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Fremdkörper im Mastdarm

Von

Parswa Ansari

, MD, Hofstra Northwell-Lenox Hill Hospital, New York

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Quellen zum Thema

Fremdkörper im Mastdarm sind in der Regel Gegenstände, die in den Mastdarm eingeführt wurden, können aber auch verschluckt worden sein.

  • Gegenstände, die absichtlich in den Mastdarm eingeführt oder geschluckt wurden, können stecken bleiben.

  • Die Symptome hängen von der Größe und Form des Gegenstands ab, und ob es zu Komplikationen kommt oder nicht.

  • Die Diagnose stützt sich auf die Ergebnisse einer körperlichen Untersuchung, Röntgenaufnahmen und eine Computertomographie.

  • Wenn der Arzt den Gegenstand nicht mechanisch mit einem Instrument entfernen kann, wird er operativ entfernt.

Der Mastdarm (Rektum) ist der Abschnitt des Verdauungstrakts über dem After, in dem der Stuhl gehalten wird, bevor er durch den After den Körper verlässt. Der After ist die Öffnung am Ende des Verdauungstrakts, durch die der Stuhl den Körper verlässt. (Siehe auch Übersicht über After und Mastdarm.)

Das Verdauungssystem

Das Verdauungssystem

Geschluckte Objekte, wie z. B. Zahnstocher, Hühnerknochen oder Fischgräten, können an der Verbindung zwischen After und Mastdarm (anorektale Verbindung) hängen bleiben. Auch Einlaufspitzen, chirurgische Kompressen oder Instrumente, Thermometer und Gegenstände zur sexuellen Stimulation können versehentlich im Mastdarm stecken bleiben, nachdem sie durch den After eingeführt wurden. Drogenpäckchen, die eingeführt wurden, um legalen Kontrollen zu entgehen, können absichtlich eingeführt worden sein, aber unabsichtlich stecken bleiben.

Symptome

Wenn beim Stuhlgang plötzlich unsägliche Schmerzen auftreten, ist dies ein Hinweis darauf, dass ein Fremdkörper, meist am Übergang zwischen Mastdarm und After, in die Darmwand eindringt. Weitere Symptome hängen von Größe und Form des Fremdkörpers ab, sowie davon, wie lange er sich schon dort befindet und ob er eine Infektion verursacht und die Darmwand perforiert (durchbrochen) hat.

Diagnose

  • Ärztliche Untersuchung

  • Bisweilen bildgebende Untersuchung des Bauches und des Brustkorbs

Ein Arzt kann den Gegenstand während der Untersuchung mit einem behandschuhten Finger ertasten.

Mit Röntgenaufnahmen des Bauches und des Brustkorbs kann der Gegenstand identifiziert werden und es kann festgestellt werden, welche Komplikationen aufgetreten sind. Eine Computertomographie (CT) kann erstellt werden, wenn der Gegenstand auf Röntgenaufnahmen nicht identifiziert werden kann.

Behandlung

  • Wenn das Objekt ertastet werden kann, Entfernung mit Mastdarm-Retraktor

  • Wenn der Gegenstand nicht ertastet werden kann, operative Entfernung

  • Nach Entfernung Sigmoidoskopie

Wenn der Arzt den Gegenstand ertasten kann, wird in der Regel ein Mittel zur örtlichen Betäubung unter die Haut und die Wand am After gespritzt. Anschließend kann der After mit einem Instrument, einem Mastdarm-Retraktor, geweitet und der Fremdkörper gegriffen und herausgeholt werden. Manchmal wird eine Vollnarkose verabreicht, damit sich der After entspannt und der Gegenstand ohne Operation entfernt werden kann.

Wenn ein Arzt den Gegenstand nicht ertasten kann oder wenn der Gegenstand durch den After weder zu sehen noch zu entfernen ist, wartet der Arzt, bis die natürlichen wellenartigen Bewegungen des Dickdarms (Peristaltik genannt) den Gegenstand nach unten bringen, damit er entfernt werden kann.

Kann der Arzt den Fremdkörper dann immer noch nicht entfernen, muss der Patient in ein Krankenhaus eingewiesen und operiert werden. Während der Operation erhält der Betroffene entweder eine Teil- oder Vollnarkose. Dann wird der Gegenstand vorsichtig aus dem After entfernt. In seltenen Fällen muss der After aufgeschnitten werden, damit der Gegenstand entfernt werden kann.

Nach der Entfernung des Gegenstands führt der Arzt eine Sigmoidoskopie durch (ein biegsamer Schlauch wird in den After eingeführt, um den unteren Dickdarmabschnitt, den Mastdarm und den After zu betrachten), um festzustellen, ob der Mastdarm perforiert oder anderweitig verletzt wurde.

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