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Hammerzehdeformität

Von

Kendrick Alan Whitney

, DPM, Temple University School of Podiatric Medicine

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Der Hammerzeh ist eine Z-förmige Deformität, die durch eine dorsale Subluxation im MTP-Gelenk hervorgerufen wird. Die Diagnose wird klinisch gestellt. Die Behandlung besteht in der Modifikation des Schuhwerks und/oder Orthesen.

Die übliche Ursache einer Hammerzehendeformation ist eine Fehlstellung der Gelenkoberflächen auf genetischer Basis, die zu einer fehlerhaften Biomechanik des Fußes und Sehnenkontrakturen führt. Weitere mögliche Ursachen sind eine RA und neurologische Krankheiten, z. B. das Charcot-Marie-Tooth-Syndrom (siehe Hereditäre Neuropathien). Der II. Zeh ist die häufigste Stelle, an der sich eine Hammerzehdeformität entwickelt ( Hammerzehen.). Eine Hammerzehenbildung am II. Zeh entsteht oft durch einen verlängerten II. Metatarsalen und durch Druck, der durch einen extrem abduzierten Großzeh (Hallux-valgus-Deformität) ausgeübt wird und zur Großzehenballenentzündung führt. An ungewöhnlich langen Zehen entwickeln sich häufig Hammerzehdeformitäten. Oft bilden sich bei der Hammerzehdeformität schmerzhafte Hühneraugen, speziell bei Befall der V. Zehe. Zwischen den Hühneraugen können sich akzessorische Schleimbeutel entwickeln, die sich entzünden.

Zur Symptomatik einer Hammerzehendeformation zählen Schmerzen durch Schuhe, v. a. bei zu niedrigen und engen Fächern für die Zehen, und manchmal auch eine Metatarsalgie.

Die Diagnose wird klinisch gestellt. An den Gelenken muss nach einer koexistenten Arthritis (z. B. eine RA, siehe Diagnose von RA) gefahndet werden.

Hammerzehen.

Bei einem Hammerzeh, in der Regel der 2. Zeh oder gelegentlich auch ein anderer Zeh, entwickelt sich eine feste Z-förmige Deformität.

Hammerzehen.

Therapie

  • Breiter Zehenbereich im Schuh, Zehenpolster, Orthesen oder eine Kombination

Im Schuhwerk sollte genügend Platz für die Zehen sein. Kommerziell erhältliche Zehenpolster sind hilfreich, indem sie die betroffenen Zehen vor dem darüberliegenden Schuh abschirmen. Reichen konservative Maßnahmen nicht aus, kann eine chirurgische Intervention Abhilfe schaffen. Bei zusätzlicher Metatarsalgie kann ein OTC-Produkt oder eine verschreibungspflichtige Orthese mit Mittelfußpolster und Dämpfung eine Linderung der Schmerzen herbeiführen.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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