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Lymphödem

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019
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Was ist ein Lymphödem?

Lymphe ist Flüssigkeit, die aus den kleinsten Blutgefäßen austritt. Sie läuft zwischen die Zellen, bringt Nährstoffe mit sich und transportiert geschädigte Zellen, Krebszellen und Keime ab. Die Lymphe wandert dann durch winzige Kanäle, sogenannte Lymphgefäße. Die Gefäße transportieren die Lymphe vom Gewebe zu den Sammelpunkten, die als Lymphknoten bezeichnet werden.

Ödem“ bedeutet „Schwellung“.

Ein Lymphödem ist also die Schwellung eines Arms oder Beins, da der Lymphfluss blockiert ist.

  • In der Regel kommt es zu einem Lymphödem, wenn Lymphgefäße oder Lymphknoten entfernt oder beschädigt wurden (z. B. während einer Operation oder Bestrahlung zur Behandlung von Krebs).

  • In seltenen Fällen kann die Ursache ein Geburtsfehler sein.

  • Ein Lymphödem ist nicht heilbar, aber spezielle Massagen zusammen mit Kompressionsstrümpfen und -verbänden können gegen die Schwellung helfen.

  • Ärzte und Pflegepersonal vermeiden es, Blut von einem Arm oder einem Bein mit einem Lymphödem zu entnehmen, dort den Blutdruck zu messen oder dort eine intravenöse Infusion zu legen.

Was verursacht ein Lymphödem?

Ein Lymphödem tritt auf, wenn ein Teil des Lymphsystems blockiert ist. Lymphe sammelt sich darauf im Gewebe an und führt zu einer Schwellung. Man unterscheidet zwei Ursachen:

In seltenen Fällen werden Kinder mit zu wenigen Lymphgefäßen geboren.

Normalerweise sind die Lymphgefäße normal, aber etwas geschieht, das sie blockiert, wie z. B.:

  • Operation, z. B. wenn die Lymphknoten der Achselhöhlen bei Frauen entfernt werden, die sich einer Brustkrebsoperation unterziehen

  • Schwere Verletzung eines Arms oder eines Beins

In Entwicklungsländern führt eine bestimmte Art von Wurminfektion, die als lymphatische Filariose bezeichnet wird, zu einem Lymphödem. In seltenen Fällen blockiert eine Krebserkrankung die Lymphgefäße.

Was sind die Symptome eines Lymphödems?

Ein Arm oder Bein schwillt an und sieht aufgeblasen aus; die Hautfarbe ist jedoch normal. Die Stelle kann sich angespannt anfühlen, tut aber nicht weh. Wenn ein Lymphödem bereits eine Weile besteht, kann die Haut an der Stelle des Lymphödems eventuell einen dunkleren Braunton annehmen als die normale Hautfarbe des Betroffenen.

Woran erkennt der Arzt ein Lymphödem?

Ein Lymphödem kann anhand einer körperlichen Untersuchung festgestellt werden. Normalerweise ist die Ursache offensichtlich, wie eine Operation, die durchgeführt wurde. Wenn sich die Ärzte bezüglich der Ursache des Lymphödems nicht sicher sind, können bildgebende Verfahren durchgeführt werden, wie z. B. CT oder MRT, um einen Verschluss des Lymphsystems zu finden.

Wie wird ein Lymphödem behandelt?

Ein Lymphödem ist nicht heilbar. Folgende Maßnahmen können dabei helfen, die Schwellung zu verringern:

  • Hochlagerung der geschwollenen Gliedmaße, damit die Flüssigkeit abfließen kann (z. B. den Fuß auf einen Hocker legen)

  • Spezielle Massagen, damit die Flüssigkeit abließt

  • Vom Arzt verschriebene Bewegungsübungen für den Arm oder das Bein, damit sich die Flüssigkeit bewegt

  • Tragen von Druckverbänden oder Kompressionsstrümpfen am geschwollenen Arm oder Bein

  • Selten eine Operation, um das geschwollene Gewebe unter der Haut zu entfernen oder damit die Lymphe abfließt

Es ist wichtig, eine Verletzung des Arms oder Beins mit dem Lymphödem zu vermeiden. Außerdem sollte am Arm mit einem Lymphödem nicht der Blutdruck gemessen, Blut abgenommen oder eine intravenöse Infusion gelegt werden. Dadurch könnte das Lymphödem schlimmer werden.

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