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Reaktive Arthritis

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2018| Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Arthritis bezeichnet eine Reihe von Erkrankungen, die zu schmerzhaften Schwellungen und Rötungen der Gelenke führen. Es gibt viele verschiedene Formen von Arthritis.

Was ist reaktive Arthritis?

Reaktive Arthritis ist eine Form von Arthritis, die sich als Folge einer Infektion an einer anderen Stelle im Körper entwickelt. Reaktive Arthritis unterscheidet sich von einer eigentlichen Gelenkentzündung.

  • Zu den Symptomen zählen Gelenkschmerzen und Schwellung.

  • Es kann auch zu geschwollenen Sehnen, Rückenschmerzen, Ausschlägen oder geröteten Augen kommen.

  • Die Symptome zeigen sich innerhalb von einigen Tagen oder Wochen nach einer Infektion im Darm (Gastroenteritis) oder einer sexuell übertragbaren Erkrankung (STD).

  • In der Regel lässt sich anhand der Symptome und einer Untersuchung erkennen, ob jemand reaktive Arthritis hat.

  • Medikamente können zur Symptombehandlung eingesetzt werden.

Bei den meisten Betroffenen verschwindet reaktive Arthritis nach 3 oder 4 Monaten wieder. Die Hälfte der Betroffenen hat Symptome, die über mehrere Jahre immer wieder auftreten. Wenn die Symptome anhalten oder häufig wiederkehren, kann es zu Verformungen der Gelenke und der Wirbelsäule kommen. Einige Patienten mit einer reaktiven Arthritis bleiben dauerhaft behindert.

Was sind die Ursachen einer reaktiven Arthritis?

Zwei Infektionen verursachen die meisten Fälle von reaktiver Arthritis:

  • Sexuell übertragbare Krankheiten (STD), am häufigsten bei Männern im Alter von 20 bis 40 Jahren

  • Darminfektionen mit bestimmten Bakterien

Bei den wenigsten Menschen mit diesen Infektionen kommt es jedoch zu einer reaktiven Arthritis. Eine genetische Veranlagung scheint dafür zu sorgen, dass es bei manchen Menschen zu einer reaktiven Arthritis kommt.

Was sind die Symptome einer reaktiven Arthritis?

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und Wärmeentwicklung in einem oder mehreren Gelenken, meistens in den Beinen

  • Schmerzen und Schwellungen in den Bändern und Sehnen rund um das Gelenk

  • Rückenschmerzen bei schwerem Krankheitsverlauf

Neben den Gelenkschmerzen kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit folgenden Symptomen auftreten:

  • Leichtes Fieber

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

Möglicherweise treten weitere Probleme auf, die nichts mit den Gelenken zu tun haben. Beispielsweise kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Gerötete, gereizte Augen, bisweilen mit beeinträchtigtem Sehvermögen (Uveitis)

  • Geschwüre im Mund

  • Hautausschlag mit harten, verdickten Flecken, besonders an Handflächen, Fußsohlen und um die Nägel

Manchmal ist die Infektion, welche die reaktive Arthritis ausgelöst hat, noch nicht abgeklungen. Dann kann es weiterhin zu folgenden Symptomen kommen:

  • Schmerzen beim Urinieren oder Ausfluss aus Vagina oder Penis im Falle einer STD

  • Durchfall im Falle einer Infektion des Darms

Woran erkennt der Arzt eine reaktive Arthritis?

Die Diagnose der reaktiven Arthritis stützt sich auf die vorhandenen Symptome und eine ärztliche Untersuchung. Weitere mögliche Maßnahmen:

  • Röntgenaufnahmen zur Feststellung, wie stark die Gelenke geschädigt sind

  • Tests, um andere Erkrankungen auszuschließen, die eine Arthritis auslösen können

  • Manchmal Untersuchungen der Flüssigkeit aus geschwollenen Gelenken

Bei Symptomen einer Darminfektion oder einer STD werden Betroffene auf diese Infektionen untersucht.

Wie wird eine reaktive Arthritis behandelt?

Behandelt wird die Infektion, die zu der reaktiven Arthritis geführt hat, falls sie noch nicht abgeklungen ist.

Der Arzt kann Medikamente zur Linderung von Gelenkschmerzen und anderen Symptomen verordnen:

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Linderung von Gelenkschmerzen und Schwellungen

  • Kortikosteroidinjektionen in geschwollene Gelenke

  • Gelegentlich Medikamente, die auf das Immunsystem wirken und die Entzündung lindern

Möglicherweise Physiotherapie zur Lockerung der Gelenke

Augen- und Hautprobleme im Zusammenhang mit reaktiver Arthritis müssen normalerweise nicht behandelt werden.

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