Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

honeypot link

Magensaftanalyse

Von

Walter W. Chan

, MD, MPH, Harvard Medical School

Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
Zur Patientenaufklärung hier klicken.

Eine Magensaftanalyse wird heutzutage nur selten durgeführt. Wird sie dennoch veranlasst, werden Proben aus dem Mageninhalt über eine transnasale Magensonde gewonnen und zur Bestimmung der basalen und stimulierten Magensäureausscheidung verwandt. Diese Information ist nützlich bei einem Patienten, der ein Ulkusrezidiv nach einer operativen Vagotomie zur Behandlung seiner Ulkuskrankheit erlitten hat. In diesen Fällen weist eine positive Säurereaktion auf eine Stimulation (Scheinmahlzeit) auf eine inkomplette Vagotomie hin.

Der Test wird auch angewandt, um Patienten mit erhöhten Serumgastrinspiegeln abzuklären. Hyperchlorhydrie in Gegenwart eines erhöhten Gastrins weist gewöhnlich auf Zollinger-Ellison-Syndrom hin. Eine Hypochlorhydrie in Gegenwart von erhöhtem Gastrin zeigt eine Verminderung der Säureproduktion an, wie sie bei perniziöser Anämie, atrophischer Gastritis, einem Morbus Ménétrier und nach Hemmung der Magensäuresekretion durch potente antisekretorische Medikamente vorkommt.

Um eine Magensaftanalyse durchzuführen, wird eine transnasale Magensonde eingeführt, Mageninhalt aspiriert und zunächst verworfen. Der Magensaft wird anschließend für eine Stunde gesammelt und in vier 15-Minuten-Proben aufgeteilt. Diese Proben stellen die basale Säuresekretion dar.

Eine Magenanalyse kann auch während der Katheter-basierte Ösophagus-pH-Überwachung durchgeführt werden.

Komplikationen der Magenanalyse sind sehr selten.

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

Auch von Interesse

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN