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Alkoholbedingte Lebererkrankung

Von

Nicholas T. Orfanidis

, MD, Thomas Jefferson University Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Mit alkoholbedingter Lebererkrankung werden Leberschädigungen bezeichnet, die durch den Konsum von zu viel Alkohol über einen längeren Zeitraum verursacht werden.

  • Im Allgemeinen bestimmt die Menge des Alkoholkonsums (wie viel, wie oft und wie lange) das Risiko und den Schweregrad des Leberschadens.

  • Zunächst treten keine Symptome auf, später reichen sie von Fieber, Gelbsucht, Müdigkeit und einer druckempfindlichen, schmerzenden und vergrößerten Leber bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Blutungen im Verdauungstrakt und einer Verschlechterung der Gehirnfunktion.

  • Zur Beurteilung, ob ein Alkoholproblem vorliegt, können Patienten darum gebeten werden, einen Fragebogen auszufüllen, und auch Familienmitglieder können danach gefragt werden, wie viel der betreffende Patient trinkt.

  • Wenn Patienten, die übermäßig viel trinken, Symptome einer Lebererkrankung aufweisen, werden Bluttests zur Beurteilung der Leber und gelegentlich auch eine Leberbiopsie durchgeführt.

  • Die beste Therapie besteht darin, den Alkoholkonsum aufzugeben, was jedoch sehr schwierig ist und oft die Teilnahme an einem Rehabilitationsprogramm erfordert.

Schätzungsweise leiden jährlich etwa 8,5 Prozent der Erwachsenen an einer alkoholbedingten Erkrankung. Bei Männern kommt Alkoholmissbrauch etwa doppelt so oft vor wie bei Frauen. (Siehe auch Alkohol Alkohol Alkohol (Ethanol) macht depressiv. Der rasche oder regelmäßige Konsum von großen Mengen Alkohol kann zu gesundheitlichen Problemen, wie Organschäden, Koma und Tod, führen. Genetische und persönliche... Erfahren Sie mehr .)

Nach der Aufnahme über den Verdauungstrakt wird der Hauptteil des Alkohols in der Leber abgebaut. Beim Alkoholabbau werden Substanzen freigesetzt, welche die Leber schädigen können. Je mehr Alkohol jemand trinkt, desto größer ist der verursachte Leberschaden. Bei Leberschäden aufgrund von Alkohol kann die Leber ihre Funktionen noch eine Weile aufrechterhalten, da sie sich von leichteren Schädigungen erholt. Die Leber funktioniert zudem normal weiter, auch wenn bis zu 80 Prozent von ihr beschädigt sind. Wenn jedoch weiterhin Alkohol getrunken wird, schreitet die Leberschädigung fort und kann schließlich zum Tod führen. Wenn das Trinken aufgegeben wird, können Schäden zum Teil rückgängig gemacht werden. Die Lebenserwartung verlängert sich entsprechend.

Eine Zirrhose kann die folgenden schweren Komplikationen mit sich bringen:

Risikofaktoren für eine alkoholbedingte Lebererkrankung

Die Wahrscheinlichkeit einer alkoholbedingten Lebererkrankung erhöht sich in folgenden Fällen:

  • Wenn große Mengen Alkohol getrunken werden

  • Wenn über einen längeren Zeitraum (in der Regel mehr als 8 Jahre) getrunken wird

  • Bei Frauen

  • Wenn jemand Erbgut aufweist, das den Betroffenen empfänglicher für eine alkoholbedingte Lebererkrankung macht

  • Fettleibigkeit

Alkoholkonsum

Das Risiko einer alkoholbedingten Lebererkrankung kann besser erfasst werden, wenn bekannt ist, wie viel Alkohol jemand trinkt. Um beurteilen zu können, wie viel man trinkt, muss man den Alkoholgehalt der verschiedenen alkoholischen Getränke kennen. Verschiedene Getränke enthalten unterschiedliche Mengen an Alkohol.

