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Einige Ursachen und Merkmale für Erbrechen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Einige Ursachen und Merkmale für Erbrechen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Ursache

(von der häufigsten zur seltensten)

Häufige Merkmale*

Untersuchungen

Bei Säuglingen

Normalerweise mit Durchfall (der selten blutig ist)

Manchmal Fieber

Manchmal vor kurzem erfolgter Kontakt mit infizierten Personen (z. B. in einer Kindertagesstätte), mit Tieren in einem Streichelzoo (wo Escherichia [E.] coli übertragen werden könnten), mit Reptilien (die mit Salmonellen-Bakterien infiziert sein könnten) oder kürzlich erfolgte Einnahme nicht durchgegarter, kontaminierter Nahrungsmittel oder kontaminierten Wassers

Ärztliche Untersuchung

Manchmal körperliche Untersuchung und Anlegen einer Stuhlkultur

Symptome, die nach dem Füttern auftreten, unter anderem: Quengeligkeit, Weinen, Aufstoßen/Spucken, im Rücken überstrecken oder eine Kombination davon

Manchmal ein Husten beim Hinlegen oder geringe Gewichtszunahme oder beides

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Behandlung mit Medikamenten, um die Säureproduktion zu unterdrücken (wenn die Symptome sich bessern, liegt als Ursache wahrscheinlich eine gastroösophageale Refluxkrankheit vor)

Manchmal eine Röntgenaufnahme des oberen Verdauungstrakts nach der oralen Einnahme von Barium (Röntgenserie des oberen GI)

Manchmal Endoskopie

Pylorusstenose (Verengung oder Blockade des Magenausgangs)

Kräftiges (heftiges) Erbrechen, das sofort und nach allen Fütterungen bei Säuglingen im Alter von 3–6 Wochen auftritt

Anzeichen einer Austrocknung, ausgemergelte Erscheinung oder beides

Bei Säuglingen, die hungrig erscheinen und gierig trinken

Häufiger bei Jungen, besonders erstgeborenen Jungen

Ultraschall des Magens

Wenn ein Ultraschall nicht durchführbar oder nicht aufschlussreich ist, Röntgenserie des oberen GI

Geburtsfehler, die eine Verengung (Stenose) oder Blockade (Atresie) des Verdauungstrakts hervorrufen

Verzögerte Passage des ersten Stuhlgangs (als Mekonium bezeichnet)

Geschwollener Bauch

In den ersten 24–48 Lebensstunden (bei Blockade des Verdauungstrakts) oder etwas später (wenn nur eine Verengung vorliegt) hellgrünes oder gelbes Erbrochenes, was auf Galle hinweist

Häufiger bei Säuglingen mit Down-Syndrom oder Säuglingen, deren Mütter während der Schwangerschaft zu viel Fruchtwasser in der Gebärmutter hatten

Röntgenaufnahme des Bauchs

Röntgenserie des oberen GI oder Röntgenaufnahmen des unteren Verdauungstrakts nach der Einnahme von Barium über das Rektum (Bariumeinlauf), je nach vermuteter Lage des Problems

Darminvagination (ein Darmsegment schiebt sich in das nächste)

Weinen, das alle 15–20 Minuten in Schüben auftritt, wobei die Kinder häufig ihre Beine zum Oberkörper ziehen

Später ein Druckschmerz des Bauchs, wenn er berührt wird und Stuhlgang, der wie Johannisbeergelee aussieht (da er Blut enthält)

Typischerweise bei Kindern im Alter von 3–36 Monaten

Einblasen von Luft in das Rektum (Lufteinlauf)

Manchmal Ultraschall des Bauchs

Malrotation (anormale Entwicklung des Darms, was zu einer anormalen Lage und erhöhten Anfälligkeit für Darmverschlingungen führt)

Hellgrünes oder gelbes Erbrochenes (Anzeichen für Galle), geschwollener Bauch und Blut im Stuhl

Häufig bei Neugeborenen

Röntgenaufnahme des Bauchs

Röntgenserie des oberen GI oder Bariumeinlauf

Fieber oder Teilnahmslosigkeit

Großes Blutbild

Anlegen einer Kultur von Blut, Urin und Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit

Wenn das Kind Atemprobleme hat, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Verstopfung oder Durchfall

Schlechte Nahrungsaufnahme

Gewichtsverlust, schlechtes Wachstum oder beides

Blut im Stuhl

Symptome, die nachlassen, wenn die Säuglingsnahrung gewechselt wird

Möglicherweise Endoskopie, Koloskopie oder beides

Schlechtes Fütterungsverhalten, keine erwartungsgemäße Entwicklung und schlechtes Wachstum (Gedeihstörung)

Trägheit (Teilnahmslosigkeit)

Andere Merkmale hängen von der Erkrankung ab, z. B.

