Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Wählen Sie COVID-19 News 

Ressourcen-Startseite von COVID-19
  

The Manual trägt einige der wichtigsten Nachrichten in Bezug auf COVID-19 zusammen, um Menschen zu helfen, auf dem Laufenden zu bleiben.

               


  4. August 2020

  Frühere Exposition gegenüber den Coronaviren, die eine gewöhnliche Erkältung verursachen, kann den Schweregrad der SARS-CoV-2-Symptome beeinflussen

In einem Online-Artikel vom 29. Juli 2020 im Science Magazine wurde über eine Studie berichtet, die als Vordruck in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde und aufzeigte, dass gesunde Personen Immunzellen besaßen, die in der Lage waren, das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zu erkennen. Die Forscher legten nahe, dass diese Kreuzreaktivität auf eine frühere Exposition gegenüber „gewöhnlichen Erkältungs“-Coronaviren zurückzuführen ist und eine Rolle im Spektrum des Schweregrads der Symptome in der Pandemie spielen kann. Helfer-T-Zellen von gesunden Personen ohne bekannte Exposition gegenüber COVID-19 wurden Fragmenten des Spikes des SARS-CoV-2-Proteins ausgesetzt. Bei 35 % der gesunden Personen waren die Gedächtnishelfer-T-Zellen in der Lage, die Fragmente von SARS-CoV-2 zu erkennen. Der Artikel erörtert allgemeine Informationen über die Immunreaktion des Körpers, die Auswirkungen der Studienergebnisse und zukünftige Pläne der Forscher zur weiteren Untersuchung, wie das Spektrum der immunologischen Faktoren mit Symptomen zusammenhängt.

Link zum Science Magazinehttps://scienmag.com/could-prior-exposure-to-common-cold-viruses-affect-the-severity-of-sars-cov-2-symptoms/

Link zu Naturehttps://www.nature.com/articles/s41586-020-2598-9

 
            

  30. Juli 2020

  Rascher Zerfall von Anti-SARS-CoV-2-Antikörpern

In einer Korrespondenz, veröffentlicht in The New England Journal of Medicine,  berichteten Forscher von der David Geffen School of Medicine an der University of California über eine kleine Studie an 31 Teilnehmern, die von einer leichten COVID-19-Erkrankung genesen waren und deren Konzentrationen von Antikörpern gegen das SARS CoV-2-Virus quantifiziert wurden. Die Messungen zeigten einen raschen Zerfall von Anti-SARS-CoV-2-Antikörpern. Die Autoren merkten an, dass eine kürzlich durchgeführte Studie auf einen raschen Zerfall dieser Antikörper hindeutete, doch die Rate wurde nicht im Einzelnen beschrieben. In der aktuellen Studie wurde die erste Konzentration von Antikörpern 37 Tage nach dem Einsetzen der Symptome erfasst (Bereich: 18 bis 65) und die letzte Messung wurde 86 Tage nach dem Einsetzen der Symptome erhalten (Bereich: 44 bis 119)Die mittlere Abnahme der Konzentration von Antikörpern deutete auf eine Halbwertszeit von etwa 36 Tagen über den Beobachtungszeitraum hin. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der frühe Zerfall der Antikörper nach einer akuten viralen Exposition Bedenken aufkommen lässt, dass die humorale Immunität gegen SARS-CoV-2 bei Personen mit leichter Erkrankung möglicherweise nicht lange anhält. Sie äußerten Besorgnis hinsichtlich der antikörperbasierten Immunitätsausweise, der Herdenimmunität und eventuell der Dauerhaftigkeit von Impfstoffen angesichts ihrer Ergebnisse und dessen, was bereits über die allgemeinen menschlichen Coronaviren bekannt ist.

Link: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc2025179

          

  29. Juli 2020

  FDA warnt Verbraucher und medizinische Fachkräfte, bestimmte Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis nicht zu verwenden

In einer Pressemitteilung vom 27. Juli 2020, wiederholte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ihre Warnung, bestimmte Handdesinfektionsmittel, die Methanol enthalten, nicht zu verwenden. Es gab eine zunehmende Anzahl unerwünschter Ereignisse, einschließlich Blindheit, Herzfehlern, Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem sowie Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. In der Pressemitteilung wurde außerdem über die jüngsten Durchführungsbemühungen der FDA berichtet, um bestimmte Handdesinfektionsmittel nicht ins Land zu lassen. Die FDA betont, dass Verbraucher darauf achten müssen, welche Handdesinfektionsmittel sie verwenden, und ermahnt Konsumenten, die Anwendung sämtlicher Handdesinfektionsmittel auf der Liste der gefährlichen Handdesinfektionsmittel der FDA unverzüglich zu stoppen. Methanol, allgemein als Holzspiritus bekannt, ist eine gefährliche Substanz. Die Exposition kann zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, verschwommenem Sehen, dauerhafter Blindheit, Krampfanfällen, Koma, permanenter Schädigung des Nervensystems oder zum Tod führen. Bei Personen, die diese Produkte auf ihren Händen anwenden, besteht das Risiko einer Methanol-Vergiftung; Kleinkinder, die diese Produkte schlucken, oder Jugendliche und Erwachsene, die diese Produkte als Alkoholersatz trinken, sind jedoch am meisten gefährdet.

Link: https://www.fda.gov/drugs/drug-safety-and-availability/fda-updates-hand-sanitizers-methanol#products

        

  23. Juli 2020

  Argumentation für eine Aerosol-Übertragung von SARS-CoV-2

Kimberly Prather, Chair of Atmospheric Chemistry am Scripps Institute of Oceanography, University of California San Diego, und ihre Kollegen verfassten einen in Science veröffentlichten Artikel, in dem sie dafür argumentieren, dass SARS-CoV-2 durch Aerosole übertragen werden kann, und in dem die Wissenschaft und die Argumentationslinie erklärt wird, weshalb eine Übertragung durch Aerosole auftreten kann und auch auftritt. Dr. Prather merkt an, dass in Anbetracht dessen, wie wenig über die Entstehung und das Verhalten von infektiösen Atemtröpfchen, die durch die Luft übertragen werden, bekannt ist, sich die Definition eines sicheren Abstands für eine soziale Distanzierung schwierig gestaltet. Sie sagt, dass in der Annahme, dass sich die SARS-CoV-2-Virione (die vollständige, infektiöse Form eines Virus) in Submikron-Aerosolen befinden, wie es bei Influenzaviren der Fall ist, ausgeatmeter Zigarettenrauch, der ebenfalls Submikron-Partikel enthält und wahrscheinlich den gleichen Strömungs- und Verdünnungsmustern folgt, einen guten Vergleich darstellt. „Der Abstand von einem Raucher, in dem man den Geruch des Zigarettenrauchs wahrnehmen kann, gibt die Distanz in der Umgebung an, in der man infektiöse Aerosole inhalieren könnte.“ Sie ist der Meinung, dass Masken wirksam sind und dass es wichtig ist, eine richtig sitzende Maske zu tragen, selbst wenn man sich 2 Meter voneinander entfernt befindet. 

Link: https://science.sciencemag.org/content/368/6498/1422

 
                

  20. Juli 2020

  Übertragung von SARS-CoV-2: Eine Kurzdarstellung der Weltgesundheitsorganisation

Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte am 9. Juli 2020 eine wissenschaftliche Kurzdarstellung, die das derzeitige Wissen über die Übertragung von COVID-19 aktualisiert. Die Kurzdarstellung wurde von der Weltgesundheitsorganisation und deren Partnern verfasst, um die Informationen, die aus Übersichtsartikeln und aus Veröffentlichungen in von Experten begutachteten Zeitschriften und aus veröffentlichten Manuskripten stammen, die als Vordruck ohne vorherige Expertenbegutachtung auf Preprint-Portalen veröffentlicht wurden, zusammenzulegen. In dem Dokument werden die verschiedenen Arten diskutiert, durch die das Virus übertragen werden kann, und wann Personen mit SARS-CoV-2 andere infizieren können. Die Kurzdarstellung erörtert auch die Frage, ob eine asymptomatische oder eine präsymptomatische Übertragung auftritt. Die Kurzdarstellung der Weltgesundheitsorganisation hebt hervor, dass das Verständnis darüber, wie sich die Infektion ausbreitet und wann und unter welchen Bedingungen das Virus übertragen wird, wichtige Folgen für die Strategien der Krankheitsprävention hat.

Link: https://www.who.int/news-room/commentaries/detail/transmission-of-sars-cov-2-implications-for-infection-prevention-precautions

 
     

  17. Juli 2020

  Mutter-zu-Fötus-Übertragung der SARS-CoV-2-Infektion

Es wurden einige Fälle einer Übertragung der SARS-CoV-2-Infektion auf Neugeborene beschrieben. Es ist jedoch unklar, ob die Infektion vor oder während der Geburt übertragen wurde oder ob sie durch einen Viruskontakt in der Umgebung verursacht wurde. In der Ausgabe der Zeitschrift Nature Communications vom 14. Juli 2020 berichteten Forscher über ein Neugeborenes, das über die Plazenta mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert wurde. Ärzte untersuchten die Plazenta und bestätigten, dass das Gewebe große Mengen des SARS-CoV-2-Virus enthielt. Das Neugeborene hatte Symptome einer Hirnverletzung, die denen älterer Patienten mit COVID-19 ähnlich waren.

