzision, um die Stachel zu entfernen. Dabei ist große Vorsicht geboten, da die Stacheln sehr zerbrechlich sind. Ein Stachel, der in tiefere Geweberegionen abgewandert ist, bedarf u. U. einer chirurgischen Entfernung. Auch nach der Entfernung aller Stacheln können die Schmerzen noch tagelang fortbestehen. Sollten sie jedoch mehr als 5–7 Tage vorhalten, so ist von einer Infektion oder von nicht entfernten Fremdkörpern auszugehen.

G. pedicellariaeG. pedicellariae wird mit gründlichem Abwaschen der betroffenen Region und mit der Applikation von mentholhaltigem Balsam behandelt.

Tetanusprophylaxe bei Routinewundbehandlung (siehe Tabelle Tetanusprophylaxe bei Routinewundbehandlung).

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