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COVID-19 HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

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1. Was sind die Symptome von COVID-19?

  • Fieber, trockener Husten, Müdigkeit und Appetitverlust sind die häufigsten Symptome.
  • Halsschmerzen und trockener Husten können die ersten Symptome sein.
  • Kopfschmerzen, Verwirrtheit, laufende Nase, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen können auftreten, sind jedoch weniger häufig (< 10 %).
  • Geschmacks- und Geruchsverlust wurden berichtet.
  • Kurzatmigkeit wird von 30 – 40 % der Patienten berichtet. Falls sich eine Pneumonie entwickelt, kann sich eine Kurzatmigkeit wesentlich verschlechtern und eine Behandlung mit Sauerstoff oder sogar eine mechanische Beatmung erforderlich machen.

 

 


 

2. Welche Labor- und Bildgebungsbefunde sind für COVID-19 charakteristisch?

  • Lymphopenie ist der häufigste Laborbefund und kann bei bis zu 83 % der stationären Patienten auftreten.
  • Erhöhte Werte für WBC (weiße Blutkörperchen), LDH (Laktatdehydrogenase), D-Dimer, CRP (C-reaktives Protein) und Ferritin können mit einem höheren Schweregrad der Erkrankung assoziiert sein.
  • Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs kann sich im frühen Stadium der Erkrankung normal darstellen, jedoch zu einer beidseitigen Lungenkonsolidierung entwickeln.
  • Ein Thorax-CT-Scan ist in den frühen Stadien der Erkrankung häufig normal. Bei fortschreitender Erkrankung können Auffälligkeiten beim Thorax-CT-Scan auftreten (z. B. periphere Milchglastrübung). Diese sind jedoch nicht spezifisch und überlappen mit anderen Infektionen. Aus diesem Grund empfiehlt das American College of Radiology ein Thorax-CT nicht für das Screening oder als Erstlinien-Diagnoseverfahren für COVID-19. https://www.acr.org/Advocacy-and-Economics/ACR-Position-Statements/Recommendations-for-Chest-Radiography-and-CT-for-Suspected-COVID19-Infection

 

 


 

3. Welcher Anteil der COVID-19-Fälle sind asymptomatische Träger?

Eine asymptomatische Infektion scheint ziemlich häufig zu sein, mit einer berichteten Inzidenz von 13 % bis > 50 %. Da jedoch asymptomatische Personen üblicherweise nicht getestet wurden, ist die tatsächliche Inzidenz unbekannt. Einige Patienten, die während des asymptomatischen Zeitraums diagnostiziert wurden, entwickelten eine Erkrankung, während andere ohne Symptome blieben.

 

 


 

4. Wie lange ist die Inkubationszeit für COVID-19?

  • Durchschnittlich etwa 4 bis 5 Tage und fast immer zwischen 1 und 14 Tagen.
  • Bei fast 98 % der Personen, die Symptome entwickeln, wird dies innerhalb von 12 Tagen oder weniger nach der Infektion geschehen.

     

 

 



5. Wie hoch ist die Todesfallrate für COVID-19 und was sind wesentliche Risikofaktoren für die Mortalität?

Die Fallsterblichkeitsrate (%) = die Anzahl der Todesfälle / die Anzahl der bestätigten COVID-19-Fälle x 100 und ist daher von der Anzahl der getesteten Personen abhängig. Wahrscheinlich sterben 1 % bis 5 % der mit dem COVID-19-verursachenden Virus infizierten Personen. Dies ist jedoch schwierig zu wissen, da verschiedene Länder und Orte sich sehr stark darin unterscheiden, wer getestet wird. Es ist wahrscheinlich, dass viele Fälle nicht getestet und deshalb nicht identifiziert wurden, während die Zahl der auf COVID-19 zurückzuführenden Todesfälle genauer bezeichnet wurde. Daher variiert das ersichtliche Todesrisiko sehr stark, je nachdem, wie viel Tests in einer bestimmten Region durchgeführt werden.

Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit des Todes sehr stark vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand einer Person abhängig. Ältere Menschen sterben mit höherer Wahrscheinlichkeit. Daher sind nach Alter unterteilte Sterblichkeitsraten wesentlich informativer als Gesamtraten. In den USA betrugen die Todesraten für COVID-19-Patienten vom 12. Februar bis zum 16. März:

  • Alter 85 oder älter: 10 % bis 27 %
  • Alter 65 bis 84: 3 % bis 11 %
  • Alter 55 bis 64: 1 % bis 3 %
  • Alter 20 bis 54: weniger als 1 %
  • Alter 19 oder jünger: 0 % (es sind keine Todesfälle aufgetreten)

    CDC COVID-19 Response Team. Severe Outcomes Among Patients with Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) - United States, February 12-March 16, 2020. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2020;69(12):343-346. [PMID:32214079]

Obwohl der Tod bei jüngeren Menschen selten ist, tritt er auf. Wir verstehen nicht genau, warum einige jüngere Menschen anfällig sind.

Die Todesraten scheinen auch bei Männern höher zu sein als bei Frauen.

Andere Faktoren, die den Tod wahrscheinlicher machen, sind schwerwiegende Erkrankungen wie

  • Herz- und Lungenerkrankungen
  • Erkrankungen oder Anwendung von Medikamenten, die das Immunsystem beeinträchtigen
  • Langjähriges Zigarettenrauchen
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Diabetes
  • Krebs
  • Hypertonie
  • Lebererkrankung
  • Schwere Adipositas
  • Vorausgegangener Schlaganfall

Bei Personen in den USA, die keine dieser Erkrankungen aufwiesen, betrug die Gesamtsterblichkeitsrate etwa 1 %. Weltweit lag die Sterblichkeitsrate näher an 1,5 %. Personen, die diese Erkrankungen aufweisen, können ihr Risiko verringern, indem sie die Erkrankung unter Kontrolle halten (zum Beispiel den optimalen Blutzuckerspiegel oder Blutdruck aufrechterhalten).

https://www.cdc.gov/mmwr/volume/69/wr/mm6912e2.htm

https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/who-china-joint-mission-on-covid-19-final-report.pdf

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/faq.html#Symptome-testing

 

 



6. Wie lange dauert die COVID-19-Erkrankung?

Hierüber ist vieles noch nicht bekannt. Eine leichte Erkrankung neigt jedoch dazu, innerhalb von etwa 2 Wochen abzuklingen. Wenn die Erkrankung schwerwiegend ist, beträgt die mittlere Zeit bis zur Entwicklung einer Dyspnoe 5 bis 8 Tage und bis zum akuten respiratorischen Distress-Syndrom (ARDS) 8 bis 12 Tage. Von den stationären Patienten wurden 26 % bis 32 % auf die Intensivstation eingewiesen. Die Mortalität lag bei Patienten der Intensivstation im Bereich von 39 % bis 72 %. Die mediane Dauer eines Krankenhausaufenthalts betrug bei Überlebenden 10 bis 13 Tage.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/clinical-guidance-management-patients.html

 

 



7. Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte ich ergreifen, um COVID-19 in der klinischen Praxis vorzubeugen?

Befolgen Sie die Verfahren und Richtlinien Ihrer jeweiligen Einrichtung und Praxis. Zusätzlich zu den routinemäßigen Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges, gründliches Händewaschen und Oberflächendesinfektion umfassen die CDC-Empfehlungen (https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/infection-control-recommendations.html) generell Folgendes:

