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Ginkgo

Von

Laura Shane-McWhorter

, PharmD, University of Utah College of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Ginkgo wird aus den Blättern des Ginkgobaums gewonnen, der gemeinhin als Zierpflanze wächst. Die Blätter enthalten zahlreiche biologisch aktive Substanzen, wie zum Beispiel Ginkgolide und Flavonoide. Ginkgo ist eines der am häufigsten verwendeten heilpflanzlichen Ergänzungspräparate.

Die Ginkgofrucht findet bei der Herstellung von Ginkgoprodukten wegen ihres üblen Geruchs keine Verwendung. Der Kontakt mit dem Fruchtfleisch aus Ginkgofrüchten, die unter weiblichen Gingko-Bäumen zu finden sind, kann zu schweren Hautentzündungen (Dermatitis) führen. Die Fruchtsamen sind giftig und können zu Krampfanfällen, in großen Mengen auch zum Tod führen.

Anwendungsgebiete

Ginkgo verringert die Neigung der Blutzellen, die eine Blutung stillen (Thrombozyten), sich zusammenzuballen, erweitert die Blutgefäße mit gleichzeitiger Verbesserung der Durchblutung und lindert Entzündungen. Ginkgo wird zu vielerlei Zwecken eingenommen, z. B. zur Verbesserung der Durchblutung der Unterschenkel bei atherosklerotischer Gefäßerkrankung der Beinarterien (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und zur Behandlung einer Demenz (z. B. bei Alzheimer-Krankheit). In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Ginkgo den Zustand von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit bessert, allerdings ist der Nutzen sehr gering. Die Betroffenen konnten nach Anwendung von Ginkgo-Präparaten eine längere Strecke ohne Schmerzen zurücklegen. Den Ergebnissen einer großen klinischen Studie zufolge scheint ein Nutzen von Ginkgo bei Demenz unwahrscheinlich. In dieser Studie konnte Ginkgo die Entwicklung von Demenz und der Alzheimer-Krankheit bei älteren Menschen nicht verlangsamen. Eine frühere große klinische Studie in den USA wies jedoch darauf hin, dass Ginkgo die geistigen und sozialen Fähigkeiten von Menschen mit leichter bis moderater Demenz vorübergehend stabilisierte.

Studien zeigen, dass Ginkgo dabei helfen kann, die altersbedingte Makuladegeneration, eine Erkrankung der Augen, zu verlangsamen. Laut älteren Belegen aus der Forschung hilft Ginkgo dabei, das Klingeln in den Ohren zu lindern (Tinnitus). Neuere Informationen wiederum deuten darauf hin, dass Ginkgo nicht bei Menschen hilft, deren Hauptproblem Tinnitus ist. Ginkgo kann die Höhenkrankheit bei manchen Menschen verhindern. Ginkgo kann Nierenschäden durch das Immunsuppressivum Cyclosporin vorbeugen.

Mögliche Nebenwirkungen

Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen können auftreten.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten

Ginkgo kann die Wirkung von gerinnungshemmenden Medikamenten, Aspirin und anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beeinflussen. Ginkgo kann auch die Wirksamkeit von krampflösenden Mitteln (Antiepileptika) verringern.

Weitere Informationen

  • NIH National Center for Complementary and Integrative Health: Ginkgo

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