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Anpassung der Prothese

Von

Jan J. Stokosa

, CP, Stokosa Prosthetic Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2021| Inhalt zuletzt geändert Jan 2021
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Es gibt viele Optionen für Prothesen. Der Anpassungsprozess folgt jedoch immer den gleichen Schritten, unabhängig von den ausgewählten Optionen. Wenn der Schaft gut sitzt und gut funktioniert, werden die Patienten für Trainingseinheiten an folgende Gesundheitsdienstleistungen überwiesen: Physiotherapie und Ergotherapie. Wenn sich der amputierte Patient an die Prothesen gewöhnt hat, kann der Orthopädietechniker Anpassungen vornehmen, um die Funktion weiter zu optimieren und den Kraftaufwand zu reduzieren. (Siehe auch Überblick über Prothesen.)

Eine Prothese besteht aus 7 Grundelementen:

  • Gelpad-Kontaktfläche für Gliedmaßenstumpf: Ein Silikongel- oder viskoelastisches Material, das die Haut schützt und den Druck verteilt

  • Ein Aufhängungssystem: Verbindet die Prothese mit dem Körper

  • Ein Schaft: Ein starrer Schaft aus Kunststoff, in den die verbleibende Gliedmaße mit der Gelpad-Kontaktfläche eingeführt wird (es kann einen inneren flexiblen Hauptaufsatz geben, der den Druck verteilt)

  • Gelenke (Knöchel, Knie, Handgelenk, Ellenbogen) und Körperglieder (Hand, Fuß)

  • Die Verbindungen bei modularen Endoskelettsystemen: Sie verbinden die prothetischen Gelenke und Körperglieder miteinander und sorgen dafür, dass Anpassungen möglich sind

  • Anatomische Form: Weiches Schaummaterial, das die Muskelkonturen nachahmt und die Komponenten des Endoskeletts schützt

  • Kunststoffhaut: Dünne Schicht im Ton der Hautfarbe, die über die anatomische Form gezogen wird

Während des Anpassungsprozesses erstellt der Orthopädietechniker einen Abdruck der verbleibenden Gliedmaße (Stumpf) mit Gipsverbänden oder Fiberglasverbänden oder mittels digitaler bildgebender Verfahren. Der Abdruck oder das digitale Bild wird verwendet, um daraus ein Modell der Gliedmaße nachzubilden, das dann modifiziert wird, damit die Prothese besser mit den individuellen Merkmalen der verbleibenden Gliedmaße des Patienten übereinstimmt.

Um das Modell wird ein Schaft gebildet. Dieser Schaft wird in eine diagnostische Prothese eingebaut, um verschiedene Komponentenkombinationen zu testen und zu bestimmen, welche Option den meisten Komfort, Stabilität, Funktion und Effizienz bringt. Da ein guter Sitz des prothetischen Schafts so wichtig ist, können Orthopädietechniker mehrere Versuche unternehmen, bis sie einen Schaft mit optimalem Komfort und Stabilität erstellt haben.

Sobald der Schaft angepasst ist und die Komponenten und das Design bestimmt wurden, wird der endgültige Schaft hergestellt, in der Regel aus Kohlefaser und anderen haltbaren Materialien. Dann wird die endgültige Prothese ausgerichtet und optimiert. Das äußere Erscheinungsbild wird erstellt, entweder der Anatomie entsprechend oder mit unbedeckten Komponenten. Für die Anpassung sind 7 bis 18 Termine nötig, je nach Komplexität, und etwa 16 Produktionsschritte.

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