  • Sagen Sie andere geplante Eingriffe und Verfahren ab und nutzen Sie so viel wie möglich die Telemedizin (z. B. für Nachuntersuchungen, Triage von Beschwerden)
  • Richten Sie einen separaten, gut belüfteten Triage-Bereich mit einer gewissen Abgrenzung zwischen Patient und Personal ein
  • Screenen Sie Patienten auf Atemwegssymptome und Fieber oder andere Anzeichen einer infektiösen Erkrankung und isolieren Sie symptomatische Patienten schnellstmöglich
  • Beim Umgang mit COVID-19-positiven Patienten, nicht-diagnostizierten Patienten, Patienten, deren Symptome COVID-19-bedingt sein könnten, und Patienten innerhalb von Hochrisiko-Stationen (z. B. Notaufnahme, Intensivstation), tragen Sie persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Atemschutzmaske (z. B. N-95 oder vergleichbarer Schutzgrad), Gesichtsschutz, Kittel und Handschuhe. Wechseln Sie die PSA, zumindest Kittel und Handschuhe, zwischen den Patienten und waschen Sie vorher und nachher die Hände. Falls die Versorgung mit Atemschutzmasken unzureichend ist, wechseln Sie die Atemschutzmaske zumindest täglich und befolgen Sie die CDC-Richtlinien zur Reinigung und Wiederverwendung (https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/ppe-strategy/decontamination-reuse-respirators.html) sowie die CDC-Leitlinien zur Optimierung der Versorgung mit PSA (https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/ppe-strategy/index.html)
  • Um die Übertragung zwischen Gesundheitseinrichtungen und zu Hause zu vermeiden, sollten medizinische Fachkräfte bei der Ankunft die Straßenkleidung ablegen und sie nur für den Nachhauseweg wieder anlegen. Zu Hause sollte sie sofort abgelegt und gewaschen werden.
  • Im Umgang mit Patienten mit geringem Risiko und unter Bedingungen mit geringem Risiko (z. B. Bürobesuche oder Visiten bei Patienten ohne Infektionsmanifestation), bei denen die Vorkehrungen zur Distanzierung nicht befolgt werden können, sollten die Ärzte wegen der mutmaßlichen Möglichkeit einer asymptomatischen Infektion Handschuhe und Atemschutzmasken tragen.

 

 



8. Wie hoch ist die Inzidenz von COVID-19 bei Säuglingen und Kindern?

Obwohl es so scheint, als ob Kinder ein ähnliches Risiko für eine Infektion mit dem COVID-19-verursachenden Virus aufweisen wie Erwachsene, ist das Wissen um die tatsächliche Infektionsinzidenz nicht möglich, da aufgrund der milderen Krankheitsmanifestationen bei Kindern die Tests weniger häufig durchgeführt werden. Eine jüngst in Pediatrics (DOI: 10.1542/peds.2020-0702) veröffentlichte Studie zeigte basierend auf der Erfahrung mit mehr als 2.000 Kindern unter 18 Jahren in China, dass Kinder aller Altersstufen dem COVID-19-verursachenden Virus gegenüber anfällig zu sein scheinen. Bei mehr als einem Drittel der untersuchten Kinder wurde bestätigt, dass sie mit dem Virus infiziert wurden. Mehr als 90 % der pädiatrischen Patienten durchlebten eine asymptomatische, leichte oder moderate Erkrankung, während etwa 6 % der Kinder eine schwere oder kritische Erkrankung entwickelten.

 

 



9. Können Haustiere COVID-19 bekommen oder an Menschen übertragen?


Obwohl andere Coronaviren bei Tieren eine Erkrankung verursachen, gibt es keine Beweise dafür, dass Haustiere entweder an COVID-19 erkranken oder es an Menschen übertragen haben. Es gibt jedoch einzelne Berichte von außerhalb der USA über einige wenige Haustiere, die nach längerem Kontakt mit an COVID-19 erkrankten Menschen positiv auf das COVID-19-verursachende Virus getestet wurden, und Tiger in einem Zoo in New York City mit einer symptomatischen Respirationserkrankung, einschließlich Husten, bei denen eine Infektion mit dem COVID-19-verursachenden Virus nachgewiesen wurde. Daher empfiehlt die CDC (https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/daily-life-coping/animals.html) dass bis zu einer weiteren Aufklärung der Situation die Personen mit einer COVID-19-Infektionserkrankung den Kontakt mit ihrem Haustier und anderen Personen im Haushalt einschränken und sich vor und nach dem Kontakt mit ihrem Haustier die Hände waschen.

 

 



10. Sind Patienten, die sich von einer klinischen COVID-19-Infektionserkrankung erholt haben, immun? Wie ist es bei asymptomatischen Trägern?

