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Ablation für Herzrhythmusstörungen

Von

L. Brent Mitchell

, MD, Libin Cardiovascular Institute of Alberta, University of Calgary

Inhalt zuletzt geändert Sep 2017
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Die Notwendigkeit zur Behandlung einer Arrhythmie richtet sich nach den Symptomen und den Risiken, die diese Arrhythmieform in sich birgt. Die Therapie richtet sich nach den Ursachen für die jeweilige Arrhythmieform. Im Bedarfsfall kann eine direkte antiarrhythmische Therapie mit antiarrhythmischen Medikamenten, Kardioversion-Defibrillation, implantierbaren Cardioverter-Defibrilatoren (ICDs), Schrittmachern (und eine spezielle Form des "Pacing", kardiale Resynchronisationstherapie), Katheterablation, Operation oder auch einer Kombination der genannten Therapieformen notwendig werden.

Wenn eine Tachyarrhythmie von einem bestimmten Weg oder einer ektopischen Stelle der Automatik abhängt, kann die Stelle gezielt zerstört (abgetragen) werden, um eine Heilung zu bewirken. Es gibt mehrere Methoden der Ablation.

Die Ablation wird üblicherweise unter Verwendung von transvenösen Kathetern mit elektrischer Hochfrequenzenergie (RF-Energie), mit niedriger Spannung und hoher Frequenz (300 bis 750 MHz) durchgeführt. Mit Hilfe des Stroms wird das betroffene Gebiet in einem Durchmesser von < 1 cm und einer Eindringtiefe von bis zu 1 cm erhitzt und zerstört.

Cryoablation verwendet Gewebe, das bis -70 ° C einfriert, um Gewebezerstörung zu bewirken. Andere Verabreichungssysteme wurden für den intraoperativen Gebrauch entwickelt.

Vor der Stromabgabe müssen Bahnen oder Foci während einer elektrophysiologischen Untersuchung genau identifiziert werden.

Die RF-Ablation ist in > 90% der Fälle einer supraventrikulären Reentry-Tachykardie (über den atrioventrikulären (AV)-Knoten oder eine akzessorische Bahn), bei atrialen Foci einer Vorhoftachykardie oder Vorhofflattern, fokaler idiopathischer ventrikulärer Tachykardie (VT — rechtsventrikulärer Ausflusstrakt, linksseptal oder Schenkelblock-Reentry-VT) erfolgreich. Da Vorhofflimmern (AF) häufig von einer arrhythmogenen Stelle in den Lungenvenen ausgeht oder aufrechterhalten wird, kann diese Quelle durch Ablationen am pulmonalen Venen-Links-Vorhofübergang oder im linken Vorhof elektrisch isoliert werden. Alternativ dazu kann bei Patienten mit refraktärem VHF und hohen ventrikulären Frequenzen eine AV-Knoten-Ablation nach Implantation eines permanenten Schrittmachers durchgeführt werden. Die Ablation ist in einigen Fällen bei Patienten mit einer medikamentenrefraktären VT und besonders bei Vorliegen einer ischämischen Herzkrankheit erfolgreich.

Die Transkatheter-Ablation ist ein sicheres Verfahren, die Mortalität liegt bei < 1/2000 Fällen.

Zu den Komplikationen gehören Schäden an den Herzklappen, Stenose oder Okklusion der Lungenvenen (wenn zur Behandlung von Vorhofflimmern verwendet), Schlaganfall oder andere Embolien, Herz-Perforation, Tamponade (1%), und unbeabsichtigte AV-Knoten-Ablation.

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