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Endophthalmitis

Von

Kara C. LaMattina

, MD, Boston University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Feb 2017
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Quellen zum Thema

Die Endophthalmitis ist eine akute Panuveitis, die meistens auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen ist.

Die meisten Endophthalmitis-Fälle werden durch grampositive Bakterien wie Staphylococcus epidermidis oder S. aureus verursacht. Die durch gramnegative Organismen verursachte Endophthalmitis ist tendenziell virulenter und hat eine schlechtere Prognose. Pilze und Protozoen sind eher seltene Ursachen für eine Endophthalmitis. Die meisten Fälle treten nach intraokularer Chirurgie (exogen) oder penetrierender Augenverletzung auf. Seltener erreicht die Infektion nach systemischen Operationen oder Zahneingriffen, oder dem Gebrauch i.v. Infusionen oder i.v. Medikamenten (endogen) über den Blutkreislauf das Auge.

Endophthalmitis
Endophthalmitis
© Springer Science + Business Media

Die Endophthalmitis ist ein medizinischer Notfall, da die Visusprognose in einem direkten Verhältnis zu der Zeit vom Ausbruch bis zur Behandlung steht. Selten weitet sich eine unbehandelte intraokulare Infektion über die Augengrenzen hinweg bis zu der Orbita und dem Zentralnervensystem (ZNS) aus.

Eine exogene Endophthalmitis verursacht normalerweise starke Augenschmerzen und eine Visusreduktion. Die Beschwerden umfassen

  • Intensive Bindehaut-Hyperämie und intraokulare Entzündungen in der Vorderkammer und des Glaskörpers

  • Verlust des Rotreflexes

  • Augenlidödeme (gelegentlich)

Diagnose

  • Klinische Untersuchung

  • Mikrobiologische Tests (z. B. Gram-Färbung und Kulturaspirate für endogene Endophthalmitis, Blut- und Urinkulturen)

Bei der Diagnose sollte auf Risikopatienten äußerst streng geachtet werden, insbesondere nach einer kürzlich erfolgten Augenoperation oder einer Augenverletzung. Prinzipiell sollte die Gram-Färbung eines Punktates aus der Vorderkammer und dem Glaskörper durchgeführt werden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine endogene Endophthalmitis sollten auch Blut- und Urinkulturen angelegt werden.

Therapie

  • Intravitreale Antibiotika

  • Bei endogener Endophthalmitis intravitreale und i.v. Antibiotika

  • In schweren Fällen möglich Vitrektomie und intraokulare Kortikosteroide

Die Behandlung umfasst zunächst intravitreale Breitbandantibiotika, für gewöhnlich Vancomycin und Ceftazidim. Patienten mit endogener Endophthalmitis sollten sowohl intravitreale als auch i.v. Antibiotika erhalten. Die Behandlung wird entsprechend der Bakterienkultur und Test auf Resistenzen abgeändert.

Die Visusprognose ist oftmals selbst bei frühzeitiger und adäquater Behandlung schlecht. Patienten, deren Sehvermögen bei der Präsentation "Fingerzählen" oder schlechter ist, sollten für die Vitrektomie und die Verwendung von intraokularen Kortikosteroiden in Betracht gezogen werden. Kortikosteroide sind jedoch bei Pilz-Endophthalmitis kontraindiziert.

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