Antikörper gegen SARS-CoV-2 entwickeln sich innerhalb von wenigen Tagen nach der Infektion, asymptomatische Personen eingeschlossen. Um sagen zu können, ob die Antikörpertiter ausreichend sind, um eine Immunität gegen eine erneute Infektion zu vermitteln, und wenn ja, für wie lange, ist es jedoch noch zu früh. Studien zu anderen menschlichen Coronavirusinfektionen zeigten, dass die Immunität gegen die Stämme, die Erkältungen verursachen, üblicherweise nur wenige Monate anhält. Studien im Anschluss an den ursprünglichen SARS-Ausbruch in den frühen 2000er Jahren zeigten, dass die Spiegel der Antikörper gegen dieses Coronavirus nach etwa drei Jahren signifikant gesunken sind. Die aktuell beste Schätzung ist die, dass die meisten Patienten, die eine Infektion mit dem COVID-19-verursachenden Virus hatten, eine Immunität aufweisen, dass diese jedoch wahrscheinlich nicht lebenslang anhält.  

 

 



11. Wann wird ein COVID-19-Impfstoff erhältlich sein?

Eine Reihe von Kandidatenimpfstoffen befinden sich derzeit in der Entwicklung. Von diesen werden vier in Tierversuchen und einer in ersten klinischen Studien beim Menschen untersucht. Selbst mit den schnellsten Test- und Entwicklungsverfahren wird es wahrscheinlich 12 und möglicherweise sogar 18 Monate dauern, bis ein nachgewiesener Impfstoff in den Mengen verfügbar ist, um ihn großflächig anzuwenden. 

 

 

 



12. Wird sich COVID-19 bei warmem Wetter verflüchtigen?

Wir wissen noch nicht, ob sich COVID-19 wie eine saisonale Influenza verhält, und sich verringert oder verschwindet, sobald das Wetter wärmer wird. Das COVID-19-verursachende Coronavirus ist für Menschen neu. Daher kann es lange dauern, bis es genügend Menschen infiziert hat, damit der Großteil der Bevölkerung einen gewissen Grad an Immunität gegen dieses Virus entwickelt hat (bezeichnet als Herdenimmunität).

 

 



13. Wie wichtig ist die Ausgangssperre bei der Verlangsamung der COVID-19-Übertragung?

Obwohl die Bemühungen, Behandlungen und Impfstoffe zu entwickeln, schnell Fortschritte machen, wird es noch eine Zeit lang dauern, bis die Tests abgeschlossen sind und diese für die allgemeine Bevölkerung verfügbar werden. Bis dahin ist die einzige verfügbare Intervention, die den Menschen beim Gesundbleiben hilft, den Zyklus der COVID-19-Übertragung durch extreme soziale Distanzierung (d. h. Ausgangssperren) zu unterbrechen. Der Zweck von Ausgangssperren ist, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass nicht infizierte Personen mit infizierten Personen oder Oberflächen in Kontakt kommen, die durch das Coronavirus kontaminiert sind. Nur durch die Verringerung der Verbreitungsmöglichkeiten für das Virus wird die Pandemie verlangsamt und schließlich unter Kontrolle gebracht. In Ländern, in denen diese Strategie frühzeitig eingesetzt wurde (wie in China und Südkorea), scheinen sich die Infektionsrate und die Sterblichkeitsrate tatsächlich zu verlangsamen.

 

 



14. Können wir feststellen, welche COVID-19-Patienten dekompensieren und wie schnell?

Der größte Risikofaktor für schwere Erkrankungen, Komplikationen und Tod ist

  • das Alter

    Die Risikofaktoren der CDC deuten darauf hin, dass die Todesfallraten denen in China ähnlich und bei Personen über 85 Jahren am höchsten waren (10 % bis 27 %), gefolgt von denjenigen im Alter von 65 bis 84 Jahren (3 % bis 11 %), 55 bis 64 Jahre (1 % bis 3 %) und jenen unter 54 Jahren (< 1 %).

    Andere wichtige Risikofaktoren der CDC sind Grunderkrankungen.  Frühe Daten zur Letalität zeigen
  • Keine zugrunde liegenden Erkrankungen: 0,9 %
  • Herz-Kreislauf-Erkrankung: 10,5 %
  • Diabetes: 7,3 %
  • Chronische Atemwegserkrankung, Hypertonie und Krebs je etwa 6 %
  • Herzerkrankung, Hypertonie, vorausgegangener Schlaganfall, Diabetes, chronische Lungenerkrankung und chronische Nierenerkrankung wurden alle mit einem erhöhten Schweregrad der Erkrankung und schlechteren Ergebnissen assoziiert.