  • Biere: meistens 2 bis 7 Vol.-%

  • Weine: meistens 10 bis 15 Vol.-%

  • Schnäpse: meistens 40 bis 45 Vol.-%

In den typischen Portionen, in denen diese unterschiedlichen Getränke in der Regel serviert werden, ist die Alkoholmenge jeweils recht ähnlich, auch wenn die Getränke unterschiedlich groß sind:

  • Eine Dose Bier (ca. 330 ml): Etwa 4–24 ml

  • Ein Glas Wein (ca. 150 ml): Etwa 20–30 ml

  • Ein Glas Schnaps oder ein typisches Mixgetränk (ca. 40 ml): Etwa 15 ml

Der Alkoholgehalt in Schnaps wird manchmal in der Maßeinheit Proof angegeben (besonders in den USA und in Großbritannien). Angaben des Alkoholgehalts in Proof sind etwa doppelt so hoch wie Angaben in Volumenprozent. Ein Schnaps mit 80° Proof enthält also ungefähr 40 Vol.-% Alkohol.

Bei Männern erhöht sich das Risiko, wenn sie über mehr als 10 Jahre täglich mehr als ca. 45 ml Alkohol trinken (und ganz bestimmt, wenn sie mehr als 90 ml trinken). 45 ml Alkohol pro Tag sind etwa 3 Dosen Bier, 3 Glas Wein oder 3 Schnäpse. Um eine Leberzirrhose zu bekommen, müssen Männer normalerweise über mehr als 10 Jahre täglich mehr als 90 ml Alkohol zu sich nehmen. 90 ml Alkohol pro Tag sind etwa 6 Dosen Bier, 5 Glas Wein oder 6 Schnäpse. Etwa die Hälfte der Männer, die während zwanzig Jahren täglich über 235 ml Alkohol trinken, entwickelt eine Zirrhose Leberzirrhose Die Zirrhose ist eine weit verbreitete Störung der inneren Struktur der Leber. Sie entsteht, wenn große Mengen des normalen Lebergewebes dauerhaft durch nicht funktionierendes Narbengewebe ersetzt... Erfahren Sie mehr Leberzirrhose .

Verallgemeinert lässt sich sagen, dass das Risiko einer alkoholbedingten Lebererkrankung zunimmt, je mehr und je länger man trinkt. Nicht jeder, der über längere Zeit viel trinkt, entwickelt jedoch eine Lebererkrankung. Es sind also auch andere Faktoren daran beteiligt.

Geschlecht

Frauen sind anfälliger für Leberschäden durch Alkohol, selbst wenn man kleinere Mengen aufgrund der geringeren Körpergröße berücksichtigt. Frauen sind bereits einem Risiko für Leberschäden ausgesetzt, wenn sie etwa halb so viel Alkohol trinken wie Männer. Das heißt, wenn sie mehr als 20–40 ml Alkohol pro Tag trinken, gefährden sich Frauen bereits. Das Risiko kann bei Frauen erhöht sein, da deren Verdauungssystem den Alkohol möglicherweise nicht so gut verarbeiten kann. Dadurch steigt die Alkoholmenge, die in die Leber gelangt.

Erbfaktoren

Das Erbgut spielt vermutlich ebenfalls eine Rolle, denn alkoholbedingte Lebererkrankung liegt oft in der Familie. Mitglieder der gleichen Familie können Gene aufweisen, die ihre Fähigkeit zum Abbau von Alkohol einschränken.

Adipositas

Auch Fettleibigkeit (Adipositas) macht Menschen anfällig für Leberschäden durch Alkohol.

Andere Faktoren

Eisen kann sich anhäufen, wenn jemand an Hämochromatose Hämochromatose Die Hämochromatose ist eine Erbkrankheit, die dazu führt, dass der Körper zu viel Eisen aufnimmt, sodass das Eisen im Körper angereichert wird und Organe beschädigt. In den Vereinigten Staaten... Erfahren Sie mehr Hämochromatose leidet (eine Erbkrankheit, die zur Aufnahme von zu viel Eisen führt) oder wenn Likörwein getrunken wird, der Eisen enthält. Die Anhäufung von Eisen steht jedoch nicht unbedingt in einem Zusammenhang damit, wie viel Eisen konsumiert wird.

Über 25 Prozent der starken Trinker haben auch Hepatitis C, und die Kombination von hohem Alkoholkonsum und Hepatitis C erhöht das Risiko einer Zirrhose erheblich.

Symptome einer alkoholbedingten Lebererkrankung

Starke Trinker weisen in der Regel ab dem 30. oder 40. Lebensjahr erste Symptome auf, und ernste Probleme entstehen etwa 10 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Symptome.