Link: https://www.nature.com/articles/s41467-020-17436-6

 
    

  15. Juli 2020

  Eine italienische Studie ergibt, dass 81,9 % der Personen im Alter von 20 Jahren oder jünger nach einer Infektion mit dem Coronavirus keine Symptome zeigen

Nach Alter aufgeteilte Schätzungen der Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Symptomen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 sind spärlich. Die Strategien zur Kontrolle der Infektionsausbreitung, die sich auf die Testung der engen Kontakte der Personen mit der Infektion und die Isolation positiv getesteter Personen stützen, werden durch asymptomatische Infektionen, die leicht von den Überwachungsteams übersehen werden, beeinträchtigt. Von besonderer Bedeutung ist die Übertragung einer Infektion durch Kinder, da diese mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit Symptome zeigen. In einer Studie in der Lombardei in Italien wurden die engen Kontakte von 64.252 Personen mit durch ein Labor bestätigter SARS-CoV-2-Infektion klinisch überwacht. In der Studie wurde eine Gruppe von 3.420 infizierten Personen identifiziert, bei denen alle engen Kontaktpersonen entweder durch Nasenabstriche oder serologische Tests auf COVID-19 untersucht wurden. Dies ergab eine Gesamtstichprobengröße von 5.484 engen Kontakten. Unter den ausgewählten 5.484 engen Kontakten wurden 51,5 %, oder 2.824, positiv getestet. Von den 2.824 bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen waren 876, oder 31 %, symptomatisch. Als symptomatische Fälle wurden diejenigen definiert, die Symptome der oberen oder unteren Atemwege (z. B. Husten, Kurzatmigkeit) oder Fieber ≥ 37,5 °C zeigten. Die Daten wurden nach Alter aufgeteilt und die Forscher stellten fest, dass die Wahrscheinlichkeit, Symptome zu entwickeln, mit dem Alter zunahm:

  • Alter < 20 Jahre: 18,1 % entwickelten Symptome
  • Alter 20–39 Jahre: 22,4 % entwickelten Symptome
  • Alter 40–59 Jahre: 30,5 % entwickelten Symptome
  • Alter 60–79 Jahre: 35,5 % entwickelten Symptome
  • Alter > 80 Jahre: 64,6 % entwickelten Symptome

Die Autoren merkten an, dass der Beitrag asymptomatischer Infektionen zur Übertragung von SARS-CoV-2 nur schlecht in Zahlen gefasst ist, und dass die Schätzungen des Anteils der asymptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen in Abhängigkeit davon, welche Symptome in die Definition mit eingeschlossen wurden und wann diese festgestellt wurden, im Bereich von 17 bis 87 % liegen. Diese Studie zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion aufzuweisen, mit dem Alter steigt. Diese Studie stellt eine nützliche Information dar, die dazu führen kann, dass wir die Rolle von Kindern und jungen Erwachsenen in der Epidemiologie von COVID-19 besser verstehen.  Diese vorläufige Studie ist noch nicht in einer durch Experten begutachteten Zeitschrift erschienen. Die Autoren haben ihre Ergebnisse jedoch online auf der Preprint-Plattform arXiv verfügbar gemacht.

Link: https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/2006/2006.08471.pdf

 
    

  14. Juli 2020

  Ein Großteil der COVID-19-Patienten hatte nach Erholung von akuter Infektion anhaltende Symptome

Eine Studie, die von italienischen Forschern durchgeführt und im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde, ergab, dass ein Großteil der COVID-19-Patienten fortbestehende Symptome aufwies. Die Studie umfasste 143 Patienten, die nach Erholung von COVID-19 aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Alle Patienten hatten die Kriterien für eine Beendigung der Quarantäne erfüllt (kein Fieber an drei aufeinanderfolgenden Tagen, Besserung weiterer Symptome und zwei negative Testergebnisse für COVID-19 im Abstand von 24 Stunden). Die Patienten wurden im Durchschnitt 36 Tage nach der Entlassung in die Studie aufgenommen und hatten einen weiteren negativen PCR-Test auf COVID-19  zum Zeitpunkt der Aufnahme. Die Mehrheit der Patienten berichtete über Müdigkeit und Kurzatmigkeit als anhaltende Symptome. Zum Zeitpunkt der Beurteilung waren nur 12,6 % vollständig frei von COVID-19-bedingten Symptomen, während 30 % ein oder zwei Symptome und 55 % drei oder mehr Symptome aufwiesen. Keiner der Patienten hatte Fieber oder jegliche Anzeichen einer akuten Erkrankung. Bei 44,1 % der Patienten wurde eine schlechtere Lebensqualität beobachtet. Ein hoher Anteil von Personen berichtete Müdigkeit (53,1 %), Dyspnoe (43,4 %), Gelenkschmerzen (27,3 %) und Brustschmerzen (21,7 %). Die Forscher weisen darauf hin, dass, obwohl viel Aufmerksamkeit auf die akute Phase von COVID-19 gerichtet wird, eine kontinuierliche Überwachung nach der Entlassung hinsichtlich langanhaltender Effekte notwendig ist. Die Autoren merken an, dass die Studie Einschränkungen aufweist, da es sich um eine monozentrische Studie handelt und Informationen über Symptome, die der Patient vor der Infektion  hatte, nicht verfügbar waren. Darüber hinaus gab es keine Kontrollgruppe zum Vergleich.

Link: https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2768351                                                                                                                


  2. Juli 2020

 CDC erklären, schwangere Frauen haben ein größeres Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung

Laut einem neuen Bericht, der am 26. Juni 2020 online im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR) veröffentlicht wurde, weisen schwangere Frauen möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung auf. Bei Frauen im gebärfähigen Alter (15 bis 44 Jahre), die mit SARS-CoV-2 (dem Virus, das COVID-19 verursacht) infiziert waren, war die Schwangerschaft mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für einen Krankenhausaufenthalt, eine Einweisung in die Intensivpflegestation und für die Notwendigkeit einer mechanischen Beatmung verknüpft. Die Schwangerschaft stand jedoch nicht mit einem erhöhten Sterberisiko in Zusammenhang. Mit Stand vom 7. Juni gab es 8.207 Fälle von schwangeren Frauen, die den CDC als positiv auf COVID-19 getestet gemeldet wurden. Diese Frauen wurden mit den 83.205 Frauen im gebärfähigen Alter verglichen, die bekanntermaßen nicht schwanger waren und positiv auf COVID-19 getestet wurden. Es gab einen erheblich größeren Anteil an Krankenhauseinweisungen bei den schwangeren Frauen (31,5 %) im Vergleich zu den nicht schwangeren Frauen (5,8 %). Aufnahmen in die Intensivpflegestation wurden für 1,5 % der schwangeren Frauen im Vergleich zu 0,9 % ihrer nicht schwangeren Pendants berichtet, und eine mechanische Beatmung war für 0,5 % der schwangeren Frauen im Vergleich zu 0,3 % ihrer nicht schwangeren Pendants erforderlich. Hispano- und afroamerikanische Frauen scheinen eher mit SARS-CoV-2 während der Schwangerschaft infiziert zu werden. Die Autoren weisen darauf hin, dass Frauen während der Schwangerschaft physiologische und immunologische Veränderungen erleben, die das Risiko für eine schwerere Erkrankung infolge von Atemwegsinfektionen erhöhen könnten. Obwohl die Studie mehrere Einschränkungen aufweist, legen die Autoren dieses CDC-Berichts dar, dass „…schwangere Frauen auf ihr mögliches Risiko für eine schwere Erkrankung durch COVID-19 hingewiesen werden sollten. Schwangere Frauen und ihre Familien sollten Maßnahmen ergreifen, um ihre Gesundheit zu gewährleisten und die Ausbreitung der SARS-CoV-2-Infektion zu verhindern. Spezielle Maßnahmen, die schwangere Frauen ergreifen können, umfassen, nicht die Termine zur Schwangerschaftsfürsorge ausfallen zu lassen, Interaktionen mit anderen Menschen so weit wie möglich einzuschränken, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um bei der Interaktion mit anderen einer Erkrankung an COVID-19 vorzubeugen, einen Vorrat an Medikamenten für mindestens 30 Tage zu haben und mit ihrem Gesundheitsdienstleister darüber zu sprechen, wie man während der COVID-19-Pandemie gesund bleibt. Um bei schwangeren Frauen schwerwiegende Auswirkungen aufgrund von COVID-19 zu verringern, sollte Nachdruck auf Maßnahmen zur Vorbeugung einer SARS-CoV-2-Infektion gelegt werden, und potenzielle Hindernisse bezüglich der Einhaltung dieser Maßnahmen müssen angegangen werden.“

Link: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6925a1.htm?s_cid=mm6925a1_w

 
                                                                                                       

  29. Juni 2020

 Die Verringerung des täglichen CO2-Ausstoßes während der COVID-19-Einschränkungen

Laut einer am 17. Mai 2020 in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlichten Studie fiel die Menge an Kohlendioxid (CO2), die durch menschliche Tätigkeiten jeden Tag freigesetzt wurde, während des Höhepunkts der Coronavirus-Krise im frühen April um ganze 17 %. Staatliche Einschränkungsanordnungen (Quarantäne oder zu Hause bleiben), die zur Verringerung der Übertragung des Virus während der COVID-19-Pandemie verhängt wurden, haben die Nachfrage nach Energie in der ganzen Welt drastisch verändert. Der tägliche Ausstoß fiel vorübergehend auf Mengen, die zuletzt im Jahr 2006 beobachtet wurden. Die Analyse wurde von einem internationalen Team aus Forschern durchgeführt, die bei der Organisation Future Earth am sogenannten Global Carbon Project arbeiten, einer Initiative zur Nachverfolgung der Auswirkungen, die die durch Menschen erzeugten Treibhausgase auf den Planeten haben. Die Abnahme des CO2-Ausstoßes von 17 % trat im frühen April auf, als die Einschränkungsmaßnahmen auf der ganzen Welt ihren Höhepunkt erreicht hatten. Die Gesamtauswirkung auf den jährlichen Ausstoß 2020 hängt von der Dauer der Einschränkungen ab. Mit einer geringen Schätzung von etwa 4 % Verringerung, falls die Bedingungen, die vor der Pandemie geherrscht haben, im Juni wieder Einzug erhalten, und einer hohen Schätzung von etwa 7 % Verringerung, wenn einige der Einschränkungen bis Ende 2020 weltweit weiter bestehen bleiben. Die Autoren weisen darauf hin, dass die jährliche Abnahme des CO2-Ausstoßes zwischen 4,2 % und 7,5 % vergleichbar ist mit der Abnahme, die über das nächste Jahrzehnt hinweg jedes Jahres erzielt werden muss, um die Veränderung des Klimas auf 1,5 °C zu begrenzen. Dies hebt die Herausforderung hervor, die vor uns liegt, wenn wir dem Klimawandel in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaabkommen entgegenwirken wollen.

