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Gutartige Ovarialtumoren

Von

S. Gene McNeeley

, MD, Michigan State University, College of Osteopathic Medicine

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2017
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Gutartige Ovarialtumoren umfassen funktionelle Zysten und Tumoren; gewöhnlich verursachen sie keine Symptome.

Funktionelle Zysten

Es werden 2 Arten von funktionellen Zysten unterschieden:

  • Follikelzysten: Diese Zysten entwickeln sich aus einem Graafschen Follikel.

  • Corpus-luteum-Zysten: Diese Zysten entwickeln sich aus einem Gelbkörper. Sie können in die Zystenhöhle einbluten, wodurch die Ovarialkapsel gedehnt wird und rupturieren kann, wobei der Inhalt in die Bauchhöhle ausläuft.

Sie sind gewöhnlich < 1,5 cm groß; manche werden über 5 cm groß. Meistens verschwinden funktionelle Zysten innerhalb von Tagen bis Wochen spontan. Funktionelle Zysten sind nach der Menopause eher selten.

Syndrom der Polyzystischen Ovarien wird für gewöhnlich als klinisches Syndrom definiert, nicht durch die Anwesenheit von Ovarialzysten. Aber Ovarien enthalten typischerweise viele, 2–6 mm großen Follikelzysten und manchmal größeren Zysten, die atretische Zellen enthalten.

Benigne Tumoren

Gutartige Ovarialtumoren wachsen in der Regel langsam und werden nur selten maligne. Dazu gehören:

  • Benigne zystische Teratome: Diese Tumoren werden auch Dermoidzysten genannt, weil sie überwiegend aus Ektodermgewebe bestehen, obwohl sie eigentlich von allen 3 Keimzellschichten abgeleitet sind.

  • Fibrome: Diese langsam wachsenden Tumoren haben meist einen Durchmesser von < 7 cm.

  • Zystadenome: Diese Tumoren sind meist serös oder muzinös.

Symptome und Beschwerden

Funktionelle Zysten und gutartige Tumoren sind mehrheitlich symptomlos. Gelegentlich verursachen sie Menstruationsstörungen. Eine hämorrhagische Corpus-luteum-Zyste kann, insbesondere bei Ruptur, Schmerzen oder Peritonitiszeichen verursachen. Gelegentlich entstehen schwere Bauchschmerzen aufgrund der Adnexaltorsion einer Adnexzyste oder eines Adnextumors von meistens > 4 cm Durchmesser.

Fibrome können von Aszites und in seltenen Fällen von einem Pleuraerguss begleitet sein.

Diagnose

  • Transvaginale Sonographie

  • Manchmal Tests für Tumormarker

Ovarialtumoren werden gewöhnlich zufällig entdeckt, jedoch können Symptome und Befunde gelegentlich darauf hinweisen. Ein Schwangerschaftstest ist erforderlich, um eine Extrauteringravidität auszuschließen. Die transvaginale Sonographie reicht meistens aus, um die Diagnose zu bestätigen. Bei unklarem Ergebnis hilft MRT oder CT oft weiter.

Tumoren mit radiologischen Malignitätsmerkmalen (z. B. zystischen und soliden Anteilen, Oberflächenauswüchsen, Multilokularität, unregelmäßiger Gestalt) müssen exzidiert werden.

Tests auf Tumormarker werden durchgeführt, wenn eine Masse eine Exzision erfordert oder wenn Eierstockkrebs in Erwägung gezogen wird. Ein handelsübliches verfügbares Produkt testet auf 5 Tumormarker (Beta-2-Mikroglobulin Krebsantigen [CA] 125 II, Apolipoprotein A-1, Präalbumin, Transferrin) und kann helfen, die Notwendigkeit einer Operation festzulegen. Tumormarker werden am besten für die Überwachung der Reaktion auf die Behandlung verwendet und nicht für das Screening, für das sie keine ausreichende Sensitivität, Spezifität und Vorhersagewerte besitzen. Zum Beispiel können die Tumormarker-Werte bei Frauen, die Endometriose, Uterusmyome, Peritonitis, Cholezystitis, Pankreatitis, entzündliche Darmerkrankungen, oder verschiedene Krebsarten haben, fälschlicherweise erhöht werden.

Bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter erfordern einfache, dünnwandige, zystische Adnextumoren von 5-8 cm (gewöhnlich follikulär) ohne Malignitätsmerkmale keine weitere Abklärung, es sei denn, sie persistieren für > 3 Menstruationszyklen.

Behandlung

  • Entfernen ausgewählter Zysten

  • Manchmal Ovarektomie

Die meisten der funktionellen Zysten < 5 cm verschwinden ohne Therapie; serielle sonographische Messungen dienen der Dokumentation. Fibrome und Zystadenome müssen behandelt werden.

Massen mit radiographischen Eigenschaften von Krebs werden exzidiert.

Wenn machbar kann die Entfernung von Zysten aus dem Ovar (ovarielle Zystektomie) mittels Laparoskopie oder Laparotomie in folgenden Fällen notwendig sein:

  • Mehrzahl der Zysten ist 10 cm und persistiert für > 3 Menstruationszyklen

  • Zystische Teratome < 10 cm

  • Hämorrhagische Corpus-luteum-Zyste Peritonitis

  • Fibrome und andere solide Tumoren

Oophorektomie kommt in folgenden Situationen zur Anwendung:

  • Fibrome, die nicht durch Zystektomie entfernt werden können

  • Zystadenome

  • Zystische Teratome > 10 cm

  • Zysten, die chirurgisch nicht vom Ovar getrennt werden können

  • Die Mehrzahl der Zysten bei postmenopausalen Frauen mit einer Größe von > 5 cm

Wichtige Punkte

  • Funktionellen Zysten tendieren in der Regel dazu klein zu sein (in der Regel < 1,5 cm Durchmesser), bei prämenopausalen Frau aufzutreten und sich spontan zu lösen.

  • Funktionelle Zysten und gutartige Tumoren sind in der Regel mehrheitlich symptomlos.

  • Schließen sie eine Eileiterschwangerschaft aus, indem Sie einen Schwangerschaftstest durchführen

  • Exzidieren Sie Raumforderungen, die radiologische Charakteristika eines malignen Tumors (z. B. solide Anteile, Wucherungen an der Oberfläche, Größe > 6 cm, unregelmäßige Form) aufweisen.

  • Exzidieren Sie bestimmte Zysten und gutartige Tumoren, einschließlich Zysten, die sich nicht auflösen.

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