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Postpartale Pyelonephritis

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Eine Pyelonephritis ist eine bakterielle Infektion des Nierenparenchyms.

Eine Pyelonephritis kann postpartal auftreten, wenn Bakterien von der Blase aus aufsteigen. Die Infektion kann als asymptomatische Bakteriurie während der Schwangerschaft beginnen und manchmal in Verbindung mit einem Harnblasen-Katheterismus zur Beseitigung eines Urinaufstaus während oder nach der Geburt auftreten. Der verursachende Erreger ist oft eine Art der koliformen Bakterien (z. B. Escherichia coli).

Zu den Symptomen der Pyelonephritis gehören Fieber, Flankenschmerzen, allgemeines Unwohlsein und gelegentlich eine schmerzhafte Miktion.

Diagnose

  • Urinanalyse und Urinkultur

Die Diagnose der Pyelonephritis stützt sich auf Urinanalyse und Kultur sowie klinische Befunde.

Behandlung

  • Ceftriaxon allein oder Ampicillin plus Gentamicin

Die Behandlung von Pyelonephritis beginnt mit Ceftriaxon 1–2 g i.v. alle 12–24 Stunden allein oder Ampicillin 1 g i.v. alle 6 Stunden plus Gentamycin 1,5 mg/kg i.v. alle 8 Stunden, bis die Patientinnen über 48 Stunden fieberfrei sind.

Es sollte ein Antibiogramm durchgeführt werden. Nach den ersten i.v. verabreichten Antibiotika wird auf orale Antibiotika umgestellt. Die Behandlung wird dann entsprechend angeglichen und anschließend über insgesamt 7–14 Tage fortgeführt.

Die Frauen sollten dazu angehalten werden, große Mengen an Flüssigkeit zu trinken.

Eine Urinkultur sollte 6-8 Wochen nach der Geburt wiederholt werden, um die Ausheilung zu bestätigen. Kommt es zu wiederholten Phasen einer Pyelonephritis während oder nach einer Schwangerschaft, wäre eine bildgebende Untersuchung in Betracht zu ziehen, um nach Steinen oder angeborenen Fehlbildungen zu suchen. Eine bildgebende Untersuchung während der Schwangerschaft erfolgt in der Regel mit Ultraschall; nach der Schwangerschaft wird meist ein CT mit Kontrastmittel durchgeführt.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

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