Link: https://www.nature.com/articles/s41558-020-0797-x


   23. Juni 2020

 Die Blutgruppe steht mit der Schwere der COVID-19-Erkrankung im Zusammenhang

Eine am 17. Juni 2020 in der Zeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie berichtet über eine genetische Analyse von mehr als 1.900 schwer kranken Patienten aus Spanien und Italien, die aufgrund von COVID-19 ein Atemversagen erlitten. Diese schwer erkrankten Patienten wurden mit mehr als 2.000 Patienten verglichen, die gesund waren. Einige davon hatten möglicherweise COVID-19, jedoch nur mit leichten oder gar keinen Symptomen. Frühere Studien haben darauf hingedeutet, dass die Blutgruppe einer Person die Anfälligkeit für COVID-19 beeinflussen könnte. Forscher stellten eine Genposition fest, die bei vielen der Patienten mit Atemversagen aufgrund von COVID-19 häufig vorgefunden wurde. Dieses Gen überschneidet sich auch mit einem Gen, das die Blutgruppe beeinflusst. Eine weitere Studie fand heraus, dass Menschen mit Blutgruppe A im Vergleich zu Menschen mit anderen Blutgruppen, ein deutlich höheres Risiko für ein Atemversagen durch COVID-19 aufwiesen. Blutgruppe O hatte eine schützende Wirkung. Die Ergebnisse geben nicht an, in welchem Zusammenhang die Blutgruppen bei COVID-19-Patienten mit einem Atemversagen stehen. Aber die Ergebnisse liefern Ärzten zusätzliche Hinweise, um vermuten zu können, welche Patienten ein höheres Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung haben könnten.

Link: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2020283?query=featured_coronavirus#article_references


 

  18. Juni 2020

 Begleiterkrankungen erhöhen Todesfälle bei COVID-19 um Faktor 12

Die Frühausgabe des Morbidity and Mortality Weekly Report der US-amerikanischen Centers for Disease Control vom 15. Juni beschreibt die demografischen Merkmale, Grunderkrankungen, Symptome und Ergebnisse von 1.320.488 laborbestätigten COVID-19-Fällen bis zum 30. Mai 2020. Insgesamt wurden 184.673 Patienten (14 %) stationär ins Krankenhaus aufgenommen, 29.837 (2 %) wurden auf eine Intensivstation (ITS) eingewiesen und 71.116 (5 %) verstarben. Unter den 287.320 Fällen (22 %) mit Daten zu den einzelnen Grunderkrankungen, waren die häufigsten Grunderkrankungen: Herzkreislauferkrankungen (32 %), Diabetes (30 %) und chronische Lungenerkrankungen (18 %). Krankenhausaufenthalte waren bei denjenigen, die Grunderkrankungen angaben, im Vergleich zu denjenigen, die keine Grunderkrankungen angaben, 6 Mal höher, und die Todesfälle 12 Mal höher. Die CDC sind der Meinung, dass die Ergebnisse unterstreichen, dass es notwendig ist, die Eindämmungsstrategien in den Gemeinden fortzusetzen, ganz besonders für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Link: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6924e2.htm?s_cid=mm6924e2_e&deliveryName=USCDC_921-DM30615

 
                                                                                          

 

  17. Juni 2020

 Dexamethason verringerte die Todesfälle unter den Patienten mit schwerer COVID-19

Eine Pressemitteilung der Oxford University vom 16. Juni 2020 berichtete über die positiven Ergebnisse einer klinischen Studie mit 6.425 Patienten mit schwerer COVID-19Die Patienten wurden zufällig einer Behandlung mit entweder 6 mg Dexamethason, einmal täglich, entweder über den Mund oder als intravenöse Injektion, 10 Tage lang (n = 2104) oder ausschließlich einer herkömmlichen Versorgung (n = 4321) zugewiesen. Dexamethason verringerte die Todesfälle bei Patienten, die beatmet wurden, um 1/3 und bei Patienten, die Sauerstoff erhielten, um 1/5.. Beide Ergebnisse hatten statistisch gesehen eine starke Aussagekraft. Auf Grundlage dieser Ergebnisse würde bei der Behandlung von 8 Patienten, die beatmet werden, oder etwa 25 Patienten, die nur Sauerstoff benötigen, ein Todesfall verhindert werden. Kein Vorteil zeigte sich bei den Patienten, die keine Atmungsunterstützung benötigten. In der Pressemitteilung sagte Peter Horby, Professor für aufkommende Infektionskrankheiten im Nuffield Department of Medicine der University of Oxford und einer der leitenden Prüfärzte bei der Studie: „Dexamethason ist das erste Medikament, bei dem gezeigt wurde, dass es bei COVID-19 das Überleben verbessert.“ Es ist wichtig, zu beachten, dass die vollständigen Daten der Studie noch nicht veröffentlicht oder einer Begutachtung unterzogen wurden. Außenstehende Experten begrüßten die Ergebnisse jedoch sofort. Patrick Vallance, der Chief Scientific Adviser der US-Regierung, bezeichnete das Ergebnis als „enorme Neuigkeiten“ und „eine bahnbrechende Entwicklung in unserem Kampf gegen die Erkrankung“. Scott Gottlieb, ein ehemaliger Beauftragter der US-amerikanischen Food and Drug Administration, nannte es ein „sehr positives Ergebnis“.

Link: https://www.recoverytrial.net/files/recovery_dexamethasone_statement_160620_v2final.pdf

 
                                                                                    

 

  12. Juni 2020

 Markanter Rückgang der Besuche in der Notaufnahme während der Frühphasen der Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat eine erhebliche Auswirkung auf die Anzahl der Besuche in der Notaufnahme in den Vereinigten Staaten gehabt. Ein Bericht, der von der US-amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC am 3. Juni 2020 im Morbidity and Mortality Weekly Report veröffentlicht wurde, zeigte auf, dass es während der Frühphase der COVID-19-Pandemie einen Rückgang der Besuche in der Notaufnahme um 42 % gab. Die durchschnittliche Anzahl der Besuche pro Woche im Zeitraum vom 29. März bis 25. April 2020 betrug 1,2 Millionen. Im vergleichbaren Zeitrahmen des Vorjahres vom 31. März bis 27. April 2019 waren es 2,2 Millionen Besuche pro Woche. Der Anteil an Besuchen aufgrund einer Infektionskrankheit war während dieses Zeitraums jedoch viermal höher. Die Rückgänge waren besonders ausgeprägt für Kinder und Frauen und ebenfalls im Nordosten des Landes. Die Besuche aufgrund von zahlreichen Erkrankungen, darunter Bauchschmerzen und andere Verdauungsbeschwerden, unspezifische Brustschmerzen und akuter Myokardinfarkt (Herzinfarkt) sowie Bluthochdruck, nahmen während der Pandemie ab, was Bedenken aufkommen ließ, dass einige Personen möglicherweise die Behandlung von Erkrankungen aufschieben, die unbehandelt zu zusätzlichen Todesfällen führen könnten.

Link zur Studie: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6923e1.htm?s_cid=mm6923e1_w

 
                                                                                          

 

 10. Juni 2020

 COVID-19-Sterberaten ins rechte Licht gerückt

Die New York Times überprüfte die Anzahl der Todesfälle in 25 Städten und Regionen weltweit während der verheerendsten Monate des Ausbruchs, stellte diese Zahlen deren normalen Sterblichkeitsraten gegenüber und verglich dann die Zunahmen mit anderen Naturkatastrophen in der Geschichte.

Zunahme der Todesfälle im Spitzenmonat im Vergleich zu normalen Jahren:

  • 7,3-mal Spanische Grippe von 1918 in Philadelphia
  • 6,7-mal COVID-19 in Bergamo, Italien
  • 5,8-mal COVID-19 in New York City
  • 4,0-mal COVID-19 in Lima, Peru
  • 2,4-mal Hurricane Katrina in New Orleans
  • 1,05-mal schlimme Grippesaison in New York City

 

 Link zum Zeitungsartikel: https://www.nytimes.com/interactive/2020/06/10/world/coronavirus-history.html?smid=em-share

 

 


   9. Juni 2020

 Hunde können COVID-19 durch Schnüffeln an Achselhöhlen erkennen, behauptet eine Studie

Laut einer Studie von französischen Wissenschaftlern, die im Vordruck am 5. Juni 2020 auf dem bioRxiv-Server veröffentlicht wurde, sind Hunde in der Lage, das Vorhandensein von COVID-19 durch Schnüffeln am Achselschweiß von infizierten Patienten zu erkennen. Die Forscher trainierten acht belgische Malinois-Schäferhunde, um anhand von Geruchsproben, die den Achselhöhlen von mehr als 360 Probanden entnommen wurden, Personen zu identifizieren, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Die Proben stammten von gesunden sowie von an COVID-19 erkrankten Personen. Insgesamt hatten die Hunde bei der Identifizierung der Proben von COVID-19-Patienten eine Erfolgsrate von 95 %. Die Hunde wurden mit dem Geruch von COVID-19- Patienten vertraut gemacht und dahingehend trainiert, sich hinzusetzen, wenn sie darauf stießen. Der Test umfasste jeden Hund, der zwischen 15 und 68 Aufspürungen erzielte. Vier Hunde hatten einen hundertprozentigen oder einen perfekten Score, während die anderen eine Genauigkeitsrate von 83 bis 94 % erreichten. Zweimal wiesen die Hunde auf ein positives Ergebnis für Proben hin, über die den Wissenschaftlern mitgeteilt worden war, dass sie von gesunden, nicht mit dem Coronavirus infizierten Personen stammten. Die Forscher sendeten diese Informationen an die entsprechenden Krankenhäuser zurück, die Patienten wurden erneut getestet und die Ergebnisse kamen diesmal positiv auf das Virus zurück.

