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Kurzinformationen

Übersicht über psychische Erkrankungen

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Was ist eine psychische Erkrankung?

Psychische Erkrankungen umfassen eine große Bandbreite an Denk-, Gefühlsstörungen und/oder Verhaltensweisen.

Jeder hat manchmal verstörende oder ungewöhnliche Gedanken oder intensive Gefühle. Und viele Menschen verhalten sich manchmal auf eine Art und Weise, die auf andere Menschen merkwürdig wirkt. Bei Menschen mit psychischer Erkrankung treten diese Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen jedoch so häufig oder so intensiv auf, dass die Betroffenen schwere Probleme im Alltag haben oder sich sehr aufregen.

  • Es gibt viele verschiedene Formen psychischer Erkrankungen.

  • Psychische Erkrankungen können kurzfristig oder langfristig auftreten.

  • Manchmal kann es schwierig sein, den Unterschied zwischen einer psychischen Erkrankung und normaler Sorge oder Trauer zu erkennen. Die psychische Störung ist allerdings intensiver, dauert länger an und beeinträchtigt die Fähigkeit des Betroffenen, mit dem Leben fertigzuwerden.

  • Fast die Hälfte der Erwachsenen leidet irgendwann an Symptomen einer psychischen Erkrankung – Depression tritt häufig auf.

  • Die wesentlichen Behandlungen sind Medikamente und psychologische Betreuung (Gesprächstherapie).

  • Familie, Freunde und Selbsthilfegruppen können den Betroffenen helfen, mit psychischen Erkrankungen fertigzuwerden.

Welche Formen psychischer Erkrankungen gibt es?

Unter psychischen Erkrankungen versteht man viele verschiedene Erkrankungen. Diese Erkrankungen werden in breite Kategorien eingeordnet, einschließlich:

Andere psychische Gesundheitsstörungen umfassen Essstörungen, Belastungsstörungen wie posttraumatisches Belastungssyndrom (Posttraumatic Stress Disorder, PTBS) und Selbstmordverhalten.

Was verursacht psychische Erkrankungen?

Psychische Erkrankungen werden vermutlich von vielen Aspekten im Zusammenspiel verursacht, unter anderem:

  • Erbliche Faktoren – psychische Erkrankungen treten familiär gehäuft auf

  • Belastungen im Leben

  • Die Umwelt und die Kultur, in der man lebt

  • Gesundheitliche Probleme, die das Gehirn beeinträchtigen

Viele Belastungen, wie z. B. das Verlieren des Arbeitsplatzes, eine Scheidung, der Missbrauch von Drogen oder Medikamenten, erhöhen das Risiko für eine psychische Erkrankung.

Bestimmte gesundheitliche Probleme, die das Gehirn eines Babys beeinträchtigen, wie Komplikationen während der Geburt oder eine Gehirninfektion durch ein Virus (Enzephalitis), erhöhen das Risiko einer psychischen Erkrankung später im Leben.

Die psychische Erkrankung tritt nicht auf, weil die Betroffenen faul oder verantwortungslos sind. Sie tun das nicht absichtlich.

Welche Symptome psychischer Erkrankungen gibt es?

Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, welche Art von Problem Sie haben. Zu den Symptomen gehören unter anderem:

  • Schwere Persönlichkeitsveränderungen oder -verhalten, insbesondere wenn sie aus keinem offensichtlichen Grund auftreten

  • Verwirrtheit und düstere Gedanken

  • Merkwürdige, desorganisierte Gedanken (z. B. wenn ständig das Thema gewechselt wird oder einfache Fragen umständlich und lang beantwortet werden)

  • Unangemessenes Verhalten (wie z. B. sich in der Öffentlichkeit ausziehen)

  • Dinge sehen oder hören, die nicht da sind (Halluzinationen)

  • Glauben, dass Aussagen trotz starker Beweise des Gegenteils, nicht wahr sind (Wahnvorstellungen)

  • Stimmungsschwankungen

Wie erkennen Ärzte eine psychische Erkrankung?

Psychische Erkrankungen werden diagnostiziert, indem mit dem Patienten gesprochen wird. Manchmal werden auch Betreuungspersonen oder Familienmitglieder befragt.

Manchmal ist es offensichtlich, dass die Symptome durch eine psychische Erkrankung verursacht werden. So bestehen zum Beispiel Menschen darauf, dass sie der Präsident sind oder dass ihre Gedanken durch ein in ihr Gehirn implantiertes Radio kontrolliert werden.

In anderen Fällen ist es schwierig, eine psychische Erkrankung von normalen Reaktionen zu unterscheiden. Beispielsweise kann es schwierig sein, nach dem Tod eines Ehepartners oder Kindes normale Trauer zu erkennen, weil man in beiden Fällen traurig und deprimiert sein kann. Ebenso kann die Grenze zwischen einer ordentlichen Person und einer Person mit Zwangsstörung fließend sein. Jede Unterscheidung stützt sich in der Regel auf das Folgende:

  • Wie schwer die Symptome sind

  • Wie lange die Symptome anhalten

  • Wie stark die Symptome die eigene Funktionsfähigkeit beeinflussen

Wie wird eine psychische Erkrankung behandelt?

Die Ärzte haben große Fortschritte bei der Behandlung psychischer Erkrankungen erzielt.

Die wesentlichen Behandlungen umfassen:

Bei den meisten psychischen Gesundheitsstörungen ist eine Behandlung mit einer Kombination aus Medikamenten und Gesprächstherapie wirksamer als nur das eine oder andere.

Weitere Behandlungen umfassen Elektrokrampftherapie und transkranielle Magnetstimulation.

Früher wurden Menschen mit psychischer Erkrankung häufig in Einrichtungen oder Krankenhäuser gesperrt. Heute leben diese Menschen eher ein produktives Leben in der Gesellschaft. Aber viele Menschen mit psychischer Erkrankung bekommen noch immer nicht die Versorgung und Unterstützung, die sie benötigen.

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