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Lineare IgA-Dermatose

Von

Daniel M. Peraza

, MD, Geisel School of Medicine at Dartmouth University

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Quellen zum Thema

Die lineare IgA-Dermatose ist eine seltene, blasenbildende Erkrankung, die sich durch die linearen IgA-Ablagerungen an der Basalmembranzone vom bullösen Pemphigoidund der Dermatitis herpetiformis Duhring unterscheidet.

Bullae sind erhöhte, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen mit ≥ 10 mm Durchmesser.

Die lineare IgA-Erkrankung hat zwei klinische Hauptvarianten: die bullöse Erkrankung des Kindesalters und die lineare IgA-Krankheit bei Erwachsenen. Obwohl sie klinisch in geringer Weise variieren, sind ihre Immunfluoreszenzmuster identisch. Die IgA-Autoantikörper wirken gezielt auf mehrere Antigene in der dermo-epidermalen Junktionszone.

Infektionen und Penizilline lösen über ein Viertel der Fälle bei Kindern und Erwachsenen aus. Vancomycin, Diclofenac, NSAR, Captopril, and Lithium werden ebenso als Ursachen vermutet. Das Risiko, an der linearen IgA-Dermatose zu erkranken, ist bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (möglicherweise mit einer verwandten Pathophysiologie, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern kommt) oder mit lymphoproliferativen Krebsarten (bei Erwachsenen), aber nicht bei Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen, erhöht.

Symptome und Beschwerden

Bei der linearen IgA-Dermatose treten die vesikulären oder bullösen Hautläsionen oft gruppiert (herpetiform) auf. Bei jüngeren Kindern sind das Gesicht und das Perineum oft beteiligt. Eine Ausbreitung auf die Gliedmaße, den Torso, die Hände und Füße sowie auf die Kopfhaut ist verbreitet. Bei Erwachsenen ist der Torso fast immer involviert. Zudem sind bei ihnen die Kopfhaut, das Gesicht und die Gliedmaße oft beteiligt. Die Läsionen sind häufig juckend und können brennen. Eine Beteiligung der Schleimhaut ist in beiden Altersgruppen häufig. Milien sind nicht charakteristisch.

Diagnose

  • Hautbiopsie und direkte Immunfluoreszenz

Die Diagnose einer linearen Immunglobulin-A-Erkrankung erfolgt mittels Hautbiopsie und direkter Immunfluoreszenz. Die histologischen Merkmale sind nicht spezifisch, aber direkte Immunfluoreszenz zeigt IgA-Ablagerungen in einer linearen Weise entlang der Basalmembranzone.

Therapie

  • Einstellen der verursachenden Medikamente

  • Bei leichten Fällen, topische Kortikosteroide

  • Für Kinder, Erythromycin

Eine arzneimittelinduzierte Erkrankung kann allein mit dem Entzug des verursachenden Wirkstoffs behandelt werden.

Leichte Fälle können mit topischen Kortikosteroiden behandelt werden. Erythromycin kann bei Kindern angewendet werden. Alternativen hierzu sind Dapson, Sulfonamide (mit Dosierungen und Vorsichtsmaßnahmen ähnlich denen bei Dermatitis herpetiformis Duhring und Colchicin. Oft werden die Haut- vor den Schleimhautläsionen auf die Behandlung ansprechen. Eine spontane Remission tritt bei den meisten Patienten nach 3–6 Jahren auf.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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