Wenn die alkoholbedingte Lebererkrankung zu einer alkoholischen Hepatitis fortschreitet, können sich leichte bis lebensbedrohliche Symptome ergeben. Betroffene leiden möglicherweise unter Fieber, Gelbsucht und einer empfindlichen, schmerzhaften und vergrößerten Leber. Sie können auch Müdigkeit verspüren.

Alkoholmissbrauch kann dazu führen, dass sich das Bindegewebe in den Handflächen zusammenzieht, sodass sich die Finger verkrümmen (sog. Dupuytren-Kontraktur Dupuytren-Kontraktur Eine Dupuytren-Kontraktur (palmare Fibromatose) entsteht durch fortschreitendes Schrumpfen von Fasergewebe (Faszien) in der Handfläche, wodurch sich die Finger immer mehr beugen. Eine Klauenstellung... Erfahren Sie mehr Dupuytren-Kontraktur ) und die Handflächen röten (sog. Erythem). Kleine, spinnenartige Blutgefäße (Spinnennävi) können auf der Haut am Oberkörper auftauchen. Die Speicheldrüsen in den Wangen können sich vergrößern, und Muskeln können verkümmern. Die peripheren Nerven (außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks) können beschädigt werden, was zu Empfindungslosigkeit und Kraftverlust führt. Füße und Hände sind davon eher betroffen als Oberschenkel und Arme.

Starke Trinker können weibliche Merkmale entwickeln, wie z. B. glatte Haut, vergrößerte Brüste und Veränderungen der Schambehaarung. Die Hoden können sich zurückentwickeln.

Es kann zu einer Mangelernährung kommen, denn Alkohol hat zwar viele Kalorien, aber kaum Nährwert und senkt den Appetit. Die alkoholbedingten Schäden können zudem die Aufnahme und Verarbeitung von Nährstoffen beeinträchtigen. Es kann zu einem Mangel an Folsäure, Thiamin und weiteren Vitaminen oder Mineralstoffen kommen. Mineralstoffmängel können zu Schwäche und Zittern führen. Mangelernährung kann außerdem zu Schäden am peripheren Nervensystem führen oder dazu beitragen.

Eine Anämie kann entstehen, weil es zu Blutungen im Verdauungstrakt kommt oder die Betroffenen einen Mangel an Nährstoffen vorweisen, die zur Synthese von roten Blutkörperchen benötigt werden (gewisse Vitamine oder Eisen).

Bei 10 – 15 Prozent der Patienten mit einer Zirrhose aufgrund von Alkoholmissbrauch kommt es zu Leberkrebs.

Diagnose einer alkoholbedingten Lebererkrankung

  • Eine Beurteilung der Symptome durch den Arzt

  • Starker Alkoholkonsum in der Vorgeschichte

Eine alkoholbedingte Lebererkrankung wird bei Patienten vermutet, die Symptome einer Lebererkrankung aufweisen und erhebliche Mengen an Alkohol trinken.

Diesen Patienten kann ein Fragebogen mitgegeben werden, mit dessen Hilfe bestimmt werden kann, ob ein Alkoholproblem vorliegt. Auch Familienangehörige können danach gefragt werden, wie viel die betroffene Person trinkt (siehe Screening auf Alkoholmissbrauch Screening auf Alkoholkrankheit Alkohol (Ethanol) macht depressiv. Der rasche oder regelmäßige Konsum von großen Mengen Alkohol kann zu gesundheitlichen Problemen, wie Organschäden, Koma und Tod, führen. Genetische und persönliche... Erfahren Sie mehr ).

Es gibt keinen bestimmten Test für alkoholbedingte Lebererkrankungen. Wenn der Verdacht jedoch auf diese Diagnose fällt, werden Blutuntersuchungen zur Beurteilung der Leber (Leberfunktionstests Tests zu Leberwerten im Blut Lebertests sind Blutuntersuchungen und stellen eine nichtinvasive Möglichkeit dar, vorsorgliche Untersuchungen auf Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis bei gespendetem Blut) vorzunehmen und ihren... Erfahren Sie mehr ) vorgenommen. In einem großen Blutbild wird zudem überprüft, ob niedrige Blutplättchenwerte und Anämie vorliegen.

