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Herpetische Nagelbettinfektion

Von

David R. Steinberg

, MD, Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania

Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Es handelt sich um eine Herpes-simplex-Hautinfektion in den distalen Anteilen des Fingers.

Der herpetische Umlauf kann erhebliche Schmerzen verursachen, die Fingerkuppe ist nicht sehr gespannt. Bläschen entwickeln sich an der Volar- oder Dorsalseite der distalen Phalanx, jedoch meist erst 2–3 Tage nach Schmerzbeginn. Die Schmerzintensität kann zur Verwechslung mit einem Panaritium führen, eine Abgrenzung ist jedoch durch die geringe bzw. fehlende Druckschmerzhaftigkeit der Fingerkuppe und die Bläschen möglich. Die herpetische Nagelbettinfektion kann auch eine Paronychie oder andere virale Infektionen der Hand imitieren (z. B. Coxsackie-Virus). Ein selbstlimitierender Verlauf ist die Regel, Rezidive sind aber möglich.

Inzision und Drainage sind kontraindiziert. Die topische Verabreichung von Aciclovir 5% kann die Dauer der ersten Episode abkürzen. Orales Aciclovir 800 mg 2-mal täglich kann Rezidive verhindern, wenn es sofort nach Symptombeginn gegeben wird. Offene und nässende Bläschen sollten abgedeckt werden, um eine Übertragung zu verhindern.

Tipps und Risiken

  • Vor Inzision eines mutmaßlichen Panaritiums oder einer Paronychie sollte immer auch eine Virusinfektion wie beispielsweise eine herpetische Nagelbettinfektion in Betracht gezogen werden, die nicht eingeschnitten werden sollte.

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