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Verletzungen durch Sprengsätze und Explosionen

Von

James M. Madsen

, MD, MPH, U.S. Army Medical Research Institute of Chemical Defense (USAMRICD)

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Bei Massentragödien in Verbindung mit Explosionen werden drei konzentrische Zonen bestimmt:

  • Das Zentrum der Explosion

  • Der sekundäre Umkreis

  • Die Explosionsperipherie

Im Zentrum der Explosion (Todeszone) sind die meisten Menschen tot oder tödlich verletzt. Im sekundären Umfeld (Zone mit kritischen Verletzungen) gibt es mehr Überlebende, viele von ihnen haben aber multiple Verletzungen. In der Explosionsperipherie (Zone mit Gehverletzten) haben die meisten Opfer Verletzungen, die nicht lebensbedrohlich sind, und ein psychologisches Trauma.

Eine Explosion verursacht eine Explosionswelle. Eine starke Explosion kann Gewebe zerreißen. Eine weniger starke Explosion kann das Trommelfell, die Lunge und den Bauchraum schädigen. Bei Explosionswellen werden auch Teilchen mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Luft geschleudert, die irgendein Körperteil verletzen können.

Symptome

Menschen, die eine schwere Explosionsverletzung an der Lunge erlitten haben, leiden unter Atemnot, Husten (auch Aushusten von Blut), Brustschmerzen, schneller Atmung und Keuchatmung. Menschen mit einer Explosionsverletzung im Bauchraum haben eventuell Schmerzen im Bauchraum, Übelkeit, Erbrechen, Blut im Erbrochenen, rektale Schmerzen und Schmerzen in den Hoden. Weitere Explosionsverletzungen sind Blindheit, Taubheit, Rückenmarksverletzungen oder Schmerzen beim Gehen. Manche Menschen haben offenbar einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten.

Diagnose

  • Untersuchung auf Polytrauma (mit Röntgenaufnahmen und Elektrokardiographie)

Menschen, die eine Explosionsverletzung erlitten haben, werden auf multiple Traumata untersucht, auch auf eine Verletzung der Lunge und Ohren. Die Ärzte versuchen, jede Stich- oder Quetschverletzung festzustellen. Sie machen Bildaufnahmen und überwachen die Patienten mit einer Elektrokardiographie.

Behandlung

  • Sauerstoff und intravenöse Flüssigkeiten

  • Behandlung der konkreten Verletzungen

Die Patienten erhalten Sauerstoff und Flüssigkeit und werden auf Komplikationen überwacht, wie etwa eine Lungenembolie, akute Quetschsyndrome und ein Kompartment-Syndrom (ein Zustand, bei dem eine Gliedmaße durch eine übermäßige Schwellung der verletzten Muskeln in Gefahr ist). Menschen mit tiefen Infektionen des Gewebes erhalten eventuell eine hyperbarische Sauerstofftherapie.

Die in diesem Artikel zum Ausdruck gebrachten Ansichten entsprechen denen des Autoren und spiegeln nicht die offizielle Politik des US-Militärministeriums, des US-Verteidigungsministeriums oder der US-amerikanischen Regierung wieder.

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