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Einfluss von Lebererkrankungen auf Arzneimittel

Von

Danielle Tholey

, MD, Thomas Jefferson University Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Quellen zum Thema

Bei Lebererkrankungen verändert sich oft die Wirkung von Arzneimitteln im Körper – das kann auf verschiedene Arten geschehen:

  • Welche Menge des Arzneimittels wird über den Darm aufgenommen?

  • Wie schnell und wie vollständig wird das Arzneimittel in der Leber umgewandelt – z. B. aktiviert oder inaktiviert (also abgebaut, sodass es keine Wirkung auf den Körper mehr hat)?

  • Welche Menge des Arzneimittels wird an den Körper abgegeben?

  • Wie schnell wird das Arzneimittel aus dem Körper ausgeschieden?

  • Wie empfindlich ist der Körper auf die Wirkungen des Arzneimittels?

Die spezifischen Auswirkungen von Lebererkrankungen hängen vom jeweiligen Arzneimittel ab. Lebererkrankungen können die Wirkung von Arzneimitteln verstärken oder auch senken. Die Wirkung eines Arzneimittels wird verstärkt, wenn es von der Leber weniger gut abgebaut bzw. inaktiviert werden kann. Die Wirkung des Arzneimittels wird gesenkt, wenn es von der Leber weniger gut in eine aktive Form umgewandelt werden kann oder der Körper das Arzneimittel weniger gut aufnehmen oder weiterleiten kann.

Wussten Sie ...

  • Lebererkrankungen können die Wirkung von Arzneimitteln verstärken oder auch senken.

Chronische Lebererkrankungen können die Empfindlichkeit auf die Wirkungen bestimmter Arzneimittel erhöhen, auch wenn dadurch die Menge des Arzneimittels im Körper selbst nicht erhöht wird. Wenn zum Beispiel Patienten mit einer Lebererkrankung nur eine geringe Dosis an opioiden Schmerzmitteln (z. B. Morphin) oder Beruhigungsmitteln (z. B. Lorazepam) einnehmen, kann sich ihre geistige Funktionsfähigkeit verschlechtern, und es kann zu Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit und Aufmerksamkeitsstörungen kommen. Dies ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Lebererkrankung das Gehirn für die Wirkungen dieser Arzneimittel empfindlicher macht.

Weil Lebererkrankungen kompliziert sind, kann oft nicht vorausgesehen werden, welchen Einfluss sie auf ein spezifisches Arzneimittel haben werden. Es kann daher schwierig sein, die Dosierung von Arzneimitteln für Patienten mit Lebererkrankungen anzupassen.

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