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Epiphysiolysis Femoris (Slipped Capital Femoral Epiphysis, SCFE)

Von

Frank Pessler

, MD, PhD, Hannover, Germany

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Quellen zum Thema

Die Epiphysiolysis femoris ist eine Bewegung des Femurkopfes in Richtung der femoralen Epiphyse.

Die Slipped Capital Femoral Epiphysis (SCFE) tritt meist in der frühen Adoleszenz auf und betrifft bevorzugt Jungen. Adipositas ist ein wichtiger Risikofaktor. Auch genetische Faktoren sind von Bedeutung. SCFE ist bei einem Fünftel der Fälle bilateral, eine unilaterale SCFE wird bei zwei Dritteln der Patienten bilateral. Die genaue Ursache von SCFE ist unbekannt, hängt aber mit der Schwächung der Wachstumsfuge aufgrund von Trauma, hormonellen Veränderungen, Entzündung oder vermehrten Scherkräften wegen der Adipositas zusammen.

Symptome und Beschwerden

Der Beginn ist in der Regel heimtückisch, und die Symptome einer verrutschten Kapitalepiphyse sind mit dem Stadium des Verrutschens verbunden. Das erste Symptom SCFE kann eine Hüftsteifheit sein, die bei Ruhe besser wird. Danach folgen Humpeln und ein Hüftschmerz, der vom anteromedialen Oberschenkel bis in das Knie ausstrahlt. Bis zu 15% der Patienten stellen sich nur mit Knie- oder Oberschenkelproblemen vor, und das wahre Problem wird erst entdeckt, wenn sich das Abrutschen verstärkt. Bei einer Untersuchung der Hüfte im frühen Stadium sind mitunter weder Schmerz noch eine Einschränkung der Bewegung vorhanden.

Später finden sich Schmerzen in der betroffenen Hüfte, eine Einschränkung der Hüftflexion, Hüftabduktion und medialen Rotation, Knieschmerzen ohne Pathologie und Hinken oder Trendeleburg-Gang. Das betroffene Bein wird nach außen rotiert. Die Blutversorgung ist in diesem Gebiet verringert; eine avaskuläre Nekrose und ein Kollaps der Epiphyse können die Folge sein.

Diagnose

  • Röntgenaufnahmen

  • Manchmal Magnetresonanztomographie oder Sonographie

Da die Behandlung des fortgeschrittenen Abrutschens schwierig ist, ist eine frühzeitige Diagnose des Abrutschens der Femur-Epiphyse unerlässlich. Es sollten anteroposteriore und seitliche Röntgenaufnahmen beider Hüftgelenke angefertigt werden, Die Röntgenbilder der betroffenen Gelenke zeigen eine Erweiterung der Epiphysenfuge oder eine Verlagerung des Humeruskopfs nach posterior und inferior. Um die Verschiebung besser bestimmen zu können, werden auf dem Röntgenbild am oberen Rand des Oberschenkelhalses kleine Linien gezeichnet. Der Femurkopf auf der betroffenen Seite befindet sich unterhalb der Kline-Linie, während ein erheblicher Teil des Femurkopfs auf der nicht betroffenen Seite oberhalb der Klein-Linie liegt.

Ultraschall und Magnetresonanztomographie sind ebenfalls sinnvoll, vor allem wenn die Röntgenbilder normal sind.

Behandlung

  • Chirurgischer Eingriff

Die SCFE schreitet normalerweise fort. Sie sollte, sobald sie diagnostiziert ist, chirurgisch behandelt werden. Patienten sollten das betroffene Bein nicht belasten, bis eine SCFE ausgeschlossen oder behandelt ist. Die chirurgische Behandlung besteht aus einer Schraubenfixation durch die Epiphyse.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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