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Messie-Syndrom

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Was ist das Messie-Syndrom?

Das Messie-Syndrom ist eine psychische Störung, bei der es den Betroffenen schwerfällt, sich von Gegenständen zu trennen, selbst, wenn diese nutzlos oder wertlos sind. Menschen mit Messie-Syndrom können sich nicht von ihren Habseligkeiten trennen. Die Gegenstände sammeln sich an und versperren den Wohnraum der Person, bis dieser so voll ist, dass man darin nicht mehr wohnen kann.  

  • Menschen mit Messie-Syndrom sammeln und bewahren Dinge auf, indem sie sie einfach anhäufen, nicht in organisierten Sammlungen.

  • Sie können sich aufregen, wenn man sie zwingt, sich von Gegenständen zu trennen, oder dies auch nur vorschlägt.

  • Das Horten beginnt oft im Jugendalter, kann sich aber mit zunehmendem Alter verschlimmern.

  • Psychische Fachkräfte behandeln das Messie-Syndrom mit Therapie oder Medikamenten.

Was sind die Symptome eines Messie-Syndroms?

Eine Person mit Messie-Syndrom möchte Gegenstände aufbewahren, selbst, wenn diese keinen Wert haben und nicht genug Platz für da ist.

Zu den Symptomen eines Messie-Syndroms zählen:

  • Die Wohnräume werden so zugestellt und vollgestopft, dass sie nicht mehr nutzbar sind, außer, um dort gehortete Gegenstände zu lagern.

  • Wohnräume, in denen die extreme Unordnung zu einer Brandgefahr wurde oder zu Schädlingsbefall führte.

  • Verweigerung, Dinge wegzuwerfen, aus dem Irrglauben heraus, dass die Gegenstände einzigartig, besonders sind oder in der Zukunft benötigt werden.

  • Sich schon bei dem Gedanken, dass etwas weggeworfen werden soll, aufregen.

Bei der Tierhortung, die eine Art Messie-Syndrom ist, halten betroffene Personen mehrere Dutzend oder sogar Hunderte von Haustieren, die sie weder füttern noch ordentlich versorgen können.

Woran erkennt der Arzt ein Messie-Syndrom?

Viele Menschen haben für kurze Zeiten ein Durcheinander in ihren Wohnräumen, z. B. wenn sie in eine neue Wohnung ziehen. Ärzte stellen die Diagnose Messie-Syndrom nur dann, wenn die betroffene Person:

  • häufig oder immer Probleme damit hat, Dinge wegzuwerfen (selbst nutzlose oder wertlose Dinge)

  • sich bei dem Gedanken total aufregt, dass Dinge weggeschmissen werden sollen

  • ihre Wohnräume nicht mehr benutzen kann, weil sie total vollgestellt sind

  • das Horten zu einem Problem im Alltag für den Betroffenen wird

Wie wird das Messie-Syndrom behandelt?

Ärzte behandeln das Messie-Syndrom mit einer Kombination aus:

  • Kognitive Verhaltenstherapie – dies hilft den Betroffenen, wiederholende Handlungen zu unterbinden und ihre Gewohnheiten zu ändern

  • Antidepressiva

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