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Intrakranieller epiduraler Abszess und subdurales Empyem

Von

John E. Greenlee

, MD, University of Utah School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Quellen zum Thema

Ein intrakranieller epiduraler Abszess ist eine Eitertasche, die zwischen dem Schädel und der obersten Gewebeschicht (Dura mater), die das Gehirn umgibt, entsteht. Ein subdurales Empyem ist eine Eitertasche, die sich zwischen den äußeren (Dura mater) und mittleren (Arachnoidea) Gewebeschichten, die das Gehirn bedecken, entwickelt.

  • Intrakranielle epidurale Abszesse und subdurale Empyeme können durch eine Nasennebenhöhlen- oder Ohrenentzündung oder durch Erkrankungen entstehen, die Bakterien in den Schädel eindringen lassen, wie z. B. eine Kopfverletzung oder eine Kopfoperation.

  • Über mehrere Tage können Fieber, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Erbrechen, Krampfanfälle, ein steifer Nacken und andere Anzeichen einer Funktionsstörung des Gehirns auftreten.

  • Ohne Behandlung schreiten die Symptome schnell voran und es kommt zu Koma und Tod.

  • Zur Diagnose dieser Erkrankungen wird eine Magnetresonanztomographie oder eine Computertomographie mit einem Kontrastmittel durchgeführt.

  • Die Behandlung umfasst chirurgische Drainage, Antibiotika und manchmal Medikamente zur Vorbeugung von Krampfanfällen oder zur Senkung des Drucks im Schädel.

Intrakranielle epidurale Abszesse und subdurale Empyeme entstehen außerhalb des Gehirns aber im Schädel (intrakraniell).

  • Intrakranieller epiduraler Abszess: Zwischen der Dura mater (der äußersten Gewebeschicht, die das Gehirn überzieht) und dem Schädel

  • Subdurales Empyem: Zwischen der Arachnoidea mater (der mittleren Gewebeschicht, die das Gehirn überzieht) und der Dura mater

Hirnhäute

Innerhalb des Schädels ist das Gehirn von drei Gewebeschichten, den Hirnhäuten (Meningen), überzogen:

  • Dura mater (äußere Schicht)

  • Arachnoidea (mittlere Schicht)

  • Pia mater (innere Schicht)

Ein intrakranieller epiduraler Abszess entsteht zwischen der Dura mater und dem Schädel. Ein subdurales Empyem entsteht zwischen der Arachnoidea und der Dura mater.

Hirnhäute

Ursachen

Epidurale Abszesse und subdurale Empyeme können folgende Ursachen haben:

  • Eine schwere Ohreninfektion (wie z. B. chronische Mittelohrentzündung)

  • Eine Kopfverletzung, durch die Bakterien in den Schädel gelangen können

  • Eine Operation am Kopf, durch die Bakterien in den Schädel gelangen können

  • In seltenen Fällen eine Blutinfektion

Die gleichen Bakterienarten, die Hirnabszesse verursachen (wie z. B. Staphylococcus aureus und Bacteroides fragilis), können epidurale Abszesse und subdurale Empyeme verursachen.

Bei Kindern unter 5 Jahren ist die Ursache häufig eine bakterielle Meningitis. Da Meningitis heutzutage bei Kindern selten auftritt, sind epidurale Abszesse und subdurale Empyeme bei Kindern ebenfalls selten.

Symptome

Ebenso wie ein Hirnabszess können ein epiduraler Abszess oder ein subdurales Empyem Fieber, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Erbrechen, Krampfanfälle, einen steifen Nacken und andere Zeichen einer Fehlfunktion des Gehirns auslösen.

Die Symptome können sich innerhalb mehrerer Tage entwickeln. Meningitis oder ein Hirnabszess können sich entwickeln. Oder ein Blutgerinnsel kann in einer großen Vene (Hirnsinus), die Blut vom Gehirn abträgt, entstehen.

Ohne Behandlung schreiten die Symptome schnell voran, und es kommt insbesondere bei Menschen mit einem subduralen Empyem zu Koma und Tod.

Diagnose

  • Magnetresonanztomographie oder Computertomographie

Um einen epiduralen Abszess oder ein subdurales Empyem zu diagnostizieren, wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, nachdem Gadolinium intravenös injiziert wurde. Mit Gadolinium (ein MRT-Kontrastmittel) sind Abszesse und Empyeme auf MRT-Aufnahmen besser sichtbar. Wenn kein MRT möglich ist, kann eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden, nachdem ein Röntgenkontrastmittel (mit dem Abszesse und Empyeme auf CT-Aufnahmen besser sichtbar sind) intravenös injiziert wurde.

Blut- und Gewebeproben werden ins Labor geschickt, damit aus etwaigen Bakterien zu Identifikationszwecken eine Kultur angelegt werden kann.

Eine Spinalpunktion (Lumbalpunktion) gibt wenig Aufschluss und kann sogar gefährlich sein. Wenn ein großes Empyem oder eine andere Masse (z. B. ein Abszess) im Gehirn vorhanden ist, kann die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit dazu führen, dass das Gehirn nach unten rutscht und durch eine kleine natürliche Öffnung in dem Gewebe gedrückt wird, das das Gehirn in Kompartimente unterteilt (dies wird als Einklemmung des Gehirns bezeichnet). Der daraus entstehende Schaden kann tödlich sein.

Behandlung

  • Ableitung des Eiters

  • Antibiotika und manchmal andere Arzneimittel

Bei Säuglingen kann unter Umständen durch eine Fontanelle (eine weiche Stelle zwischen den Schädelknochen) eine Nadel direkt in den Abszess oder das Empyem eingeführt werden, um den Eiter zu drainieren, den Hirndruck zu verringern und die Diagnose zu sichern.

Epidurale Abszesse und subdurale Empyeme müssen operativ drainiert werden. Wenn es aufgrund einer Fehlbildung in den Nasennebenhöhlen oder des Mittelohrs zu der Infektion gekommen ist, werden diese Fehlbildungen in der Regel gleichzeitig chirurgisch korrigiert.

Antibiotika (wie Cefotaxim oder Ceftriaxon, Metronidazol und Vancomycin) werden intravenös verabreicht.

Möglicherweise sind Antiepileptika erforderlich, um Krampfanfälle zu kontrollieren, und es können Maßnahmen nötig sein, um den Druck im Schädel zu verringern. Es können unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Anwendung von Diuretika, mit denen die Flüssigkeitsmenge im Körper verringert wird

  • Kortikosteroide, die Entzündungen und Schwellungen reduzieren

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