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Lakritze/Süßholz

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Natürliches Süßholz, das einen sehr süßen Geschmack hat, wird aus der Wurzel eines Strauchs extrahiert und medizinisch als Kapsel, Tablette oder Flüssigextrakt verwendet. Die meisten in den USA produzierten Lakritz-Süßwaren sind künstlich aromatisiert und bestehen nicht aus natürlichem Süßholz. Natürliches Süßholz enthält Glycyrrhizin als aktiven Inhaltsstoff. Für Verbraucher, die besonders empfindlich auf Glycyrrhizin reagieren, gibt es in den USA Lakritzprodukte im Handel, denen der Großteil des Glycyrrhizins entzogen wurde, sodass sie nur noch etwa ein Zehntel der üblichen Menge enthalten. Diese Produkte werden in den USA als glycyrrhizinfreie Lakritze bezeichnet.

Wussten Sie ...

  • Die meisten in den USA produzierten Lakritz-Süßwaren sind künstlich aromatisiert und bestehen nicht aus natürlichem Süßholz.

Anwendungsgebiete

Meist wird auf Süßholz zurückgegriffen, um Husten zu unterdrücken, Halsschmerzen zu lindern und bei Magenproblemen Abhilfe zu schaffen. Äußerlich angewendet soll es gereizte Haut beruhigen (z. B. ein Ekzem). Lakritze wird ebenfalls zur Behandlung von Magengeschwüren und Komplikationen durch Hepatitis C oder anderen Lebererkrankungen verordnet. Es fehlen jedoch Belege dazu.

Mögliche Nebenwirkungen

Wenn Lakritze normal und in geringen Dosen konsumiert wird, führt sie zu wenigen Nebenwirkungen. In höheren Dosen bewirkt Glycyrrhizin jedoch, dass die Nieren Salz und Wasser zurückhalten, was möglicherweise zu Bluthochdruck führt. Es löst weiterhin eine Kaliumausscheidung über die Nieren aus, wodurch möglicherweise der Kaliumspiegel im Blut abfällt. Eine gesteigerte Kaliumausscheidung kann sich bei Herzkrankheiten und für Personen als besonders problematisch erweisen, die Digoxin oder Diuretika einnehmen, da diese Medikamente ebenfalls die Kaliumausscheidung im Harn erhöhen. Bei deren Anwendung und bei Bluthochdruck sollte auf Lakritze verzichtet werden.

Lakritze kann das Risiko für Frühgeburten erhöhen. Daher sollten schwangere Frauen auf Lakritze/Süßholz verzichten.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

Eine gesteigerte Kaliumausscheidung kann sich für Personen als besonders problematisch erweisen, die Digoxin oder Diuretika einnehmen, da diese Medikamente ebenfalls die Kaliumausscheidung im Harn erhöhen. Diese Personen sollten Lakritze/Süßholz daher meiden. Es kann zu einer Wechselwirkung zwischen Lakritze/Süßholz und Warfarin kommen, die die Wirkung von Warfarin wieder senkt, wodurch das Risiko für Blutgerinnsel wieder steigt.

Weitere Informationen über Lakritze

Bei dem Folgenden handelt es sich um ein englischsprachiges Hilfsmittel, das nützlich sein kann. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

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