Die Forscher wählten den Achselschweiß, weil dieser am wirkungsvollsten hinsichtlich der Chemikalien im Körper ist, die bei Zimmertemperatur in die Luft verdunsten und eine starke chemische Signalisierung der Erkrankung liefern. Ferner existiert kein nachweisbares Virus im Schweiß, das möglicherweise die Gesundheit des Hundes gefährden könnte. Diese Machbarkeitsstudie beruhte auf der Annahme, dass Hunde wegen ihres hochentwickelten Geruchssinns trainiert werden könnten, um COVID-19- positive Personen von negativen zu unterscheiden, indem sie bestimmte spezifische Stoffwechselprodukte erkennen, die von dem SARS-CoV-2-Virus gebildet werden. Die Aufspürung mittels des Geruchssinns von Hunden hat sich in zahlreichen Situationen als wirkungsvoll erwiesen. Sie wird angewendet, um Sprengstoffe, Drogen und Banknoten zu erkennen. Sie wird außerdem zur Früherkennung von Krankheiten und verschiedenen Krebsarten beim Menschen angewendet und um diabetische oder epileptische Personen vor einer Unterzuckerung oder einem unmittelbar bevorstehenden epileptischen Anfall zu warnen. Die Autoren hoffen, eine Studie zur Bestätigung durchzuführen, und wenn die Empfindlichkeit und Genauigkeit hoch genug sind, können nationale Behörden dann ausgebildete Hunde verwenden, um COVID-19 als ergänzende Methode zu erkennen, insbesondere in Umgebungen, wo es an Geräten oder Geld mangelt, um eine standardmäßige Serologie oder einen RT-PCR-Test vorzunehmen.

Link zur Studie:  https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.06.03.132134v1.full.pdf+html

 


 

   8. Juni 2020

 Rund einer von drei Erwachsenen verwendet Chemikalien oder Desinfektionsmittel bei dem Versuch, sich vor COVID-19 zu schützen

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat es eine starke Zunahme von Anrufen zu Giftnotrufzentralen bezüglich Expositionen gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln gegeben. Um einen Einblick in diese starke Zunahme und die Verwendung, das Wissen und die Praktiken hinsichtlich dieser Produkte zu gewinnen, führten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) im Mai 2020 eine Opt-in-Internet-Panelbefragung mit 502 US-amerikanischen Erwachsenen durch.

Die Ergebnisse wurden am 5. Juni 2020 im Morbidity and Mortality Weekly Report der Agentur veröffentlicht. Die Umfrage ergab, dass rund 39 % der Befragten an nicht empfohlenen Praktiken mit hohem Risiko wie der Anwendung von Bleichmitteln auf Lebensmittelprodukte, dem Auftragen von Haushaltsreinigungs- und Desinfektionsmitteln auf die Haut und dem absichtlichen Inhalieren oder Schlucken dieser Produkte beteiligt waren. Diejenigen Befragten, welche sich häufiger an Praktiken mit hohem Risiko beteiligten, berichteten häufiger über unerwünschte gesundheitliche Auswirkungen, die ihrer Meinung nach von deren Ausübung verursacht worden waren. „Diese Praktiken stellen ein Risiko für schwere Gewebeschäden und ätzende Verletzungen dar und sollten unbedingt vermieden werden“, schrieben die Autoren in dem wissenschaftlichen Artikel. Sie kamen zu dem Schluss, dass „obwohl die von den Befragten berichteten unerwünschten gesundheitlichen Auswirkungen nicht ihrer Beteiligung an Praktiken mit hohem Risiko zugeschrieben werden konnten, die Verknüpfung zwischen diesen Hochrisiko-Praktiken und den berichteten gesundheitlichen Auswirkungen auf eine Notwendigkeit für eine Nachrichtenübermittlung des Gesundheitswesens bezüglich sicherer und wirksamer Reinigungsmethoden hindeutet, mit dem Ziel, die Übertragung von SARS-CoV-2 in Haushalten zu verhindern.“

Link zur Studie: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6923e2.htm?s_cid=mm6923e2_w#F2_down


 

   4. Juni 2020

 Erste Studie zu COVID-19-Antikörper-Medikament an Menschen

Eli Lilly, das Pharmaunternehmen mit Sitz in Indianapolis, begann diese Woche mit der ersten Studie an Menschen zu einem monoklonalen Antikörper-Medikament, das speziell gegen COVID-19 entwickelt wurde. Das Medikament ist ein hergestellter menschlicher Antikörper, der einen Antikörper verdoppelt, welcher im Blut eines Patienten gefunden wurde, der sich von COVID-19 erholt hatte. Das Blut des Patienten wurde mithilfe einer neuen Technologie untersucht, die mehr als 550 Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus identifizierte. Die Forscher wählten dann einen aus, der besonders wirksam gegen das Virus zu sein schien, und begannen mit dessen Herstellung im Labor. Antikörper-Medikamente müssen in die Vene injiziert werden, können jedoch Personen dabei unterstützen, sich von der Krankheit zu erholen. Sie könnten außerdem vorbeugend bei Personen mit hohem Risiko eingesetzt werden, die der Erkrankung ausgesetzt sind, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Link zur Ankündigung: https://www.biopharmadive.com/news/eli-lilly-abcellera-coronavirus-antibody-drug-first-trial/57898


 

  3. Juni 2020

 Zeitpunkt des COVID-19-Tests und die Variabilität falsch-negativer Befunde

In einer Studie, die am 13. Mai 2020 in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicin veröffentlicht wurde, analysierten Forscher an der Johns Hopkins University die Ergebnisse von sieben zuvor veröffentlichten Studien zur Genauigkeit des Antikörpertests zur Feststellung, ob jemand dem Virus ausgesetzt gewesen ist, das COVID-19 verursacht. Tests sind nicht fehlerfrei. So kann der Befund auch bei Personen, die an der fraglichen Erkrankung leiden, unauffällig sein. Diese Tests können sogenannte falsch-negative Ergebnisse aufweisen. Dagegen kann bei Personen, die nicht an der fraglichen Erkrankung leiden, ein auffälliges Testergebnis vorliegen. Das bedeutet, Tests können falsch-positive Ergebnisse liefern. 

Die Forscher stellten fest, dass die Möglichkeit eines falsch-negativen Ergebnisses erheblich mit dem Zeitpunkt des Tests variierte. Die Daten der Tests reichten vom Datum der Infektion (dem Datum der Exposition) bis zum Einsetzen der Symptome (typischerweise an Tag 5) und weitere Daten wurden nach dem Symptombeginn gesammelt. Sie entdeckten, dass die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit für ein falsch-negatives Ergebnis am Datum der Exposition bei 100 % lag, an Tag 4 bei 67 %, am Tag des Symptombeginns bei 38 % und an Tag 8 nach der Exposition bei 20 % (niedrigste falsch-negative Rate). Nach Tag 8 begann sich die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-negatives Ergebnis erneut zu erhöhen. Daher ergab sich die niedrigste falsch-negative Rate 8 Tage nach der Exposition und 3 Tage nach dem typischen Einsetzen der Symptome. Die Autoren kamen zum Schluss, dass dies der optimale Zeitpunkt für Tests sein könnte, wenn das Ziel in der Minimierung falsch-negativer Befunde besteht. 

Link zur Studie: https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/M20-1495


 

  2. Juni 2020

 Was uns das Abwasser über die Verbreitung von COVID-19 sagen kann

Forscher haben festgestellt, dass große Mengen an SARS-CoV-2 RNA, dem genetischen Material für COVID-19, mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Die Auffindung der Virensignatur von COVID-19 im Abwasser hat Wissenschaftlern ermöglicht, das Vorhandensein und die Menge des Virus mit der Ausbreitung und dem Schweregrad der Erkrankung in Beziehung zu setzen. Die Analyse des Abwassers kann ein Werkzeug zur Überwachung der Erkrankung sein und bietet eine einfachere Methode, um eine umfassendere Perspektive der Pandemie zu erlangen, ohne jede Person beproben und testen zu müssen. In einem Artikel, der am 14. Mai 2020 im Smithsonian Magazine veröffentlicht wurde, erörtert Catherine J. Wu, eine in Boston ansässige Wissenschaftsjournalistin mit Ph.D. in Mikrobiologie und Immunologie von der Harvard University, die jüngste Studie darüber, wie das Abwasser helfen kann, die Verbreitung des COVID-19-Virus und die möglichen gesundheitlichen Konsequenzen der Freisetzung des Virus im Stuhl zu verfolgen, der dann seinen Weg ins Abwassernetz macht.

Link zum Artikel: https://www.smithsonianmag.com/science-nature/how-wastewater-could-help-track-spread-new-coronavirus-180974858/

 
                                                                               

 

  22. Mai 2020

 Die Lebensdauer von beim Sprechen in die Luft abgegebenen kleinen Tröpfchen und ihre potenzielle Bedeutung bei der Übertragung von SARS-CoV-2

Eine Studie, die am 13. Mai 2020 von den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht wurde, hat aufgezeigt, dass beim normalen humanen Sprechen Tröpfchen verströmt werden, die in der Luft fortbestehen können. Die Forscher verwendeten Laser, um eine intensive Lichtfläche auszustrahlen, um die Salven von beim Sprechen produzierten Tröpfchen zu visualisierten, wenn Probanden die Worte „stay healthy“ (bleib gesund) sagten. Diese Methode der Lichtstreuung liefert visuelle Hinweise für die Tröpfchen-Emission und evaluiert außerdem ihre Lebensdauer in der Luft. Dieses Verfahren ist besonders sensitiv bei der Messung von beim Sprechen entstehenden Tröpfchen mit Durchmessern von weniger als 30 Mikrometern, die länger in der Luft verweilen könnten als die größeren Tröpfchen, welche üblicherweise Gegenstand der Forschung sind. Sie schätzten, dass 1 Minute lautes Sprechen mindestens 1.000 Virion-enthaltende Tröpfchen-Nuklei generiert, die mehr als 8 Minuten in der Luft bleiben. Von asymptomatischen Trägern beim Sprechen erzeugte Tröpfchen werden in zunehmendem Maße als wahrscheinlicher Modus der Krankheitsübertragung erachtet. Diese direkte Visualisierung demonstriert, wie normales Sprechen Tröpfchen in der Luft hervorbringt, die zehn Minuten oder länger dort schweben können und eminent in der Lage sind, die Erkrankung in begrenzten Milieus zu übertragen. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass diese Studie nicht die tatsächliche Übertragung von COVID-19 behandelt.

