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Ursachen und Merkmale von Husten

Ursachen und Merkmale von Husten

Ursache*

Häufige Merkmale*

Untersuchungen

Akut (kürzer als 3 Wochen)

Pfeifende Atmung oder Keuchatmung, Kurzatmigkeit und Atmen mit gespitzten Lippen

Oft Husten mit Auswurf

Bei Patienten, die bereits an COPD leiden

Ärztliche Untersuchung

Manchmal eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und Tests zur Beurteilung, wie gut die Lunge arbeitet (Lungenfunktionsprüfung)

Fremdkörper

Plötzlich auftretender Husten bei Personen mit Kommunikationsschwierigkeiten und/oder Schluckstörungen

Keine Symptome einer Infektion der oberen Atemwege

Bei sonst gesunden Personen

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Kurzatmigkeit, die sich in liegender Position verschlimmert oder 1 bis 2 Stunden nach dem Einschlafen eintritt

Üblicherweise auf Flüssigkeit in der Lunge hinweisende Geräusche bei Untersuchung mit Stethoskop

In der Regel Schwellungen (Ödeme) in den Beinen

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Manchmal ein Bluttest zur Messung einer Substanz, die als „brain natriuretic peptide“ (BNP) bezeichnet wird, die bei einer Dehnung der Herzkammern produziert wird.

Manchmal eine Echokardiographie

Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Husten mit Auswurf von Schleim (produktiver Husten) und Kurzatmigkeit

Plötzliche stechende Brustschmerzen, die bei tiefem Einatmen schlimmer werden

Gewisse auffällige Atemgeräusche bei Untersuchung mit Stethoskop

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Sputum- und Blutkulturen bei schwer kranken Patienten oder Patienten, die während eines Krankenhausaufenthalts erkrankt sind

Sinubronchiales Syndrom (aufgrund von Allergien, Viren oder Bakterien)

Kopfschmerzen, Halsschmerzen und verstopfte Nase mit blasser, geschwollener Nasenschleimhaut

Übelkeit

Gelegentlich sichtbare Tropfen im hinteren Rachenbereich

In der Regel nur eine ärztliche Untersuchung

Gelegentlich Verabreichung von Antihistaminika und schleimlösenden Mitteln, um zu schauen, ob die Symptome verschwinden

Lungenembolie (plötzliche Verstopfung einer Arterie in der Lunge, in der Regel aufgrund eines Blutgerinnsels)

Plötzliches Auftreten von stechenden Brustschmerzen, die sich beim Einatmen in der Regel verstärken

Kurzatmigkeit

Erhöhte Herz- und Atemfrequenz

Oft Risikofaktoren für Lungenembolien, wie z. B. Krebs, Immobilisierung (bei Bettlägerigkeit), Blutgerinnsel in den Beinen, Schwangerschaft, Einnahme der Antibabypille (orale Kontrazeptiva) oder sonstiger Medikamente mit Östrogen, ein kürzlich erfolgter chirurgischer Eingriff oder Krankenhausaufenthalt sowie Auftreten der Krankheit in der Familie

Spezielle Aufnahmen der Lunge, wie z. B. mit CT-Angiographie, einer Lungenventilations- bzw. einer Lungenperfusionsszintigraphie oder pulmonalen Angiographie

Infektionen der oberen Atemwege, z. B. akute Bronchitis

Die Nase läuft oder ist verstopft, die Nasenschleimhaut gerötet

Halsschmerzen und Krankheitsgefühl (Unwohlsein)

Ärztliche Untersuchung

Chronisch (länger als 3 Wochen)

Anhaltende Reizung der Atemwege nach dem Abklingen der eigentlichen Infektion

Trockener Husten ohne Auswurf, der unmittelbar nach einer Atemwegsinfektion eintritt

Keine verstopfte Nase und keine Halsschmerzen

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Hemmstoffe des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (ACE-Hemmer)

