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Ginseng

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Ginseng wird gewöhnlich aus zwei Pflanzenarten gewonnen: Aus amerikanischem Ginseng und asiatischem Ginseng. Amerikanischer Ginseng ist milder als asiatischer Ginseng. Ginseng ist in vielerlei Formen erhältlich, beispielsweise als frische und getrocknete Wurzel, als Extrakt, Lösung, Kapsel, Tablette, Kosmetikartikel, Limonade und Tee. Die aktiven Bestandteile sind Panaxosid im amerikanischen Ginseng und Ginsenosid im asiatischen Ginseng.

Der sibirische Ginseng ist kein echter Ginseng und enthält andere aktive Bestandteile.

Die Qualität von Ginsengprodukten variiert stark, da aktive Inhaltsstoffe oft nur geringfügig oder überhaupt nicht vorhanden sind. In sehr wenigen Fällen wurden asiatische Ginsengprodukte absichtlich mit Alraunwurzel gemischt, um ein Erbrechen herbeizuführen. Auch die Medikamente Phenylbutazon oder Aminopyrin, die in den USA aufgrund nicht akzeptabler Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden, waren in Ginsengprodukten enthalten.

Anwendungsgebiete

Ginseng wird meist eingenommen, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern, die Energiereserven zu erhöhen und die schädlichen Auswirkungen von Stress und Alterungsprozessen abzumildern. Es gibt keine überzeugenden Belege dafür, dass Ginseng bei gesunden oder Demenz-kranken Menschen die geistigen Fähigkeiten verbessert. Auch gilt es für viele als Mittel zur Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit, dabei auch zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, ED) Die erektile Dysfunktion (ED) bezeichnet die Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen bzw. für den Geschlechtsverkehr ausreichend aufrechtzuerhalten. (Siehe auch Überblick über sexuelle Funktionsstörungen... Erfahren Sie mehr . Ginseng kann den Blutzucker senken und den Spiegel des „guten“ HDL-Cholesterins anheben. Ginseng kann auch die Immunfunktion verbessern. Eine Studie ergab, dass die Pflanze Erkältungen zwar nicht vorbeugte, aber ihre Dauer verkürzte.

Der Nachweis mancher Wirkungen von Ginseng ist schwierig, weil ein Energiezuwachs und andere Wirkungen auf die Lebensqualität schwer zu messen sind. In einer Studie an Diabetikern reduzierte Ginseng die Blutzuckerspiegel und hob einem subjektiven Bericht zufolge die Stimmung und die Lebensenergie. In einer großen, jedoch zeitlich begrenzten Studie verbesserte Ginseng subjektiven Berichten der Teilnehmer zufolge die Lebensqualität.

Mögliche Nebenwirkungen

Ginseng ist nach bisherigen Aufzeichnungen ziemlich sicher. Jedoch empfehlen manche Behörden, die Anwendung von Ginseng auf drei Monate zu beschränken, da ansonsten möglicherweise Nebenwirkungen auftreten können. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Nervosität und Erregbarkeit, die jedoch gewöhnlich nach wenigen Tagen wieder nachlassen. Die Konzentrationsfähigkeit kann zurückgehen, und der Blutzucker kann ungewohnt tief absinken (bis hin zur Unterzuckerung). Weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, allergische Reaktionen, Schlaf- und Verdauungsprobleme, Spannungen in der Brust und unregelmäßige Monatsblutungen. Da Ginseng östrogenartige Wirkungen hat, sollten Schwangere, Stillende und Kinder ihn nicht verwenden.

Vereinzelt wird von ernsteren Nebenwirkungen wie Asthmaanfällen, erhöhtem Blutdruck, Herzklopfen und Menstruationsblutungen bei Frauen nach den Wechseljahren berichtet. Für viele Personen hat Ginseng einen unangenehmen Geschmack.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

Ginseng kann Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Medikamenten, Aspirin, anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), Kortikosteroiden, Digoxin, östrogenhaltigen Mitteln, Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmern (gegen Depressionen) und Blutzucker senkenden Medikamenten (Hypoglykämika, zur Behandlung von Diabetes) eingehen.

Weitere Informationen über Ginseng

Bei dem Folgenden handelt es sich um ein englischsprachiges Hilfsmittel, das nützlich sein kann. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

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