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Monozytopenie

Von

Mary Territo

, MD, David Geffen School of Medicine at UCLA

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Eine Monozytopenie ist eine Reduktion der Blutmonozytenzahl auf < 500/μl. Das Risiko für bestimmte Infektionen ist erhöht. Sie wird durch ein Blutbild mit Differenzialblutbild diagnostiziert. Eine Behandlung mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation kann erforderlich sein.

Monozyten wandern in die Gewebe, wo sie zu Makrophagen werden, wobei die spezifischen Eigenschaften von ihrer Gewebslokalisierung abhängen.

Monozytopenie kann das Infektionsrisiko erhöhen und bei Patienten mit durch Acetaminophen induzierten Leberschäden und thermischen Verletzungen eine schlechte Prognose anzeigen. Die periphere Blutmonozytopenie weist normalerweise nicht auf eine Abnahme der Gewebemakrophagen hin. In einigen Fällen kann es zu einer Beeinträchtigung der Granulombildung als Reaktion auf Infektionen kommen.

Monozytopenie kann resultieren aus

Eine vorübergehende Monozytopenie kann bei Endotoxämie, Hämodialyse oder zyklischer Neutropenie auftreten.

Monozytopenie aufgrund von GATA2-Mutation

Bei Patienten mit Mutationen des hämatopoetischen Transkriptionsfaktors GATA2 kann es zu einem schweren Mangel oder Fehlen von Monozyten kommen. Dendritische Zellen sind verringert, und es kann auch eine Lymphozytopenie vorliegen (hauptsächlich natürliche Killer und B-Zellen).

Trotz fast Abwesenheit von zirkulierenden Monozyten, sind Gewebe-Makrophagen in der Regel erhalten. Auch Immunglobulinspiegel sind normalerweise normal, selbst wenn zirkulierende B-Zellen geschmälert sind. Das Knochenmark ist hypozellulär und kann Fibrose und multilineare Dysplasie zeigen. Karyotypische Anomalien, einschließlich Monosomie 7 und Trisomie 8, können vorhanden sein.

Infektionen mit Mycobacterium avium-Komplex (MAC) oder andere nichttuberkulöse mykobakterielle Infektionen sind häufig (MonoMAC-Syndrom). Auch Pilzinfektionen (z. B. Histoplasmose, Aspergillose) sind typisch. Infektionen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) können auftreten, mit nachfolgendem Risiko für das Fortschreiten zu sekundären Krebsarten. Es besteht ein hohes Progressionsrisiko für hämatologische Erkrankungen (Myelodysplasie, akute myeloische Leukämie, chronische myelomonozytische Leukämie, Lymphome) mit einer daraus resultierenden schlechten Prognose.

Nicht geimpfte Patienten sollten eine HPV-Impfung erhalten. Alle Infektionen werden mit geeigneten antimikrobiellen Mitteln behandelt. Eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation sollte für symptomatische Patienten in Betracht gezogen werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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