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Der asymptomatische Patient mit pathologischen Labortests

Von

Steven K. Herrine

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Feb 2018
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Da die Transaminasen und die alkalische Phosphatase Bestandteile von Routinelaboruntersuchungen sind, werden pathologische Abweichungen häufig bei Patienten gesehen, die weder klinische Zeichen noch Symptome von Leberkrankheiten haben. Bei diesen Patienten sollte der Arzt eine Anamnese durchführen hinsichtlich möglicher lebertoxischer Substanzen, inkl. Alkohol, verschreibungspflichtiger und nichtverschreibungspflichtiger Medikamente, pflanzlicher Tees, pflanzliche Heilmittel und Umwelt- und anderer chemischer Substanzen.

Aminotransferasen

Bei einer leichten und isolierten Erhöhung von Alaninaminotransferase oder Aspartataminotransferase (< 2 mal unter dem Normalwert) sollte der Test wiederholt werden; in einem Drittel der Fälle wird das Ergebnis nicht bestätigt. Wenn Veränderungen bei anderen Laborwerten schwer sind oder bei weiteren Tests persistieren, sind weitere Untersuchungen angezeigt:

Führt die ganze Untersuchungsreihe zu keinem Ergebnis, muss eine Leberbiopsie erwogen werden.

Alkalische Phosphatase

Die isolierte Erhöhung der alkalischen Phosphatase bei einem asymptomatischen Patienten erfordert die Sicherung eines hepatischen Ursprungs durch eine gleichzeitige Erhöhung der 5'-Nucleotidase oder Gamma-Glutamyltransferase. Wenn der hepatische Ursprung gesichert ist, sind bildgebende Verfahren für die Leber, in der Regel Ultraschallsonographie und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie indiziert. Zeigen die bildgebenden Verfahren keine Strukturveränderungen, ist das Vorliegen einer intrahepatischen Cholestase möglich oder bei positiver Medikamenten- oder Toxinanamnese sogar verdächtig. Infiltrative Krankheiten und Lebermetastasen (z. B. als Folge eines Kolonkarzinoms) sollten ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Bei Frauen müssen antimitochondriale Antikörper bestimmt werden, um auf primäre biliäre Cholangitis zu untersuchen. Bei dauerhaft bestehenden, unerklärlichen Erhöhungen oder bei Verdacht auf eine intrahepatische Cholestase sollte eine Leberbiopsie diskutiert werden.

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