Mittels Elastographie, einer Weiterentwicklung der Ultraschalltechnik, kann beurteilt werden, wie steif die Leber ist. Eine steife Leber deutet auf eine Fibrose Leberfibrose Bei der Fibrose handelt es sich um die Bildung einer auffällig hohen Menge an Narbengewebe in der Leber. Sie tritt auf, wenn die Leber geschädigte Zellen reparieren und ersetzen will. Viele... Erfahren Sie mehr hin. Bei dieser Methode werden Ultraschallaufnahmen gemacht, während mit Druck oder Schwingungen auf die Leber eingewirkt wird. Dieser Test macht eine Biopsie oft unnötig.

Selbst wenn Untersuchung und Testergebnisse auf eine alkoholbedingte Lebererkrankung hindeuten, wird von Zeit zu Zeit auch nach anderen Lebererkrankungen gesucht, die behandelt werden können (v. a. Virushepatitis). Andere Ursachen für Leberprobleme können nämlich gleichzeitig auftreten und müssen behandelt werden.

Eine Leberbiopsie Biopsie der Leber Während eines chirurgischen Eingriffs kann eine Probe des Lebergewebes entnommen werden; diese wird aber häufiger durch das Einstechen einer Kanüle durch die Haut in die Leber gewonnen. Diese... Erfahren Sie mehr wird manchmal vorgenommen, wenn die Diagnose unklar ist oder wenn es mehr als eine Ursache für die Lebererkrankung zu geben scheint. Durch eine Leberbiopsie kann die Lebererkrankung bestätigt werden, sie liefert Hinweise darauf, ob Alkohol die wahrscheinliche Ursache ist, und die Art des vorliegenden Leberschadens kann bestimmt werden. Zudem kann festgestellt werden, ob sich Eisen in der Leber angehäuft hat. Eine solche Anhäufung weist auf eine Hämochromatose Hämochromatose Die Hämochromatose ist eine Erbkrankheit, die dazu führt, dass der Körper zu viel Eisen aufnimmt, sodass das Eisen im Körper angereichert wird und Organe beschädigt. In den Vereinigten Staaten... Erfahren Sie mehr Hämochromatose hin.

Bei Patienten mit Zirrhose wird untersucht, ob Leberkrebs Hepatozelluläres Karzinom Ein Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom) entsteht in den Leberzellen und ist die häufigste Art der primären Leberkarzinome. Eine Infektion mit Hepatitis B oder Hepatitis C, eine Fettleber... Erfahren Sie mehr vorliegt. Testmethoden umfassen Ultraschall- sowie Blutuntersuchungen zur Messung des Alphafetoproteinspiegels, der etwa bei der Hälfte der Patienten mit Leberkrebs erhöht ist.

Prognose der alkoholbedingten Lebererkrankung

Die Prognose hängt vom Ausmaß der Fibrose und der vorliegenden Entzündung ab.

Gewisse Befunde bei Biopsien und Blutuntersuchungen können zu aussagekräftigeren Prognosen führen. Für Prognosen können zudem Formeln und Modelle (mit einer Kombination der verschiedenen Testergebnisse) herangezogen werden.

Behandlung der alkoholbedingten Lebererkrankung

  • Alkoholabstinenz mit entsprechender Betreuung

  • Behandlung von Symptomen und Komplikationen

  • Behandlung der Leberschädigung

Abstinenz

Abstinenz ist in der Regel die beste Therapie. Mit Ausnahme einer Lebertransplantation Lebertransplantation Unter einer Lebertransplantation versteht man die Entnahme einer gesunden Leber oder manchmal eines Teils der Leber einer lebenden Person während einer Operation und die Einpflanzung dieser... Erfahren Sie mehr ist die Abstinenz die einzige Möglichkeit, um eine alkoholbedingte Lebererkrankung zu verlangsamen oder rückgängig zu machen. Überdies steht sie allen Patienten zur Verfügung und hat keine Nebenwirkungen.

Weil Alkoholabstinenz schwierig zu erreichen ist, werden verschiedene Strategien eingesetzt, um Patienten dazu zu motivieren, ihr Verhalten zu ändern. Diese Strategien umfassen Verhaltenstherapie und Psychotherapie (Gesprächstherapie) – häufig im Rahmen eines übergreifenden Rehabilitationsprogramms – sowie Selbsthilfe- und Supportgruppen (wie z. B. die Anonymen Alkoholiker) und Beratungsgespräche mit dem Hausarzt bzw. der Hausärztin. Therapien, die den Patienten bei der Klärung der Gründe helfen, weshalb sie das Alkoholtrinken aufgeben wollen (sogenannte Motivational Enhancement Therapy), können ebenfalls eingesetzt werden.

