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Geburtseinleitung

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Eine Geburtseinleitung ist die Stimulation der Wehentätigkeit vor Beginn einer spontanen Geburt mit dem Ziel, eine vaginale Entbindung herbeizuführen.

Indikationen

Geburtseinleitung kann sein

Vor einer elektiven Einleitung muss das Gestationsalter beurteilt werden. Eine elektive Einleitung wird nicht vor der 39. SSW empfohlen.

Zu den Kontraindikationen einer Einleitung gehören:

  • Operationen im Bereich des Corpus uteri

  • Offene fetale Chirurgie (z. B. Myelomeningozelen-Reparatur)

  • Myomectomy mit Eintritt in die Gebärmutterhöhle

  • Vorausgegangene klassische oder verikale Sectio caesarea im verdickten, muskulären Bereich des Uterus

  • Anomale Kindslage (z. B. Querlage, Vorliegen der Nabelschnur, bestimmte fetopelvine Missverhältnisse)

Mehrere alte Uterusnarben und Beckenendlage gelten als relative Kontraindikationen.

Technisches Vorgehen

Wenn die Zervix geschlossen, erhalten und fest ist (unreifer Befund), besteht das Ziel, die Dilatation und das Aufbrauchen der Zervix herbeizuführen (reifer Befund). Verschiedene pharmakologische oder mechanische Verfahren können angewandt werden. Diese umfassen:

  • Misoprostol, 25 μg vaginal alle 3–6 Stunden appliziert

  • Prostaglandin E2 interzervikal verabreicht (o,5 mag) oder als ein intravaginales Pessar (10 mg [Prostaglandine sind bei Frauen mit altem Kaiserschnitt oder Gebärmutteroperation kontraindiziert, da diese Arzneimittel das Risiko einer Uterusruptur erhöhen])

  • Oxytocin in niedrigen oder hohen Dosen

  • Der Einsatz von Laminaria und transzervikaler Ballonkatheter, die nützlich sein können, wenn andere Methoden wirkungslos sind oder Kontraindikationen bestehen.

  • Mechanische Dilatation mit einem Foley-Katheter (Doppellumen-Latex) plus Misoprostol oder Oxytocin (1)

Wenn die Zervix reif ist, wird die Geburt eingeleitet.

Eine konstante i.v. Infusion von Oxytocin ist die am häufigsten anwandte Methode; sie ist sicher und kostengünstig. Niedrig dosiertes Oxytocin wird in 0,5–2 mI.E./min gegeben, ansteigend um 1–2 mI.E./min, in der Regel alle 15–60 Minuten. Hoch dosiertes Oxytocin wird in 6 mI.E./min gegeben, ansteigend um 1–6 mI.E./min alle 15–40 Minuten bis maximal 40 mI.E./min. Bei Dosen >40 mI.E./min kann eine exzessive Flüssigkeitsretention zu einer Wasserintoxikation führen. Die Anwendung von Oxytocin muss überwacht werden, um eine Gebärmuttertachysystole (> 5 Kontraktionen in 10 min durchschnittlich über 30 min), die dem Kind schaden könnte, zu verhindern.

Routinemäßig erfolgt die externe Überwachung des Fetus; nach Amniotomie (beabsichtigter Blasensprung) kann eine interne Überwachung angezeigt sein, wenn der fetale Status nicht von außen beurteilt werden kann. Eine Amniotomie kann zur Beschleunigung der Geburt erfolgen, wenn sich der Kindskopf in einer günstigen Lage zur reifen Zervix befindet und nicht frei beweglich (nicht schwimmend) ist.

Technischer Hinweis

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