Link zur Studie: https://www.pnas.org/content/early/2020/05/12/2006874117

 
                                                                 

 

  21. Mai 2020

 Die Empfehlungen der US-amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC zur Betreuung einer kranken Person zu Hause

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben kürzlich Richtlinien zur Betreuung einer Person mit COVID-19 zu Hause oder in einem nicht-medizinischen Umfeld veröffentlicht. Die Ratschläge beziehen sich auf die Betreuung von Personen, die symptomatisch mit COVID-19 sind, sowie von Personen, die nicht symptomatisch sind, aber positiv getestet wurden. Die Empfehlungen sind umfassend und detailliert. Die CDC bieten hilfreiche Strategien dazu, wie man die grundlegenden Bedürfnisse einer Person erfüllt, die krank ist. Die CDC identifizieren außerdem Symptome, die eine notärztliche Betreuung erfordern. Die CDC beschreiben ausführlich Möglichkeiten, wie sich Betreuungspersonen schützen können. In diesem Dokument befinden sich Anweisungen dazu, wie man den Kontakt mit kranken Personen einschränkt, wie Mahlzeiten gehandhabt werden und wann eine kranke Person oder eine Betreuungsperson einen Mund- und Nasenschutz tragen oder Handschuhe verwenden muss. Ratschläge zum Händewaschen, zur Benutzung des Badezimmers, zur Reinigung und Desinfektion rund um das Haus und zum Wäschewaschen werden erteilt. Die CDC bieten außerdem eine Orientierungshilfe dazu, wie eine Isolation zu Hause beendet wird.

Link zum CDC-Leitfaden: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/if-you-are-sick/care-for-someone.html

 
                                                        

 

  19. Mai 2020

 COVID-19: Übertragung erklärt

In einem kürzlichen Blogeintrag „Die Risiken: sie kennen - sie vermeiden“ erklärt Erin S. Bromage, PhD und außerordentlicher Professor für Biologie an der University of Massachusetts Dartmouth, die Wissenschaft einer ansteckenden Dosis, wo und wie sich das Virus ausbreitet und welche Umgebungen am riskantesten sind.  Dr. Bromage leistet hervorragende Arbeit bei der Umwandlung von Daten und Ergebnissen in eine Prosa, die von Nicht-Wissenschaftlern leichter verstanden werden kann. Ein besseres Verständnis davon, wie sich das COVID-19-Virus ausbreitet, wird Personen hoffentlich helfen, Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie eine Infektion mit dem Virus vermeiden können.

Link zum Blog: https://www.erinbromage.com/post/the-risks-know-them-avoid-them

 
                                                                 

 

  13. Mai 2020

 Kawasakiähnliches Syndrom möglicherweise mit COVID-19  verknüpft

Das Boston Children‘s Hospital hat einen kurzen Überblick über ein kürzlich berichtetes Syndrom bei Kindern veröffentlicht, das möglicherweise mit COVID-19 in Zusammenhang steht. In den vergangenen Wochen sind Berichte aus Europa und dem Osten der USA über eine geringe Anzahl schwerkranker Kinder mit einer entzündlichen Erkrankung eingegangen, die sich auf verschiedene Organsysteme auswirkt (kawasakiähnliches Syndrom genannt). Die Berichte sind noch bruchstückhaft und die Beschreibungen der Symptome variieren, aber die Patienten scheinen Fieber, unterschiedliche Grade von Organfunktionsstörungen und mehrere Labormarker für schwere Entzündungen aufzuweisen. Das Syndrom entwickelt sich bisweilen zu einem starken Schock, der Medikamente zur Kontrolle des Blutdrucks sowie eine mechanische Beatmung erfordert.

Es scheint ein Zusammenhang mit der aktuellen COVID-19-Pandemie insofern zu bestehen, als eine Reihe der betroffenen Kinder positiv auf SARS CoV-2 getestet wurde. Der Zusammenhang bleibt jedoch unklar.

Das Syndrom steht in gewissem Zusammenhang mit der Kawasaki-Krankheit, jedoch sind nicht alle Erscheinungsformen des Kawasaki-Syndroms vorhanden.

Obwohl sie selten auftreten, sind die Fälle recht schwerwiegend. Die betroffenen Kinder scheinen tatsächlich auf die Behandlung anzusprechen, sodass möglicherweise betroffene Kinder an ein Fachzentrum überwiesen werden sollten.

Link zum Überblick: https://discoveries.childrenshospital.org/covid-19-inflammatory-syndrome-children/


 8. Mai 2020

 SARS-CoV-2 verbreitete sich in Frankreich bereits Ende Dezember 2019

Tests zur reversen Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) wurden an einer eingelagerten Sputum-Probe eines Patienten durchgeführt, der Ende Dezember mit schwerem akuten Atemwegssyndrom in Frankreich hospitalisiert wurde. RT-PCR ist eine Technik, mit der Forscher feststellen können, wie viel RNA sich aus einer bestimmten Quelle in einer Probe befindet. Die Probe erwies sich als positiv für das Coronavirus. Dieses Resultat offenbarte, dass die Epidemie in Frankreich viel früher begann, als ursprünglich angenommen wurde. Dieses Ergebnis wurde am 3. Mai 2020 online im International Journal of Antimicrobial Agents veröffentlicht. Die Forscher überprüften die Krankenakten aller Patienten, die mit einer grippeähnlichen Erkrankung zwischen dem 2. Dezember 2019 und dem 16. Januar 2020 in ihre Intensivpflegestation aufgenommenen wurden (insgesamt 124 Patienten). Sie schlossen Patienten mit einem positiven PCR-Test auf ein anderes Atemwegsvirus aus sowie Patienten, deren Krankenakten Befunde enthielten, die nicht typisch für COVID-19 waren. Die Nasen-Rachen-Abstriche der verbleibenden 12 Patienten wurden untersucht. Eine Probe war positiv für COVID-19. Die positive Probe stammte von einem 42-jährigen algerischen Einwanderer ohne Vorgeschichte einer Reise oder Verbindung nach China. Er wurde am 27. Dezember 2019 in der Notaufnahme mit Hämoptyse (Bluthusten), Husten, Schmerzen in der Brust, Kopfschmerzen und Fieber vorstellig, die sich seit vier Tagen entwickelt hatten. Es ist anzumerken, dass eines seiner Kinder vor dem Einsetzen seiner Symptome an einer grippeähnlichen Erkrankung litt. Die Akte enthält die Krankengeschichte, das klinische Erscheinungsbild, Laborbefunde, radiologische Befunde und den klinischen Verlauf seiner Erkrankung. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich die Krankheit bereits Ende Dezember 2019 in der französischen Bevölkerung ausbreitete.

Link zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0924857920301643

                              


  7. Mai 2020

 Studie zur Übertragung von SARS-CoV-2 bei engen Kontakten

Eine epidemiologische Studie zu COVID-19 bei 391 Fällen und 1286 ihrer engen Kontakte in Shenzhen, China, die in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, liefert Informationen über die natürliche Entwicklung und Übertragbarkeit des SARS-CoV-2-Virus. Unter Verwendung eines umfangreichen primären Datensatzes konnten die Forscher Aufschluss über die Inkubationszeiten, die Zeit bis zur Genesung und die Übertragbarkeit des Virus geben. Interessanterweise stellten sie fest, dass die sekundäre Anfallsrate bei engen Kontakten rund 7 % betrug. Die Übertragung zwischen sehr engen Kontakten wie Personen, die einen Haushalt teilen, ereignete sich bei weniger als einem von sechs Kontakten (das bedeutet eine sekundäre Anfallsrate von 11 bis 15 %).

Die Studie hob das Ergebnis hervor, dass Kinder genauso infiziert werden können wie Erwachsene. Obwohl Kinder oftmals nicht krank werden, sollten sie als wesentliche Quelle der Übertragung nicht übersehen werden. Die Studie zeigte außerdem den Stellenwert einer kontaktbasierten Überwachung bei der Reduzierung der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus in der Gemeinschaft auf.

Link zur Studie: https://www.thelancet.com/pdfs/journals/laninf/PIIS1473-3099(20)30287-5.pdf


  5. Mai 2020

 Schlaganfälle aufgrund von Okklusion großer Gefäße bei jungen Patienten und Patienten mittleren Alters mit COVID-19 

Das New England Journal of Medicine berichtete am 28. April 2020 von fünf Schlaganfällen aufgrund von Okklusion großer Gefäße bei Patienten im Alter von 50 Jahren oder jünger mit COVID-19. Die jüngste war eine 33-jährige Frau. Der Bericht umfasste alle Schlaganfallpatienten unter 50 Jahren im Mount Sinai Gesundheitssystem in New York City während eines Zeitraums von zwei Wochen zwischen Ende März und Anfang April. Die Rate betrug fast das Siebenfache der Anzahl von Schlaganfallpatienten in dieser Altersgruppe während irgendeines durchschnittlichen Zeitraums von zwei Wochen im Laufe des vorangegangenen Jahres und deutet auf eine sehr starke Korrelation mit COVID-19 hin.

Ariana Eunjung Cha schreibt für die Washington Post über dieses alarmierende Phänomen und die zunehmenden Berichte über Schlaganfälle bei jungen und COVID-19-Patienten mittleren Alters.

Link zum Zeitungsartikel: https://www.washingtonpost.com/health/2020/04/24/strokes-coronavirus-young-patients/

                


  29. April 2020

 Yale University School of Public Health findet Speichelproben eine vielversprechende Alternative zum nasopharyngealen Abstrich 

Die Yale University School of Public Health führte eine Studie zum Vergleich von Speichel- und Nasopharyngeal-Proben an 44 Patienten durch, die mit COVID-19 hospitalisiert waren, sowie an 98 in der Gesundheitsfürsorge Beschäftigten mit berufsbedingter Exposition gegenüber COVID-19-Patienten. Über die Studie berichtete Michael Greenwood am 24. April 2020 in Yale News. Obwohl die Studie klein und begrenzt war, waren ihre Ergebnisse vielversprechend für die Verwendung von Speichelproben anstelle der gegenwärtigen standardmäßigen Durchführung von nasopharyngealen Abstrichen. Die Studie ergab, dass Speichel eine größere Nachweisempfindlichkeit und Konsistenz im Verlauf der Infektion im Vergleich zu patientenangepassten Nasopharyngeal-Proben lieferte. Dies kann bei Tests auf COVID-19 transformativ sein. Speicheltests sind nicht-invasiv, sind nicht auf nasopharyngeale Abstriche angewiesen und können leicht selbst durchgeführt werden. Daher schließen sie die Risiken, Engpässe und die Verwendung von Hilfsmitteln wie Abstrichstäbchen und persönliche Schutzausrüstung (PSA) aus, die den Patientenkontakt und die derzeitige Anwendung von Testverfahren bestimmen. Die Studie unterlag bisher keinem Peer-Review. Die Forschungsergebnisse sind gegenwärtig auf dem Preprint-Server medRxiv verfügbar.

