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Fluorid

Von

Larry E. Johnson

, MD, PhD, University of Arkansas for Medical Sciences

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Das meiste Fluor (F) im Körper enthalten Knochen und Zähne. Fluorid, das Fluorion, ist in der Natur weit verbreitet. Fluoridiertes Trinkwasser ist die Hauptquelle für Fluorid.

Fluormangel

Fluormangel kann zu Karies und möglicherweise zu Osteoporose führen. Fluoriertes Wasser, das weniger als die Idealmenge von 1 ppm enthält, reduziert die Karieshäufigkeit. Ist das Trinkwasser im Wohngebiet eines Kindes nicht fluoriert, kann eine orale Fluoridergänzung verordnet werden.

Fluorintoxikation

Fluor im Übermaß reichert sich in Zähnen und Knochen an, eine Fluorose entsteht. Fluoriertes Trinkwasser, das mit über 10 ppm angereichert wurde, stellt eine häufige Ursache dafür dar. Bleibende Zähne, die sich bei hoher Fluorzufuhr entwickeln, weisen mit größter Wahrscheinlichkeit eine Fluorose auf. Damit eine Fluorose auch bei den Milchzähnen auftritt, muss die Fluorexposition viel intensiver ausfallen.

Die ersten Zeichen einer Fluorintoxikation sind

  • kalkweiße, unregelmäßig verteilte Flecken auf der Zahnschmelzoberfläche.

Diese Flecken verfärben sich gelb-braun, die Zähne erhalten damit eine charakteristisch gesprenkelte Oberfläche. Eine schwere Intoxikation schwächt den Zahnschmelz, auf seiner Oberfläche bilden sich Grübchen. Knochenveränderungen wie Osteosklerose, Exostose des Rückenmarks und Genu valgum entstehen bei Erwachsenen nach hoher Fluorzufuhr über einen längeren Zeitraum.

Tests zur Diagnose der Toxizität existieren nicht.

Die Behandlung der Fluorintoxikation umfasst eine Reduzierung der Fluoridaufnahme; so sollten die Patienten in Gebieten mit stark fluoridiertem Wasser kein Wasser trinken und auch keine Fluorergänzungen zuführen. Kinder sollten dazu angehalten werden, fluoridhaltige Zahnpasta nicht zu schlucken.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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