    Bei stationären Patienten mit COVID-19 umfassen die mit einem erhöhten Risiko für Dekompensation und Tod assoziierten Faktoren
  • Lymphopenie, Neutrophilie
  • Erhöhte LDH-, CRP-, ALT-, AST- und Ferritin-Spiegel
  • Erhöhte D-Dimer-Spiegel

 

 



15. Bei wem sollte ein COVID-19-Test durchgeführt werden?

In den USA besagen die aktuellen CDC-Empfehlungen, dass Ärzte ihrem eigenen Urteilsvermögen nach entscheiden sollen, ob die von Patienten gezeigten Symptome oder Anzeichen mit COVID-19 vereinbar sind und ob diese Patienten getestet werden sollen.

Obwohl die Verfügbarkeit von Tests sich erhöht, schlägt die CDC für Tests, die selektiv erfolgen müssen, vor, die folgenden Prioritäten zu setzen:

  • Priorität 1: Stationäre Patienten, symptomatische medizinische Fachkräfte
  • Priorität 2: Menschen mit einem hohen Risiko für Komplikationen durch COVID-19
    • Patienten mit Symptomen in Langzeitversorgungseinrichtungen
    • Patienten im Alter von 65 Jahren oder Älter mit Symptomen
    • Patienten mit Grunderkrankungen mit Symptomen
    • Rettungskräfte mit Symptomen
  • Priorität 3: Menschen mit leichten Symptomen in Gemeinschaften mit rasch steigender Anzahl von stationären COVID-19-Patienten
    • Medizinische Mitarbeiter und Rettungskräfte
    • In kritischen Infrastrukturen Arbeitende mit Symptomen
    • Personen mit Symptomen, die keine der obigen Kategorien erfüllen

Ärzte werden außerdem dazu ermutigt, auf andere Ursachen für Atemwegserkrankungen wie Influenza und bakterielle Pneumonie zu testen.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-nCoV/hcp/clinical-criteria.html

 

 



16. Was ist die Funktion des neuen COVID-19-Antikörpertests?

Ein Test auf SARS-CoV-2-Antikörper wurde vor Kurzem in den USA zugelassen und weitere Tests befinden sich in der Entwicklung. Wie bei anderen serologischen Tests auf Infektionen ist dieser Test für die Diagnose vorausgegangener Infektionen geeignet. Aufgrund der Verzögerung bei der Entwicklung von Antikörpertitern ist dieser Test jedoch nicht für die Erstdiagnose und/oder das Screening geeignet.

Die Richtlinien sind in Bezug darauf, bei welchem Patient ein Antikörpertest durchgeführt werden sollte, immer noch in der Erarbeitung. Siehe https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/downloads/critical-workers-implementing-safety-practices.pdf. Antikörpertests werden möglicherweise auch bei der Entscheidung darüber eine Rolle spielen, wer aus der allgemeinen Öffentlichkeit die Arbeit wieder aufnimmt, da Antikörper-positive Patienten vermutlich gegen COVID-19 resistent sind. Es sind jedoch auch viele andere Faktoren daran mitbeteiligt.

Natürlich ist es noch zu früh, um eine Aussage darüber zu treffen, welche Antikörpertiter Schutz bieten und für wie lange.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/about/testing.html

 



17. Ist es sicher, draußen in der Öffentlichkeit Sport zu treiben?

Man geht davon aus, dass Sport treiben in der Öffentlichkeit (z. B. Gehen, Joggen oder Wandern) sicher ist, wenn es alleine oder mit einer Person, mit der man zusammenlebt, durchgeführt wird. Wenn jedoch andere Personen in der Nähe sind, sollten Masken getragen und Abstand von den anderen gehalten werden (> 2 Meter). Gruppensport (z. B. Basketball, Fußball) wird nicht empfohlen, da die Art der Aktivität das Halten eines angemessenen Abstands unmöglich macht.

Es könnte auch sinnvoll sein, eine Maske und einen Augenschutz zu tragen und einen größeren als den Standard-Abstand von hart trainierenden Menschen zu halten (z. B. Läufer, Radfahrer), die wahrscheinlich stärker ausatmen und somit einen größeren Bereich mit kontaminierter, ausgeatmeter Luft erzeugen. Dies sind jedoch keine formalen Empfehlungen.


 

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