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Krankengeschichte und körperliche Untersuchung bei Erkrankungen des Verdauungssystems

Von

Jonathan Gotfried

, MD, Lewis Katz School of Medicine at Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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In der Regel kann der Arzt anhand der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung feststellen, ob jemand eine Erkrankung des Verdauungssystems hat. Er kann dann die geeigneten Verfahren auswählen, um die Diagnose zu bestätigen, Ausmaß und Schweregrad der Erkrankung zu bestimmen und um die Behandlung zu planen.

Krankengeschichte

Ein Arzt erkennt die Symptome, indem er eine Person befragt und so die Krankengeschichte erhebt und spezifische Fragen stellt, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Wenn er beispielsweise mit jemandem spricht, der Bauchschmerzen hat, kann er als Erstes fragen: „Wie fühlen sich die Schmerzen an?‟ An diese Frage kann z. B. anschließen: „Werden die Schmerzen nach dem Essen besser?‟ Oder: „Werden die Schmerzen bei Bewegung schlimmer?“

Körperliche Untersuchung

Zuerst betrachtet der Arzt den Bauch aus verschiedenen Blickwinkeln und prüft, ob die Bauchdecke durch das abnorme Wachstum oder die Vergrößerung eines Organs gedehnt (aufgebläht) ist. Mit einem Stethoskop hört der Arzt den Bauch auf die Geräusche ab, die für gewöhnlich beim Transport von Material durch den Darm auftreten, und achtet dabei auf abnorme Töne. Der Arzt tastet nach empfindlichen Stellen, ungewöhnlichen Massen oder vergrößerten Organen. Schmerzen, die durch leichten Druck auf den Bauch entstehen und zunehmen, wenn der Druck nachlässt (Loslassschmerz), weisen in der Regel auf eine Entzündung und manchmal eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) hin.

After und Mastdarm werden mit einem behandschuhten Finger untersucht, und eine kleine Stuhlprobe wird manchmal auf verstecktes (okkultes) Blut getestet. Bei Frauen hilft oft eine Beckenuntersuchung, um Verdauungsprobleme von gynäkologischen Problemen zu unterscheiden.

Psychologische Bewertung

Da das Verdauungssystem und das Gehirn sich stark gegenseitig beeinflussen ({blank} Wechselwirkungen zwischen Geist und Körper), ist manchmal bei der Beurteilung von Verdauungsproblemen eine psychologische Bewertung erforderlich. In diesen Fällen unterstellen die Ärzte nicht, dass die Verdauungsprobleme erfunden oder Einbildung sind. Vielmehr ist es so, dass die Verdauungsprobleme möglicherweise durch Angst, Depressionen oder andere behandelbare psychische Störungen verursacht werden. Solche Störungen können sich auf die Aktivität der Kontraktionen des Verdauungssystems auswirken, beziehungsweise beeinflussen, wie sensibel Personen auf diese Empfindungen reagieren.

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