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Olfaktorisches Referenzsyndrom

(Jikoshu-kyofu)

Von

Katharine A. Phillips

, MD, Weill Cornell Medical College;


Dan J. Stein

, MD, PhD, University of Cape Town

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

Das olifaktorische Referenzsyndrom ist ein Beispiel für eine weitere spezifische obsessiv-zwanghafte und verwandten Störung wie im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5) aufgelistet.

Patienten mit olifaktorischem Referenzsyndrom sind mit dem belastenden oder beeinträchtigenden Glauben behaftet, dass sie einen fauligen oder widerlichen Körpergeruch ausströmen, der aber nicht von anderen wahrgenommen wird. Die Besorgnis wird in der Regel durch repetitive Verhaltensweisen (z. B. sich selbst riechen, übermäßiges Duschen) und Bemühungen begleitet, den wahrgenommenen Geruch zu tarnen (z.B. mit Parfüm oder Deodorant). Der Einblick ist in der Regel schlecht oder fehlt.

Referentielles Denken ist üblich; z. B. können Patienten kaum glauben, dass ihr Körpergeruch der Grund ist, warum Menschen weit weg sitzen oder sich die Nase zuhalten. Ein olfaktorisches Referenzsyndrom beeinträchtigt in der Regel die Funktionsfähigkeit erheblich und Patienten vermeiden in der Regel soziale Situationen.

Da die Einsicht in der Regel schlecht ist oder fehlt, suchen viele Patienten eine Behandlung (z. B. Tonsillektomie wegen wahrgenommener Halitosis) von anderen Ärzten als Psychiatern auf, was nicht hilfreich erscheint.

Behandlungsstudien zum olfaktorischen Referenzsyndrom wurden nicht durchgeführt, aber klinische Erfahrungen und veröffentlichte Fallstudien deuten darauf hin, dass SSRIs oder Clomipramin, allein oder zusammen mit einem Antipsychotikum und eine kognitiv-verhaltende Therapie ähnlich der Therapie bei dysmorpher Störung hilfreich sein können.

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