Arzneimittel

Medikamente werden gelegentlich eingesetzt, aber nur als Ergänzung zu Verhaltens- und psychosozialen Therapien (siehe Entzug und Rehabilitation Entzug und Rehabilitation Alkohol (Ethanol) macht depressiv. Der rasche oder regelmäßige Konsum von großen Mengen Alkohol kann zu gesundheitlichen Problemen, wie Organschäden, Koma und Tod, führen. Genetische und persönliche... Erfahren Sie mehr ). Gewisse Arzneimittel (wie z. B. Naltrexon, Nalmefen, Baclofen oder Acamprosat) helfen, indem sie Entzugserscheinungen und das Verlangen nach Alkohol mindern. Disulfiram hilft, weil es unangenehme Reaktionen (wie Hautrötungen) verursacht, wenn es zusammen mit Alkohol eingenommen wird. Dass Disulfiram die Alkoholabstinenz tatsächlich fördert, ist allerdings nicht erwiesen, und es wird daher nur für bestimmte Patienten empfohlen.

Behandlung von Symptomen und Komplikationen

Ärztlich behandelt werden die Probleme, die durch die alkoholbedingte Lebererkrankung verursacht werden, und die Entzugserscheinungen, die entstehen, wenn das Trinken aufgegeben wird.

Wertvolle Ernährung und Vitaminpräparate (besonders B-Vitamine) sind in den ersten Tagen der Entwöhnung wichtig. Sie können Nährstoffmängel ausgleichen, die sonst zu Komplikationen wie Schwäche, Zittern, Empfindungslosigkeit und Kraftverlust, Anämie sowie Wernicke-Enzephalopathie Wernicke-Enzephalopathie Die Wernicke-Enzephalopathie ist eine Störung des Gehirns, die zu Verwirrung, Augenproblemen und Gleichgewichtsverlust führt. Sie entsteht durch Thiaminmangel. Ein schwerer Thiaminmangel, ein... Erfahren Sie mehr führen können. Nahrungsergänzungsmittel können zudem den Allgemeinzustand verbessern. Bei einer schweren Entzündung werden Patienten oft ins Krankenhaus eingeliefert und künstlich ernährt, damit sie mit genügend Nährstoffen versorgt werden.

Behandlung der Leberschädigung

Alkoholabstinenz wird zunächst versuchsweise ausprobiert. Verschiedene Arzneimittel, darunter gewisse Antioxidantien (z. B. S-Adenosyl-L-Methionin, Phosphatidylcholin und Metadoxin) sowie entzündungshemmende Medikamente, könnten nützlich sein, müssen aber noch genauer untersucht werden. Zahlreiche antioxidative Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. die Mariendistel oder die Vitamine A und E, sind ausprobiert worden, haben aber keine Wirkung.

Kortikosteroide können Linderung bei einer schweren Leberentzündung bringen und sind sicher, wenn keine Infektionen, Blutungen im Verdauungstrakt, kein Nierenversagen oder keine Pankreatitis vorliegen.

Eine Lebertransplantation Lebertransplantation Unter einer Lebertransplantation versteht man die Entnahme einer gesunden Leber oder manchmal eines Teils der Leber einer lebenden Person während einer Operation und die Einpflanzung dieser... Erfahren Sie mehr kann bei einer schweren Schädigung durchgeführt werden. Eine solche Transplantation ermöglicht ein längeres Überleben. Da jedoch etwa die Hälfte der Transplantatempfänger wieder dem Alkohol verfällt, verlangen die meisten Transplantationsprogramme bei der Aufnahme, dass Patienten seit mindestens 6 Monaten abstinent sind.

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Cholezystitis
Eine Cholezystitis ist eine Entzündung der Gallenblase, die akut oder chronisch sein kann und meistens durch einen den Gallenblasengang verstopfenden Gallenstein entsteht. Welche der folgenden Aussagen trifft auf die chronische, jedoch nicht auf die akute Cholezystitis zu?

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