 Link zur Studie: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067835v1.full.pdf+html

 
                   

 

  28. April 2020

 WHO gibt Leitlinien zu „Immunitäts-Pässen“ heraus 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine kurze Warnung ausgegeben (24. April 2020), dass keinerlei Hinweise dafür existieren, dass das Vorhandensein von Antikörpern gegen das SARS-CoV-2-Virus vor einer erneuten Infektion und der Entwicklung der COVID-19-Erkrankung schützt. Die WHO warnt Regierungen davor, Antikörpertests zu verwenden, um sie zu entspannenden sozialen Maßnahmen zu verleiten, und „Immunitäts-Pässe“ oder „risikofreie Bescheinigungen“ auszustellen, die es Personen ermöglichen, davon auszugehen, dass sie vor einer erneuten Infektion geschützt sind. Es gibt keine Garantien dafür, dass Personen, die an COVID-19 erkrankt waren oder positiv auf Antikörper getestet wurden, zur Arbeit zurückkehren oder risikofrei reisen können. „Zu diesem Zeitpunkt der Pandemie gibt es keine ausreichenden Hinweise bezüglich der Wirksamkeit einer durch Antikörper vermittelten Immunität, um die Genauigkeit eines „Immunitäts-Passes“ oder einer „risikofreien Bescheinigung“ zu gewährleisten“,sagte die WHO.

Die WHO betonte außerdem, dass Labortests, die Antikörper gegen SARS-CoV-2 bei Personen entdecken, einschließlich schneller immundiagnostischer Tests, eine weitere Überprüfung erfordern, um deren Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu ermitteln. Immundiagnostische Tests können Personen fälschlicherweise auf zwei Arten kategorisieren. Die erste besteht darin, dass sie Personen, die infiziert worden sind, fälschlicherweise als negativ (falsch-negativ) kennzeichnen, und die zweite besteht darin, dass Personen, die nicht infiziert worden sind, fälschlicherweise als positiv (falsch-positiv) gekennzeichnet werden. Jeder Antikörpertest wird seine Genauigkeit (falsch-negative und falsch-positive Raten) bestimmen lassen müssen. Beide Irrtümer haben schwerwiegende Konsequenzen und werden die Bemühungen zur Kontrolle beeinträchtigen.

 Link zur Ankündigung der WHO: https://www.who.int/news-room/commentaries/detail/immunity-passports-in-the-context-of-covid-19                      


 

  27. April 2020

 Merkmale von Patienten, die mit COVID-19 hospitalisiert wurden 

Eine umfangreiche Fallserie von 5.700 aufeinanderfolgenden Patienten, die zwischen dem 1. März und dem 4. April 2020 mit bestätigtem COVID-19 in Krankenhäuser in New York City aufgenommen worden waren, wurde am 22. April 2020 in der Fachzeitschrift JAMA Network veröffentlicht. Die Studie liefert eine umfassende Beschreibung ihrer Merkmale, Begleiterkrankungen und Ergebnisse. Am bemerkenswertesten ist, dass zahlreiche Patienten zusätzlich weitere gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck (57 %), Fettleibigkeit (42 %) und Diabetes (34 %) aufwiesen. Bei der Ersteinschätzung hatten nur 31 % Fieber. Die Studie konzentrierte sich auf die 2.643 Patienten, welche entweder entlassen wurden (2.090) oder während des Studienzeitraums verstarben (553). In dieser Gruppe von Patienten, welche diese Ergebnisse erzielten, erhielten 320 eine mechanische Beatmung, von denen 88 % verstarben; unter denjenigen im Alter von über 65 Jahren, die eine mechanische Beatmung erhielten, verstarben 97 %. Es ist zu erwähnen, dass 3.066 Patienten zum Zeitpunkt der Erfassung der Ergebnisdaten hospitalisiert blieben, und dies umfasst sicherlich eine Reihe von Patienten im Alter von über 65 Jahren, die eine mechanische Beatmung benötigten und bis zu diesem Zeitpunkt überlebt hatten.

 Link zur Studie: https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2765184  


  24. April 2020

 Studien zu Hydroxychloroquin für COVID-19

Die anfängliche Begeisterung und frühe Akzeptanz von Hydroxychloroquin ist aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit und möglicher unerwünschter Effekte gedämpft worden. Mehrere jüngste Studien und Berichte sind in einem Online-Übersichtsartikel vom 21. April in der Fachzeitschrift Science (1)zusammengefasst (und werden nachstehend erwähnt), der die Gründe für diese Bedenken herausstellt:

 Eine Analyse der Ergebnisse für 368 Veteranen, die wegen COVID-19 hospitalisiert und mit Hydroxychloroquin allein, Hydroxychloroquin plus Azithromycin oder ohne Hydroxychloroquin behandelt worden waren, wurde am 21. April (2) veröffentlicht. Diese Studie zeigte keine Vorteile hinsichtlich einer verringerten Sterblichkeit oder der Notwendigkeit einer mechanischen Beatmung in den Gruppen, die Hydroxychloroquin allein oder in Kombination mit Azithromycin erhielten. Die Gruppe, die nur Hydroxychloroquin erhielt, wies eine Zunahme der Todesfälle aufgrund jeglicher Ursache auf.

 Eine Publikation (3) zu Mayo-Klinik-Verfahren am 7. April erörterte die Herzkomplikationen, welche durch Chloroquin und Hydroxychloroquin verursacht wurden, und lieferte einen Leitfaden für Ärzte zur Überwachung und Vermeidung dieser möglicherweise zum Tode führenden Komplikation. Die Autoren führen Risikofaktoren für diese Komplikation auf und empfehlen eine Voruntersuchung auf diese Faktoren vor der Behandlung, um Risikofaktoren zu korrigieren, die verändert werden können, und das Herz des Patienten während der Behandlung zu überwachen.

Eine Studie an der New York University School of Medicine (4) untersuchte Veränderungen im Herzen bei 84 erwachsenen Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion, die mit Hydroxychloroquin plus Azithromycin behandelt wurden. Bei 11 % der Patienten traten beträchtliche Herzveränderungen auf, die ein hohes Risiko für einen gestörten Herzrhythmus (Arrhythmien) darstellen.

In Brasilien wurde eine verblindete, randomisierte klinische Studie (5) zu hoch und niedrig dosiertem Chloroquin (verabreicht mit Ceftriaxon und Azithromycin) an wegen COVID-19 hospitalisierten Personen frühzeitig unterbrochen, nachdem sich lediglich 81 Patienten registriert hatten, als die Prüfärzte mehr Todesfälle in der Gruppe feststellten, welche die höhere der beiden Dosen Chloroquin erhalten hatte.

 Literaturhinweise

1. Servick K.: Antimalarials widely used against COVID-19 heighten risk of cardiac arrest. How can doctors minimize the danger? Science 21. April 2020. https://www.sciencemag.org/news/2020/04/antimalarials-widely-used-against-covid-19-heighten-risk-cardiac-arrest-how-can-doctors

 2. Magagnoli J., Siddharth N., Pereira F. et al.: Outcomes of hydroxychloroquine usage in United States veterans hospitalized with Covid-19. 23. April 2020. VORDRUCK medRxiv erhältlich bei https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20065920v2. doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.16.20065920

 3. Giudicessi JR., Noseworthy PA., Friedman PA. et al.: Urgent Guidance for Navigating and Circumventing the QTc-Prolonging and Torsadogenic Potential of Possible Pharmacotherapies for Coronavirus Disease 19 (COVID-19). Mayo Clin Proc 7. April 2020 doi: 10.1016/j.mayocp.2020.03.024 [Epub vor Druck]

 4. Chorin E., Dai M., Schulman E. et al.: The QT interval in patients with SARS-CoV-2 infection treated with hydroxychloroquine/azithromycin. 3. April 2020. VORDRUCK medRxiv verfügbar bei https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.02.20047050v1. doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.02.20047050

 5. Silva Borba MG., de Almeida Val F., Sampaio VS. et al.: Chloroquine diphosphate in two different dosages as adjunctive therapy of hospitalized patients with severe respiratory syndrome in the context of coronavirus (SARS-CoV-2) infection: Preliminary safety results of a randomized, double-blinded, phase IIb clinical trial (CloroCovid-19 Study). 16. April 2020. VORDRUCK medRxiv verfügbar bei https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.07.20056424v2 doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.07.20056424

          


 

  23. April 2020

 Vorgeschlagener nationaler COVID-19-Test-Aktionsplan

Die Rockefeller Foundation hat einen umfassenden Plan (mit Datum vom 21.4.2020 - siehe unten stehenden Link) zur Wiedereröffnung von Arbeitsplätzen und Gemeinden bereitgestellt, der auf Tests auf COVID-19 und gründlicher Nachbeobachtung positiver Testergebnisse beruht. Ziel des Plans ist die Erstellung eines staatlich gelenkten, nationalen Programms für COVID-19-Tests, das die Wiedereröffnung der Wirtschaft mittels Überwachung der Arbeitskräfte, Früherkennung von sich wiederholenden Ausbrüchen sowie diagnostischer und häuslicher Tests unterstützt. Der Plan besteht aus drei Hauptkomponenten:

  • Drastische Ausdehnung der COVID-19-Tests von den derzeitig 1 Million Tests pro Woche auf 3 Millionen pro Woche über die nächsten 8 Wochen und dann auf 30 Millionen Tests pro Woche über die nächsten 6 Monate. Dies erfordert die Investition in die Testkapazität und deren Unterstützung auf nationaler Ebene, an Universitäten und in Tausenden von kleinen lokalen Labors landesweit.
  • Schulung und Lancierung einer Armee von Beschäftigten im Gesundheitswesen, um die Tests sowie eine Ermittlung von Kontaktpersonen für diejenigen mit positiven Tests durchzuführen. Es wird vorgeschlagen, dass dies um die staatlichen Gesundheitsabteilungen organisiert wird. Es ist beabsichtigt, 100.000 bis 300.000 Mitarbeiter anzuheuern, die durch Computernetzwerke unterstützt werden müssen, welche mit zahlreichen elektronischen Gesundheitsakten verknüpft sind.
  • Integration und Erweiterung nationaler, staatlicher und privater Datenplattformen zur Vereinfachung der Echtzeit-Analysen und Nachverfolgung der Erkrankung. Dadurch werden sich wiederholende COVID-19-Ausbrüche sowie direkte Anstiege der Testvolumina und der Nachbeobachtungen ermittelt.

