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Ösophagusruptur

Von

Kristle Lee Lynch

, MD, Perelman School of Medicine at The University of Pennsylvania

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Eine Ösophagusruptur kann iatrogen bei endoskopischen oder anderen instrumentellen Eingriffen oder auch spontan (Boerhaave-Syndrom) entstehen. Die Patienten sind schwer krank, mit Symptomen einer Mediastinitis. Die Diagnose wird durch eine Ösophagographie mit einem wasserlöslichen Kontrastmittel gestellt. Sofortiges chirurgisches Eingreifen und eine Drainage sind erforderlich.

Endoskopische Eingriffe sind die Hauptursache einer Ösophagusruptur, daneben kann auch eine spontane Ruptur auftreten, typischerweise bei Erbrechen, Würgen oder beim Schlucken eines riesigen Nahrungsbolus. Am häufigsten rupturiert der distale Ösophagus auf der linken Seite. Säure und sonstiger Mageninhalt verursachen eine fulminante Mediastinitis und Schock. Auch ein Pneumomediastinum ist häufig.

Symptome und Beschwerden

Zu den Symptomen einer ösophagalen Ruptur zählen Brust- und Bauchschmerzen, Erbrechen, Bluterbrechen und Schock. Ein subkutanes Emphysem kann bei ca. 30% der Patienten palpiert werden. Außerdem kann ein mediastinales Knirschen (Hamman-Zeichen), ein mit dem Herzschlag synchrones Knistergeräusch, bestehen.

Diagnose

  • Röntgenaufnahmen vom Thorax und Abdomen

  • Ösophagographie

Röntgenaufnahmen vom Thorax und Abdomen mit Luft im Mediastinum, mit Pleuraerguss und Verbreiterung des Mediastinums sind verdächtig auf eine Ruptur.

Die Diagnose einer ösophagalen Ruptur wird bestätigt durch die Ösophagographie mit wasserlöslichem Kontrastmittel, mit dem man eine potenzielle mediastinale Reizung durch das Barium vermeidet. Eine CT des Thorax zeigt Luft oder Flüssigkeit im Mediastinum, kann aber die Perforation nicht gut lokalisieren. Bei der Endoskopie kann man eine kleine Perforation übersehen.

Therapie

  • Endoskopische Stentimplantation oder chirurgische Ligatur.

Beim zur Diskussion stehenden operativen Eingriff oder endoskopischen Stentimplantation sollten die Patienten Breitspektrumantibiotika (z. B. Gentamycin plus Metronidazol oder Piperacillin/Tazobactam) und entsprechend der Schocksymptomatik Flüssigkeitsersatz erhalten. Auch unter entsprechender Behandlung besteht eine hohe Mortalität.

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