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Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, ED)

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Was ist eine Erektionsstörung?

Eine Erektionsstörung (ED) besteht dann, wenn ein Mann oft Probleme damit hat, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten (hart zu werden). Der Penis wird möglicherweise gar nicht oder nur manchmal hart oder es kommt zu einer Erektion, doch diese hält nicht lang genug an.

  • Es ist normal für Männer, hin und wieder Probleme damit zu haben, eine Erektion zu bekommen. Ärzte stufen es erst als eine ED ein, wenn dies öfter vorkommt.

  • Es kann infolge von Verletzungen oder aufgrund von psychischen Problemen oder einer Erkrankung des Nervensystems oder der Blutgefäße, bestimmter Medikamente oder einer Operation zu einer ED kommen.

  • Eine ED tritt häufig bei Männern über 40 auf.

  • Normalerweise ist eine ED behandelbar.

Manchmal ist eine ED ein Symptom eines schwerwiegenderen gesundheitlichen Problems.

Männer sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn sie eine ED haben und:

  • der Bereich zwischen den Beinen (Schritt) taub ist.

Taubheit und ED könnten auf ein Problem mit dem Rückenmark hindeuten.

Männer sollten in ihrer Arztpraxis nach dem frühsten Termin fragen, wenn sie:

  • nie eine Erektion in der Nacht oder beim Aufwachen am Morgen bekommen

  • nach körperlicher Betätigung Krämpfe in den Beinmuskeln haben, die mit Ruhe abklingen

Was verursacht Erektionsstörungen?

Meistens verursachen Probleme mit dem Blutfluss zum Penis oder Probleme mit den Nerven, die zum Penis verlaufen, die ED.

Die häufigsten Ursachen von ED sind:

ED kann auch andere Ursachen haben:

Was geschieht beim Arztbesuch?

Ihr Arzt wird Folgendes unternehmen:

  • Blutuntersuchung, um den Testosteronspiegel zu messen und auf Diabetes oder andere Erkrankungen zu prüfen.

  • Manchmal Ultraschall-Untersuchung, um den Blutfluss zum Penis zu prüfen.

Wie behandelt der Arzt eine Erektionsstörung?

Der Arzt macht zuerst Folgendes:

  • Er behandelt jegliche gesundheitlichen Probleme des Patienten, die möglicherweise die ED verursachen.

  • Ggf. zieht er eine Änderung der Medikamente in Betracht, die der Patient anwendet und die möglicherweise die ED verursachen.

Der Arzt kann auch Folgendes empfehlen:

  • abzunehmen

  • mit dem Rauchen aufzuhören

  • weniger Alkohol zu trinken

Die Hauptbehandlungsmethode von ED sind jedoch Medikamente. Normalerweise verschreiben Ärzte:

  • Pillen wie Sildenafil (Viagra®)

Pillen wie Sildenafil werden als Phosphodiesterase-Hemmer bezeichnet. Diese werden ungefähr eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Patienten, die auch eine bestimmte Art Herzmedikamente, sogenannte Nitrate, anwenden, sollten diese Pillen nicht einnehmen. Nitrate wie Nitroglycerin sind Medikamente gegen Schmerzen im Brustkorb.

Wenn der Patient keine Phosphodiesterase-Hemmer anwendet, kann der Arzt ggf. Folgendes tun:

  • Ihm Medikamente verschreiben, die er sich vor dem Geschlechtsverkehr in den Penis spritzt.

  • Ihm Medikamente verschreiben, die er vor dem Geschlechtsverkehr in die Öffnung des Penis gibt.

  • Ihn anweisen, eine Vakuumvorrichtung anzuwenden.

Eine Vakuumvorrichtung ist eine runde Kunststoffröhre, die über den Penis gezogen und dort angebracht wird. Sie hat eine Handpumpe, mit der man Luft herauszieht, was so zu einer Erektion führt. Dann wird ein Ring oder ein Band um den Schaftansatz des Penis angebracht, um die Erektion beim Abnehmen der Pumpe beizubehalten.

Wenn der Patient an einer schweren ED leidet und keine dieser Behandlungen hilft, hat der Arzt folgende Möglichkeiten:

  • Operation, bei der ein Gerät in den Penis eingesetzt wird.

Dieses Gerät kann ein fester Silikonstab sein, mit dem der Penis immer steif ist. Oder es kann sich dabei um ein aufblasbares Gerät handeln, das vom Patienten selbst aufgepumpt wird, um eine Erektion zu bekommen.

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