  • Gelbsucht

  • Katarakte (grauer Star)

  • Ungewöhnlicher Geruch von Körper und Urin

Screening aller Neugeborenen mithilfe einer kleinen Blutprobe, die an der Ferse entnommen wird

Bluttests zur Messung der Elektrolytspiegel (Mineralstoffe, die zur Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts notwendig sind), von Ammoniak und Glukose

Andere Tests, je nach vermuteter Ursache

Bei Kindern und Jugendlichen

Normalerweise mit Durchfall (der selten blutig ist)

Manchmal Fieber

Manchmal vor kurzem erfolgter Kontakt mit infizierten Personen (z. B. in einer Kindertagesstätte, in einem Freizeitlager oder auf einer Kreuzfahrt), mit Tieren in einem Streichelzoo (wo Escherichia [E.] coli übertragen werden können), mit Reptilien (die mit Salmonellen-Bakterien infiziert sein könnten) oder kürzlich erfolgte Einnahme nicht durchgegarter, kontaminierter Nahrungsmittel oder kontaminierten Wassers

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Untersuchung einer Stuhlprobe oder Anlegen einer Stuhlkultur

Sodbrennen

Schmerzen in Brust oder Oberbauch

Symptome, die sich beim Hinlegen oder nach dem Essen verschlimmern

Manchmal ein nächtlicher Husten

Ärztliche Untersuchung

Symptome, die nach der medikamentösen Behandlung zur Unterdrückung der Säureproduktion verschwinden oder sich verringern

Manchmal eine Röntgenserie des oberen GI

Manchmal Endoskopie

Gastroparese oder verzögerte Magenentleerung (langsames Leeren des Magens)

Völlegefühl nach Verzehr von nur geringen Mengen

Manchmal eine vor Kurzem aufgetretene Viruserkrankung

Ärztliche Untersuchung

Röntgenserie des oberen GI oder Röntgenaufnahmen, die nach dem oralen Füttern von Säuglingsnahrung oder Nahrung aufgenommen werden (Magenentleerungstest)

Erbrechen, das sofort nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftritt

Häufig Quaddeln, Schwellungen von Lippe oder Zunge, Atembeschwerden, Keuchatmung, Bauchschmerzen, Durchfall oder eine Kombination davon

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Allergietests

Vermeidung bestimmter Nahrungsmittel, um herauszufinden, ob die Symptome abklingen

Infektionen in anderen Bereichen des Körpers als dem Verdauungstrakt

Fieber

Häufig Symptome, die auf die Infektionsstelle hindeuten, z. B. Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten am Hals, Schmerzen beim Urinieren, Schmerzen an der Seite (Flanke) oder eine laufende Nase

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Tests je nach vermuteter Ursache

Anfangs ein allgemeines Krankheitsgefühl und Unbehagen in der Bauchmitte, gefolgt von Schmerzen, die in den rechten Unterbauch wandern

Danach Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber

Ultraschall oder CT des Bauchs

Erhöhter Schädeldruck (intrakranielle Hypertonie), hervorgerufen durch einen Tumor oder eine Verletzung

Nächtliches oder morgendliches Aufwachen aufgrund von Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, die sich verschlimmern und durch Husten oder Stuhlgang noch schlimmer werden

Manchmal Sehstörungen und Schwierigkeiten beim Gehen, Reden oder Denken

CT des Gehirns

Wiederkehrende Erbrechens-Episoden, unterbrochen von Phasen des Wohlfühlens

Häufig Kopfschmerzen in Verbindung mit Erbrechen

Häufig familiär bekannte Migräne

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Tests, um andere Ursachen für wiederkehrende Erbrechens-Episoden auszuschließen

Absichtlich zu wenig essen, um Gewicht zu verlieren oder zu viel essen (Heißhungerattacken), gefolgt von absichtlichem Erbrechen oder Einnahme von Laxativa (Abführmitteln)

Erosion des Zahnschmelzes und Narben auf der Hand, die vom Auslösen des Brechreizes stammen

Gestörtes Körperbild

Ärztliche Untersuchung

Keine Menstruationen

Übelkeit am Morgen, Wassereinlagerungen und druckempfindliche Brüste

Sexuelle Aktivität (obwohl viele Jugendliche dies leugnen) ohne oder mit falscher Verhütungsmethode

Urin-Schwangerschaftstest

Einnahme von Giftstoffen, z. B. große Mengen Acetaminophen, Eisen oder Alkohol

Verschiedene Merkmale, je nach Substanz

Häufig bekannte frühere Einnahme der Substanz

Bluttests zur Messung der Konzentration dieser Substanz

* Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

CT = Computertomographie; GI = gastrointestinal.