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Ermüdungsfrakturen des Fußes

Von

Paul L. Liebert

, MD, Tomah Memorial Hospital, Tomah, WI

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2018| Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Quellen zum Thema

Ermüdungsfrakturen sind kleine unvollständige Frakturen (Brüche) an Knochen, die eher durch eine Ermüdung als durch eine spezielle Verletzung verursacht werden.

  • Die Schmerzen treten bei Belastung auf und werden nach und nach schlimmer.

  • Es wird ein Röntgenbild oder ein Knochenscan angefertigt.

  • Der gebrochene Knochen sollte über mindestens 6 bis 12 Wochen nicht belastet werden.

Ermüdungsfrakturen stellen sich ein, wenn eine wiederholte Anstrengung die Fähigkeiten der betreffenden Muskeln und Bänder übersteigt, die Belastung abzufangen und die Knochen abzufedern. Ermüdungsfrakturen können am Oberschenkelknochen, am Becken oder am Schienbein auftreten. Mehr als die Hälfte aller Ermüdungsfrakturen betreffen den Unterschenkel, meistens die Knochen des Mittelfußes (Os metatarsale).

Ermüdungsfrakturen sind nicht die Folge einer bestimmten Verletzung (zum Beispiel eines Sturzes oder eines Schlags), sondern treten nach wiederholter Belastung oder Überbeanspruchung auf. Die Ermüdungsfrakturen der metatarsalen Knochen (Marschfrakturen) treten für gewöhnlich bei Läufern auf, die die Intensität oder Dauer des Trainings zu schnell ändern, oder bei Menschen ohne Kondition, die lange Strecken gehen und dabei eine Last tragen (zum Beispiel frisch rekrutierte Soldaten). Zu den anderen Risikofaktoren zählen ein hohes Fußgewölbe, nicht ausreichend stoßdämpfendes Schuhwerk und dünner werdende Knochen (Osteoporose).

Frauen und Mädchen, die hart trainieren und sich nicht entsprechend ernähren (zum Beispiel manche Langstreckenläuferinnen und manche Sportlerinnen, bei denen es auf das Erscheinungsbild ankommt), haben eventuell ein Risiko, Ermüdungsfrakturen zu erleiden. Sie haben eventuell keine Monatsblutungen mehr (Amenorrhö) und entwickeln eine Osteoporose. Dieser Zustand ist als „athletische Triade bei Sportlerinnen‟ (Amenorrhö, Essstörungen und Osteoporose) bekannt.

Wussten Sie ...

  • Ermüdungsfrakturen der Fußknochen werden manchmal Marschfrakturen genannt, weil sie im Allgemeinen bei gerade rekrutierten Soldaten auftreten, die erst vor kurzem begonnen haben, über lange Strecken zu marschieren.

Symptome

Bei metatarsalen Ermüdungsfrakturen treten die Schmerzen des Vorderfußes am häufigsten nach einem langen oder intensiven Training auf und verschwinden dann, kurz nachdem mit der Übung aufgehört wurde. Bei den folgenden Übungen setzt der Schmerz früher wieder ein und kann so stark werden, dass das Training dadurch unmöglich wird. Der Schmerz hält selbst dann an, wenn der Fuß nicht mehr belastet wird.

Diagnose

  • Röntgenaufnahmen

Standard-Röntgenbilder werden in der Regel erstellt, können aber bis etwa 2 bis 3 Wochen nach der Verletzung normal aussehen, bevor sie schließlich zeigen, dass die Knochenfraktur ausheilt. Eine frühere Diagnose ist oft mit einem Knochenscan oder MRT möglich. Frauen mit Ermüdungsfrakturen sollten mit ihrem Arzt sprechen, ob sie auf Osteoporose getestet werden sollten.

Was ist eine Ermüdungsfraktur?

Ermüdungsfrakturen sind kleine Risse im Knochen, die durch wiederholte Einwirkung verursacht werden. Sie treten in der Regel bei Knochen des Mittelfußes auf – den Ossa metatarsalia.

Was ist eine Ermüdungsfraktur?

Behandlung

  • Pause (Ruhigstellung)

Die umfasst die Entlastung des verletzten Fußes. Eine Zeitlang benutzt der Betroffene Krücken und einen Holzschuh oder andere im Handel erhältliche Stützschuhe oder –stiefel. Manchmal wird eine Schiene benötigt. Die Heilung kann bis zu 12 Wochen dauern. Wie bei anderen Verletzungen können die Patienten weiter ein Ausdauertraining absolvieren, indem sie Übungen machen, bei denen sie den Fuß nicht belasten müssen (z. B. Schwimmen), bis die Heilung abgeschlossen ist.

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