Diese von der Rockefeller Foundation bereitgestellte Informationsschrift enthält viele gute Ideen und ist unbedingt lesenswert. Der massive Plan erfordert die Integration zahlreicher verstreuter computergestützter Datenplattformen. Bei all diesem muss die Privatsphäre mit der Notwendigkeit einer Infektionskontrolle abgewogen werden.

Link zum Plan: https://www.rockefellerfoundation.org/wp-content/uploads/2020/04/TheRockefellerFoundation_WhitePaper_Covid19_4_21_2020.pdf


  21. April 2020

 28.000 fehlende Todesfälle: Verfolgung des wahren Ausmaßes der Coronavirus-Krise

Eine Überprüfung der Mortalitätsdaten in 11 Ländern, die aufzeigt, dass weit mehr Menschen in diesen Ländern starben als in den vergangenen Jahren, wurde von Jin Wu und Allison McCann in der New York Times am 21. April 2020 berichtet. Sie schätzten die Übersterblichkeit für jedes Land durch einen Vergleich der Anzahl an Personen, die in diesem Jahr aufgrund jeglicher Ursachen starben, mit dem historischen Durchschnitt während desselben Zeitraums. Es ergab sich, dass mindestens 28.000 weitere Personen während der Coronavirus-Pandemie im letzten Monat verstarben, als die offiziellen Todeszahlen aufgrund von COVID-19 vermelden. Da die meisten Länder nur diejenigen COVID-19-Todesfälle berichten, welche sich in Krankenhäusern ereignen, existieren zahlreiche COVID-19-Todesfälle, die nicht berichtet werden. Die in dieser Studie festgestellten zusätzlichen 28.000 Todesfälle umfassen Todesfälle aufgrund von COVID-19 sowie solche aufgrund von anderen Ursachen, darunter wahrscheinlich Personen mit anderen Erkrankungen, die nicht behandelt wurden, da die Krankenhäuser überlastet wurden. Dieser Artikel legt nahe, dass die globale Gesamtzahl der Todesfälle aufgrund von COVID-19 wesentlich höher sein wird als die Berichte der Todesfälle aufgrund von COVID-19, die durch Tests bestätigt wurden. Zur eindrucksvollen grafischen Darstellung dieser Trends in jedem Land verwenden Sie bitte den folgenden Link zum Artikel.

Link zum Zeitungsartikel: https://www.nytimes.com/interactive/2020/04/21/world/coronavirus-missing-deaths.html?smid=em-share

 


 

 16. April 2020

 Sero-Umfrage durch das NIH sucht Freiwillige

Um ein klareres Bild des Ausmaßes der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten zu erhalten, rekrutiert das NIH nicht weniger als 10.000 Freiwillige. Personen mit einer bestätigten Vorgeschichte von COVID-19 oder aktuellen Symptomen von COVID-19 sind nicht für die Teilnahme geeignet. „Diese Studie wird …uns sagen, wie viele Personen in verschiedenen Gemeinschaften infiziert worden sind, ohne es zu wissen, weil sie eine sehr leichte, nicht dokumentierte Erkrankung hatten oder sich keinem Test unterzogen, während sie krank waren“, sagte Anthony S. Fauci, MD und Direktor des NIAID. Die Forscher werden Blutproben nehmen und auf Antikörper gegen das Sars-CoV-2-S-Protein analysieren. Die Ergebnisse werden helfen, das Ausmaß zu erleuchten, in dem sich das Virus unerkannt in der Bevölkerung ausgebreitet hat. Den Teilnehmern werden Blutentnahme-Sets für Zuhause zugeschickt mit detaillierten Anweisungen zur Entnahme einer Mikro-Blutprobe und Rücksendung zwecks Analyse. Personen, die sich für eine Teilnahme an der Studie interessieren, sollten sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: clinicalstudiesunit@nih.gov

Link zur Pressemitteilung: https://www.nih.gov/news-events/news-releases/nih-begins-study-quantify-undetected-cases-coronavirus-infection



 

 

 15. April 2020

 Prominente Wissenschaftler haben schlechte Nachrichten über Coronavirus-Antikörpertests

Als Reaktion auf eine Infektion bilden unsere Körper Antikörper, um die Infektion zu bekämpfen. Antikörpertests messen das Vorhandensein dieser Antikörper, welches eine Person identifiziert, die infiziert worden ist. Obwohl ein positiver Test besagt, dass eine Person infiziert worden ist, muss dies jedoch nicht unbedingt bedeuten, dass die Infektion aus dem Körper verschwunden ist, und wenn sie verschwunden ist, gewährleistet dies möglicherweise keinen Schutz vor einer erneuten Infektion. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von verschiedenen Antikörpertests, die jeweils in der Genauigkeit variieren.

In einem Artikel in CNN am 15. April 2020 wurde berichtet, dass Top-Wissenschaftler Beamte des Weißen Hauses über Probleme bei Antikörpertests unterrichtet haben, die für COVID-19 entwickelt werden. Elizabeth Cohen, leitende medizinische Korrespondentin für CNN, identifizierte mehrere Probleme bei der Entwicklung von Antikörpertests in den USA.

Erstens lockerte die FDA die Vorschriften, sodass Unternehmen ihre Antikörpertests verkaufen können, ohne aufzuzeigen, wie gut sie funktionieren. Die American Public Health Lab Association sagt, dass dies zu „miesen“ Test geführt hat, die den Markt überschwemmen. Es steht zu befürchten, dass einige Tests Antikörper gegen die verschiedenen Coronaviren erkennen können, welche eine allgemeine Erkältung verursachen, und somit falsche positive Testergebnisse für COVID-19 liefern.

Zweitens können gute Antikörpertests ohne sorgfältige Regelung nicht von schlechten unterschieden werden.

Drittens stellt sich die Frage, welche Konzentration von Antikörpern Schutz vor einer erneuten Infektion mit COVID-19 und möglicherweise davor bietet, das Virus auf andere zu verbreiten. Es wird viel Forschungsarbeit erforderlich sein, um diese Frage zu beantworten, die wesentliche Auswirkungen für unsere Gesellschaft und Wirtschaft hat.

Glücklicherweise ist berichtet worden, dass der FDA-Bevollmächtigte Dr. Stephen Hahn sagte, dass Antikörpertests einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen würden.

Link zum Artikel: https://www.cnn.com/2020/04/14/health/coronavirus-antibody-tests-scientists/index.html


 

 14. April 2020

 Warum die Sterblichkeitsraten für Coronavirus nicht in einer einfachen Zahl zusammengefasst werden können

Johnathan Fuller, MD, PhD, offeriert einen klaren Artikel, in dem er die breitere Perspektive bezüglich der sich ständig ändernden COVID-19-Statistiken erklärt. In einem am 10. April 2020 online in der Fachzeitschrift The Conversation erschienenen Artikel erklärt Dr. Fuller, warum sich Statistiken und Modelle unterscheiden. Sein Wissen liefert dem Leser einen Rahmen und eine Perspektive, um den großen Umfang an epidemiologischen Informationen interpretieren zu helfen, die über die COVID-19-Pandemie berichtet werden. Die beste Entscheidungsfindung für die öffentliche Gesundheitspolitik und individuelle Fälle erfordert ein tieferes Verständnis der Modelle als nur der Zahlen allein.

Link zum Artikel: Warum die Sterblichkeitsraten für Coronavirus nicht in einer einfachen Zahl zusammengefasst werden können


 

10. April 2020

 Können Smartphone-Apps helfen, Pandemien zu besiegen?

 Ein interessanter Artikel wurde am 9. April 2020 von Dr. Francis Collins, dem Direktor der National Institutes of Health (NIH) veröffentlicht. In dem Blog des NIH-Direktors erörtert er die Hinzuziehung von Smartphones zum Contact Tracing und zur Benachrichtigung von Kontaktpersonen bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Traditionelle Methoden, bei denen Teams von Mitarbeitern im Gesundheitswesen telefonisch oder persönlich mit Personen sprechen, sind äußerst zeitaufwendig. Die verlorene Zeit ermöglicht einer Infektion, sich umfassender auszubreiten, da es eine Verzögerung beim Auffinden und Benachrichtigen von Personen gibt, die dem Virus ausgesetzt waren. Durch die Nutzung der drahtlosen Bluetooth-Technologie von Smartphones kann ein digitales Tracing die Chancen verbessern, COVID-19 unter Kontrolle zu halten. In China zeigten Forschungsergebnisse eine Korrelation zwischen der Verwendung von Apps zum Contact Tracing und der anscheinend nachhaltigen Suppression der COVID-19-Infektion. Dr. Collins schneidet wesentliche ethische, rechtliche und soziale Belange an.

Link zum Blogeintrag: https://directorsblog.nih.gov/author/collinsfs/


 

9. April 2020

Ein neues antivirales Medikament, das klinischen Studien unterzogen wird, lässt auf eine Behandlung von COVID-19 hoffen

 

Ein neues Medikament namens EIDD-2801 ist vielversprechend bei der Behandlung von Lungenschäden, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hervorgerufen werden.  EIDD-2801, ein Ribonukleosid-Analogon mit antiviraler Aktivität auf der RNA-abhängigen RNA-Polymerase, wurde von Forschern an der UNC-Chapel Hill Gillings School of Global Public Health entwickelt. Die Ergebnisse der jüngsten Studie wurden am 6. April 2020 online von der Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlicht. Die veröffentlichte Studie ergab, dass EIDD-2801 kultivierte humane Lungenzellen schützen kann, die mit SARS-Cov-2 infiziert sind. Das Medikament scheint ebenfalls bei der Behandlung anderer schwerer Coronavirus-Infektionen effektiv zu sein. Experimente mit Mäusen ergaben, dass, wenn EIDD-2801 zwischen 12 und 24 Stunden nach Beginn der Infektion mit Viren verabreicht wird, die mit COVID-19 verwandt sind, Lungenschäden und Gewichtsverlust signifikant reduziert waren. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass das Medikament oral verabreicht werden kann, im Gegensatz zu anderen Behandlungen, die intravenös verabreicht werden müssen. Die Einfachheit der Behandlung bietet das Potenzial für eine Behandlung weniger kranker Patienten oder zur Prophylaxe.

