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Übersicht zu Miktion

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Quellen zum Thema

Miktionsstörungen betreffen sowohl die Speicherung als auch Entleerung von Urin, weil beide durch dieselben neuralen und Harntraktmechanismen gesteuert werden. Folge einer Störung ist Inkontinenz oder Harnretention.

Für eine normale Funktion müssen das autonome und das willkürliche Nervensystem intakt sein, und die Muskulatur des Harntraktes muss funktionieren. Normalerweise stimuliert die Blasenfüllung Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand, die Impulse über die Spinalnerven S2 bis S4 und den Spinalkanal bis zur sensorischen Hirnrinde senden, wo der Drang, Wasser zu lassen, empfunden wird. Das Mindestvolumen, das den Harndrang auslöst, ist individuell verschieden. Allerdings steht der äußere Blasenschließmuskel unter willkürlicher Kontrolle und bleibt üblicherweise so lange kontrahiert, bis die betreffende Person sich entschließt, Wasser zu lassen.

Überdies hilft das Miktionskontrollzentrum im Frontallappen bei der Kontrolle über das Wasserlassen. Beim Entschluss, Wasser zu lassen, initiieren willkürliche Signale im motorischen Kortex den Miktionsvorgang. Diese Impulse werden in das pontine Miktionszentrum übertragen, das die simultanen Signale zur Kontraktion der glatten Blasenmuskulatur (über parasympathische cholinerge Nervenfasern) und zur Entspannung des Sphincter internus (Blasenschließmuskel) über α-sympathische Nervenfasern sowie der gestreiften Muskulatur im Sphincter externus und im Beckenboden koordiniert ( Normale Miktion tritt auf, wenn die Kontraktion der Blase mit der Entspannung des Urethrasphinkters koordiniert wird.) Darüber hinaus erfordern Kontinenz und die normale Miktionsfunktion, normale kognitive Fähigkeiten, darunter Motivation, Beweglichkeit, Zugang zu einer Toilette und manuelle Geschicklichkeit.

Störungen oder Dysfunktion von einzelnen am Miktionsvorgang beteiligten Komponenten können zu Inkontinenz oder Harnretention führen.

Normale Miktion tritt auf, wenn die Kontraktion der Blase mit der Entspannung des Urethrasphinkters koordiniert wird.

Das ZNS hemmt die Entleerung bis zum geeigneten Zeitpunkt und koordiniert und erleichtert den Impuls der unteren Harnwege, um die Entleerung zu starten und zu Ende zu bringen. Das sympathische Nervensystem kontrahiert die glatte Muskulatur der Schließmuskel. Der Parasympathikus kontrahiert den Blasendetrusormuskel durch cholinerge Fasern. Das somatische Nervensystem kontrahiert die quergestreifte Muskulatur des Schließmuskels durch cholinerge Fasern aus dem Pudendusnerv. (Adaptiert aus DuBeau CE, Resnick mit NM Massachusetts Department of Health EDUCATE Projektmitarbeiter: Urinary Incontinence in the Older Adult: An Annotated Speaker/Teacher Kit, 1993 mit Genehmigung der Autoren verwendet).

Normale Miktion tritt auf, wenn die Kontraktion der Blase mit der Entspannung des Urethrasphinkters koordiniert wird.
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