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Knoblauch

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Knoblauch wird schon seit langem zum Kochen und in der Medizin verwendet. Durch Kleinschneiden oder Zerdrücken einer Knoblauchzehe wird das Aminosäurenebenprodukt Allicin freigesetzt. Allicin ist sowohl für den typischen Knoblauchgeruch als auch für die medizinischen Eigenschaften verantwortlich.

Da die Wirkstoffe zerstört werden, wenn Knoblauch zerquetscht wird, hängt die Menge des aktiven Wirkstoffs sehr davon ab, wie der Knoblauch zubereitet wird. Knoblauchextrakte (AGE), die aus Knoblauch hergestellt werden, der mindestens 20 Monate reifen konnte, enthält mehr stabile aktive Substanzen als die meisten anderen Formen. Die Einnahme von Knoblauch-Ergänzungsmitteln scheint die größten gesundheitlichen Vorteile und weniger Nebenwirkungen zu bieten.

Anwendungsgebiete

Knoblauch reduziert die normale Gerinnungsneigung von Blutzellen, die beim Aufhalten einer Blutung unterstützend wirken (Thrombozyten). Antiseptische und antibakterielle Eigenschaften von Knoblauch beruhen darauf, dass er die Vermehrung von Mikroorganismen (z. B. Bakterien) verhindert. In hoher Dosierung kann Knoblauch den Blutdruck senken. Die Wirkung von Knoblauch auf die Senkung des Cholesterinspiegels schwankt. Studien haben aber gezeigt, dass er den Spiegel des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins (Low-Density-Lipoprotein, kurz LDL) senkt. Behauptungen, dass Knoblauch bei der Krebsvorbeugung helfen kann, sind jedoch kaum belegt. Knoblauch kann den Nüchternblutzuckerspiegel senken.

In den meisten Studien wurden ältere Knoblauchextrakte untersucht. Ob Präparate, bei welchen der knoblauchtypische Körpergeruch eingedämmt oder verhindert sein soll, gleichermaßen wirksam sind, ist noch nicht ausreichend nachgewiesen.

Mögliche Nebenwirkungen

Normalerweise besteht die einzige unangenehme Nebenwirkung in dem deutlichen Geruch von Atem und Körper bzw. Geschmack der Muttermilch nach Knoblauch. Der Verzehr großer Mengen Knoblauch kann Übelkeit und ein Brennen in Mund, Speiseröhre und Magen hervorrufen.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

Knoblauch kann die Wirkung von Medikamenten wie Marcumar oder Warfarin beeinflussen, die die Bildung von Blutgerinnseln verhindern, und kann dabei das Blutungsrisiko erhöhen. Daher sollte Knoblauch eine Woche vor einem chirurgischen oder einem zahnärztlichen Eingriff nicht verzehrt oder als Ergänzungspräparat eingenommen werden. Es kann zu einer Wechselwirkung zwischen Knoblauch und Medikamenten kommen, die bei einer Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) eingenommen werden, und deren Wirkung mindern. Auch eine Wechselwirkung mit Medikamenten zur Senkung des Blutzuckerspiegels ist möglich, wodurch dieser zu stark abfallen kann.

Weitere Informationen

  • NIH National Center for Complementary and Integrative Health: Garlic

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