Pleurafibrose und -verkalkung

VonNajib M Rahman, BMBCh MA (oxon) DPhil, University of Oxford
Reviewed ByRichard K. Albert, MD, Department of Medicine, University of Colorado Denver - Anschutz Medical
Überprüft/überarbeitet Geändert Juli 2025
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Pleurafibrose und -verkalkung sind normalerweise gutartige Folgen von Pleuraentzündungen oder Asbestexposition.

Pleurafibrose und -verkalkungen können entweder sein:

Diese Erkrankungen werden aufgrund von bildgebenden Verfahren vermutete und diagnostiziert. Die Behandlung von Fibrose und Verkalkung selbst ist in der Regel nicht erforderlich. Selten erfordern sehr große, symptomatische Bereiche der Fibrose eine chirurgische Entfernung.

Postentzündlich

Pleuraentzündungen verursachen häufig akute Pleuraverdickungen durch Fibrose. Häufige Ursachen für eine Pleuraentzündung sind unbehandelte Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Methylsergid), Autoimmunerkrankungen (z. B. rheumatoide Pleuritis oder IgG4-Erkrankung) und Expositionen, darunter Asbest (gutartige Asbest-Pleuraerkrankung). In einigen Fällen klingen die Verdickung und Fibrose weitgehend ab, insbesondere wenn die Grunderkrankung behandelt wird (z. B. durch ausreichende Drainage und Antibiotika bei Pleuraentzündung). Bei einigen Patienten bleibt eine geringgradige Verdickung bestehen, was normalerweise keine Symptome oder Einschränkungen der Lungenfunktion zur Folge hat. In anderen Fällen kann es zu einer langfristigen, progressiven und zunehmend symptomatischen Pleurafibrose und -verdickung kommen. Gelegentlich wird die Lunge von einer dicken, fibrösen Pleurahülle umschlossen, die ihre Ausdehnung einschränkt („trapped lung“), das Mediastinum zur erkrankten Seite zieht und die Lungenfunktion beeinträchtigt.

Das Röntgenbild des Thorax zeigt eine Asymmetrie der Lungen mit Pleuraverdickung (eingeschlossene Lunge). Die Differenzierung lokalisierter Pleuraverdickung von abgekapselter Pleuraflüssigkeit kann im Röntgenthorax schwierig sein, allerdings ist diese Unterscheidung einfach im CT.

Eine postentzündliche Pleurafibrose kann gelegentlich verkalken. Die Verkalkung zeigt sich im Röntgenbild als Verschattung, wobei die viszerale Pleura fast immer mit beteiligt ist. Postinflammatorische Verkalkungen sind immer einseitig.

Durch Asbest verursacht

Asbestexposition kann zu fokaler, plaqueähnlicher pleuraler Fibrose, manchmal mit Verkalkungen, führen und bis zu 20 Jahre nach Expositionsbeginn auftreten.

Die Diagnose erfolgt in der Regel mittels Röntgenthorax. Der Durchmesser der Plaques kann von einigen Millimetern bis zu 10 cm variieren. Prinzipiell können alle pleuralen oder perikardialen Oberflächen betroffen sein. Pleuraplaques durch Asbest sind jedoch normalerweise in den unteren zwei Dritteln des Thorax und bilateral lokalisiert. Verkalkungen betreffen am häufigsten die parietale und zwerchfellnahe Pleura und sparen die "costophrenic sulci and apices" aus. Die Verkalkung kann der einzige Expositionsnachweis sein. Eine dichte Pleurafibrose, die die gesamte Lunge umgibt und > 1 cm dick ist, kann auch nach Asbestexposition auftreten.

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