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Hämosiderose

Von

James Peter Adam Hamilton

, MD, Johns Hopkins University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Jan 2019
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Hämosiderosis ist eine fokale Eisenablagerung, die nicht zu Gewebeschäden führt.

Eine lokale Hämosiderose kann infolge einer Blutung innerhalb eines Organs auftreten. Das Eisen wird aus den Erythrozyten freigesetzt, die aus dem Gefäßsystem ausgetreten sind, und im betroffenen Organ gelagert. Hierdurch können sich signifikante Hämosiderinablagerungen entwickeln. Gelegentlich führt der Eisenverlust aufgrund von Gewebeblutungen zu einer Eisenmangelanämie, da das in die Gewebe ausgetretene Eisen nicht wiederverwertet werden kann.

Chronisch entzündliche Syndrome, wie z. B. die nicht alkoholische Fettleber und das metabolische Syndrom, können ebenfalls zu Hämosiderose führen. Bei betroffenen Patienten kann die abdominale MRT einen Eisenüberschuss in Leber und Milz aufweisen. Leberbiopsien dieser Patienten können eine Eisenanreicherung in Hepatozyten und Retikuloendothelzellen zeigen.

Wenn die Lunge betroffen ist, sind die Ursache meist wiederholte pulmonale Einblutungen; sie treten entweder idiopathisch auf (z. B. Goodpasture-Syndrom) oder werden durch chronische pulmonale Hypertonie (z. B. als Folge primärer pulmonaler Hypertonie, pulmonaler Fibrose, schwerer Mitralklappenstenose) hervorgerufen.

Daneben kommt es zu einer Akkumulation in den Nieren, wo eine Hämosiderose durch eine exzessive intravasale Hämolyse bedingt sein kann. Freies Hämoglobin wird in den Glomerula gefiltert, wodurch Eisen in den Nieren abgelagert wird. Das renale Parenchym selbst wird nicht geschädigt, aber eine schwere Hämosiderinurie kann zu einem Eisenmangel führen.

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