Trockener, hartnäckiger Husten

Einnahme eines ACE-Hemmers (Husten kann innerhalb von Tagen, aber auch erst Monate nach der ersten Einnahme des Medikaments auftreten)

Absetzen des ACE-Hemmers, um zu schauen, ob Symptome verschwinden

Aspiration

Nasser Husten nach dem Essen oder Trinken, sichtbare Schluckbeschwerden oder beides

Bei Patienten, die einen Schlaganfall oder eine sonstige Störung erlitten haben, bei der sich Kommunikationsschwierigkeiten ergeben (wie z. B. Demenz)

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Gelegentlich Röntgenaufnahmen des Schluckvorgangs (modifizierte Barium-Pharyngographie)

Bronchoskopie

Asthma (Hustenvariante)

Husten, der nach verschiedenen Auslösern aufzutreten scheint, wie z. B. nach Belastung durch Pollen oder sonstige Allergene, nach Kälte oder nach körperlicher Aktivität

Möglicherweise Keuchatmung und Kurzatmigkeit

Lungenfunktionsprüfung

Gelegentlich Verabreichung von Bronchodilatatoren (die Atemwege erweiternde Medikamente) wie Salbutamol, um zu schauen, ob Symptome verschwinden

Chronische Bronchitis (bei Rauchern)

Produktiver Husten an den meisten Tagen eines Monats oder während 3 Monaten pro Jahr in 2 aufeinander folgenden Jahren

Häufiges Räuspern und Kurzatmigkeit

Keine verstopfte Nase und keine Halsschmerzen

Bei Patienten mit COPD

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Tests zur Beurteilung, wie gut die Lunge ihre Funktionen wahrnimmt

Brennende Schmerzen in der Brust (Sodbrennen) oder im Bauch, die sich nach dem Verzehr bestimmter Speisen, bei sportlicher Betätigung oder in liegender Position verschlimmern

Säuerlicher Geschmack im Mund, vor allem nach dem Aufwachen

Heiserkeit

Keuchatmung

Husten mitten in der Nacht oder am frühen Morgen

Manchmal außer Husten keine weiteren Symptome

Manchmal lediglich ärztliche Untersuchung

Gelegentlich Verabreichung von Medikamenten zur Unterdrückung von Säure, wie z. B. H2-Blocker (Antihistaminika) oder Protonenpumpenhemmer, um zu schauen, ob Symptome verschwinden

Gelegentlich Einführung eines flexiblen Schlauchs in Speiseröhre und Magen (Endoskopie)

Gelegentlich Anbringen eines Sensors in der Speiseröhre für 24 Stunden, um den Säuregrad (pH-Wert) zu messen

Ein Lungentumor

Husten mit gelegentlich blutigem Auswurf

Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß

Vergrößerte, feste, nicht schmerzende Lymphknoten im Nacken

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Oft CT des Brustkorbs

Oft Bronchoskopie

Sinubronchiales Syndrom (normalerweise aufgrund einer Allergie)

Kopfschmerzen, Halsschmerzen und verstopfte Nase mit blasser, geschwollener Nasenschleimhaut

Gelegentlich sichtbare Tropfen im hinteren Rachenbereich

Manchmal lediglich ärztliche Untersuchung

Gelegentlich Verabreichung von Antihistaminika und schleimlösenden Mitteln, um zu schauen, ob Symptome verschwinden

Manchmal Allergietests

Tuberkulose oder Pilzinfektionen

Husten mit gelegentlich blutigem Auswurf

Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß

Kontakt mit einer Person, die Tuberkulose hat

Aufenthalt oder Reisen in einer Gegend, in der Tuberkulose oder Pilzinfektionen der Lunge verbreitet sind

HIV-Infektion oder Risikofaktoren für eine HIV-Infektion

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Hauttest und bei positivem Befund entsprechende Untersuchung und Sputumkultur

Gelegentlich CT des Brustkorbs

*Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

Diese Ursachen sind selten.

CT = Computertomographie.