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Köhler-Syndrom

(Köhler Knochen-Krankheit)

Von

Frank Pessler

, MD, PhD, Hannover, Germany

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Das Köhler-Syndrom ist eine Osteochondrose des tarsalen Os naviculare.

Osteochondrosen betreffen die Epiphysen und sind nichtentzündliche, nichtinfektiöse Abweichungen vom normalen Knochenwachstum an verschiedenen Ossifikationszentren.

Das Köhler-Syndrom ist selten. Es betrifft normalerweise Kinder zwischen 3 und 5 Jahren (häufiger Jungen) und tritt einseitig auf. Der Fuß schwillt an und ist schmerzhaft, die Empfindlichkeit ist über dem medialen Längsgewölbe am größten. Belastung und Laufen verstärken die Beschwerden und den gestörten Gang.

Auf dem Röntgenbild ist anfangs das Os naviculare abgeflacht und sklerotisch, später fragmentiert zu sehen, bevor es reossifiziert wird. Hilfreich sind Röntgenbilder, die die betroffene mit der nicht betroffenen Seite vergleichen.

Die Krankheit zeigt einen chronischen Verlauf, dauert aber selten länger als 2 Jahre. Ruhe, Schmerzlinderung und das Vermeiden des Transports von größeren Lasten sind erforderlich. Das Syndrom verschwindet normalerweise innerhalb weniger Monate ohne Langzeitfolgen von selbst. Im akuten Fall kann ein für wenige Wochen angelegter Gehgips unterhalb des Knies helfen. Er sollte dem Längsgewölbe gut angepasst sein.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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