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Antithrombinmangel

Von

Joel L. Moake

, MD,

  • Professor Emeritus of Medicine
  • Baylor College of Medicine
  • Senior Research Scientist and Associate Director
  • J. W. Cox Laboratory for Biomedical Engineering, Rice University

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Da Antithrombin Thrombin, Faktor Xa, Faktor IXa und Faktor XIa hemmt, prädisponiert ein Antithrombinmangel den Betroffenen für venöse Thrombosen.

Antithrombin ist ein Protein, das Thrombin und die Faktoren Xa, IXa und XIa inhibiert, wodurch wiederum Thrombose inhibiert wird.

Die PrävalenzBeim des heterozygoten Mangels an Antithrombin liegt bei ca. 0,2–0,4%. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen entwickelt venöse Thrombosen. Der homozygote Mangel ist meist bereits während des Fetalstadiums tödlich.

Ein erworbener Mangel tritt bei Patienten mit disseminierter intravasaler Gerinnung, Leberkrankheit, nephrotischem Syndrom oder während einer Therapie mit Heparin auf. Heparin übt seine gerinnungshemmende Wirkung durch die Aktivierung von Antithrombin aus.

Die Laboruntersuchung wird bei Patienten mit einer ungeklärten Blutgerinnung durchgeführt und umfasst die Bestimmung des Grades der KAaazität des Plasmas der Patienten, um Thrombin in Anwesenheit von Heparin zu hemmen.

Therapie

  • Warfarin zur Vermeidung venöser Thromboembolien

Als Prophylaxe gegen venöse Thrombosen wird die Therapie mit Warfarin eingesetzt.

Es ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher, dass die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC-Hemmer) von Thrombin (Dabigatran) oder Faktor Xa (z.B. Rivaroxaban, Apixaban) anstelle von Warfarin bei dieser Erkrankung eingesetzt werden können.

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