Link zur Studie: https://stm.sciencemag.org/content/early/2020/04/03/scitranslmed.abb5883

 


8. April 2020

Forschungsergebnisse zeigen, dass der COVID-19-Impfstoffkandidat vielversprechend ist

Interessante Nachrichten aus einer Geschichte, die in ScienceDaily veröffentlicht wurde

 

Wissenschaftler an der University of Pittsburgh School of Medicine kündigten einen potenziellen Impfstoff gegen COVID-19 an. Bei Tests an Mäusen produzierte der Impfstoff Antikörper spezifisch für Sars-CoV-2 in Mengen, die zur Neutralisierung des Virus ausreichend waren. Der wissenschaftliche Artikel mit detaillierten Angaben zu der Studie erschien am 2. April 2020 in EBioMedicine, die von Lancet veröffentlicht wird. Unter Verwendung von Grundlagen, die während früherer Coronavirus-Epidemien geschaffen wurden, visiert der Impfstoff das Spike-Protein des Coronavirus an. Der Impfstoff wird unter Verwendung von laborgefertigten Teilen des viralen Proteins hergestellt, um das Immunsystem zu stärken. Dies geschieht auf die gleiche Art und Weise, wie die derzeitigen Grippeimpfungen funktionieren. Die Forscher verwenden einen neuartigen Ansatz zur Verabreichung des Medikaments namens Mikronadel-Array, um dessen Potenz zu erhöhen. Der Senior-Co-Autor der Studie erklärte, dass „Tests an Patienten normalerweise mindestens ein Jahr und wahrscheinlich länger dauern würden.“

Link zur Studie: https://www.thelancet.com/journals/ebiom/article/PIIS2352-3964(20)30118-3/fulltext#coronavirus-linkback-header

Link zum Zeitungsartikel: https://www.sciencedaily.com/releases/2020/04/200402144508.htm

 


6. April 2020

Neuer Bericht stellt keinen Nutzen aus der Kombination von Hydroxychloroquin und Azithromycin bei schwer kranken COVID-19-Patienten fest

Eine kleine Studie, in der das Medikament Hydroxychloroquin in Kombination mit Azithromycin bei Patienten mit schweren Symptomen untersucht wurde, ergab keinen Hinweis auf eine starke antivirale Aktivität oder einen klinischen Nutzen aus der Kombination der Medikamente.  Die Studie umfasste lediglich elf Patienten, acht davon hatten Grunderkrankungen, die sie einem schlechten Risiko aussetzten. Diese Studie ist zu klein, um aussagekräftige statistische Analysen oder Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit oder Sicherheit der Medikamente zu erlauben. Dieser Bericht zieht jedoch die antivirale Wirksamkeit dieser Kombination bei schwer kranken COVID-19-Patienten in Zweifel, worauf eine frühere französische Studie hindeutete.

Link zur Studie:  https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0399077X20300858?via%3Dihub

 


6. April 2020

CDC empfiehlt die Verwendung von Gesichtsbedeckungen aus Stoff, insbesondere in Zonen mit signifikanter Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Ein signifikanter Teil der mit Coronavirus infizierten Personen weist keine Symptome auf, und selbst diejenigen, welche schließlich Symptome entwickeln, können das Virus auf andere übertragen, bevor sich Symptome zeigen.  Dies bedeutet, dass sich das Virus zwischen Personen verbreiten kann, die in unmittelbarer Nähe interagieren - zum Beispiel durch Sprechen, Husten oder Niesen -, selbst wenn diese Personen keine Symptome aufweisen.  Angesichts dessen empfiehlt die CDC das Tragen von Gesichtsbedeckungen aus Stoff in öffentlichen Einrichtungen, wo andere Maßnahmen zur sozialen Distanzierung schwierig aufrechtzuerhalten sind (z. B. Lebensmittelgeschäfte und Apotheken), insbesondere in Zonen mit signifikanter Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Die Verwendung einfacher Gesichtsbedeckungen aus Stoff wird die Ausbreitung des Virus verlangsamen und Personen, die das Virus möglicherweise haben und dies nicht wissen, davon abhalten, es auf andere übertragen.  Gesichtsbedeckungen aus Stoff, die aus Haushaltsartikeln gefertigt oder zu Hause kostensparend aus gebräuchlichen Materialien hergestellt werden, können als zusätzliche, freiwillige öffentliche Gesundheitsmaßnahme verwendet werden.

Es ist wesentlich, hervorzuheben, dass die Einhaltung einer sozialen Distanz von 2 Metern wichtig ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. 

Die empfohlenen Gesichtsbedeckungen aus Stoff sind keine chirurgischen Masken oder N-95-Atemschutzmasken.  Jene stellen einen wichtigen Bedarf dar, der, wie in aktuellen CDC-Richtlinien empfohlen, weiterhin für medizinische Fachkräfte und andere medizinische Ersthelfer reserviert werden muss.

Bezüglich der vollständigen CDC-Empfehlungen siehe: https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/prevent-getting-sick/cloth-face-cover.html



Ressourcen-Startseite von COVID-19

 

   4. Juni 2020

 Erste Studie zu COVID-19-Antikörper-Medikament an Menschen

Eli Lilly, das Pharmaunternehmen mit Sitz in Indianapolis, begann diese Woche mit der ersten Studie an Menschen zu einem monoklonalen Antikörper-Medikament, das speziell gegen COVID-19 entwickelt wurde. Das Medikament ist ein hergestellter menschlicher Antikörper, der einen Antikörper verdoppelt, welcher im Blut eines Patienten gefunden wurde, der sich von COVID-19 erholt hatte. Das Blut des Patienten wurde mithilfe einer neuen Technologie untersucht, die mehr als 550 Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus identifizierte. Die Forscher wählten dann einen aus, der besonders wirksam gegen das Virus zu sein schien, und begannen mit dessen Herstellung im Labor. Antikörper-Medikamente müssen in die Vene injiziert werden, können jedoch Personen dabei unterstützen, sich von der Krankheit zu erholen. Sie könnten außerdem vorbeugend bei Personen mit hohem Risiko eingesetzt werden, die der Erkrankung ausgesetzt sind, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Link zur Ankündigung: https://www.biopharmadive.com/news/eli-lilly-abcellera-coronavirus-antibody-drug-first-trial/578980/


 

   4. Juni 2020

 Erste Studie zu COVID-19-Antikörper-Medikament an Menschen

Eli Lilly, das Pharmaunternehmen mit Sitz in Indianapolis, begann diese Woche mit der ersten Studie an Menschen zu einem monoklonalen Antikörper-Medikament, das speziell gegen COVID-19 entwickelt wurde. Das Medikament ist ein hergestellter menschlicher Antikörper, der einen Antikörper verdoppelt, welcher im Blut eines Patienten gefunden wurde, der sich von COVID-19 erholt hatte. Das Blut des Patienten wurde mithilfe einer neuen Technologie untersucht, die mehr als 550 Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus identifizierte. Die Forscher wählten dann einen aus, der besonders wirksam gegen das Virus zu sein schien, und begannen mit dessen Herstellung im Labor. Antikörper-Medikamente müssen in die Vene injiziert werden, können jedoch Personen dabei unterstützen, sich von der Krankheit zu erholen. Sie könnten außerdem vorbeugend bei Personen mit hohem Risiko eingesetzt werden, die der Erkrankung ausgesetzt sind, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Link zur Ankündigung: https://www.biopharmadive.com/news/eli-lilly-abcellera-coronavirus-antibody-drug-first-trial/578980/


 

   4. Juni 2020

 Erste Studie zu COVID-19-Antikörper-Medikament an Menschen

Eli Lilly, das Pharmaunternehmen mit Sitz in Indianapolis, begann diese Woche mit der ersten Studie an Menschen zu einem monoklonalen Antikörper-Medikament, das speziell gegen COVID-19 entwickelt wurde. Das Medikament ist ein hergestellter menschlicher Antikörper, der einen Antikörper verdoppelt, welcher im Blut eines Patienten gefunden wurde, der sich von COVID-19 erholt hatte. Das Blut des Patienten wurde mithilfe einer neuen Technologie untersucht, die mehr als 550 Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus identifizierte. Die Forscher wählten dann einen aus, der besonders wirksam gegen das Virus zu sein schien, und begannen mit dessen Herstellung im Labor. Antikörper-Medikamente müssen in die Vene injiziert werden, können jedoch Personen dabei unterstützen, sich von der Krankheit zu erholen. Sie könnten außerdem vorbeugend bei Personen mit hohem Risiko eingesetzt werden, die der Erkrankung ausgesetzt sind, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Link zur Ankündigung: https://www.biopharmadive.com/news/eli-lilly-abcellera-coronavirus-antibody-drug-first-trial/578980/


 

   4. Juni 2020

 Erste Studie zu COVID-19-Antikörper-Medikament an Menschen

Eli Lilly, das Pharmaunternehmen mit Sitz in Indianapolis, begann diese Woche mit der ersten Studie an Menschen zu einem monoklonalen Antikörper-Medikament, das speziell gegen COVID-19 entwickelt wurde. Das Medikament ist ein hergestellter menschlicher Antikörper, der einen Antikörper verdoppelt, welcher im Blut eines Patienten gefunden wurde, der sich von COVID-19 erholt hatte. Das Blut des Patienten wurde mithilfe einer neuen Technologie untersucht, die mehr als 550 Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus identifizierte. Die Forscher wählten dann einen aus, der besonders wirksam gegen das Virus zu sein schien, und begannen mit dessen Herstellung im Labor. Antikörper-Medikamente müssen in die Vene injiziert werden, können jedoch Personen dabei unterstützen, sich von der Krankheit zu erholen. Sie könnten außerdem vorbeugend bei Personen mit hohem Risiko eingesetzt werden, die der Erkrankung ausgesetzt sind, bevor ein Impfstoff verfügbar ist.

Link zur Ankündigung: https://www.biopharmadive.com/news/eli-lilly-abcellera-coronavirus-antibody-drug-first-trial/578980/