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Kurzinformationen

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
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Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Die Menstruation ist Ihre Monatsblutung oder Periode (auch Regel genannt). Prämenstruell bedeutet, dass die Symptome vor der Periode auftreten. Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein Komplex aus körperlichen und psychischen Symptomen, die zum Zeitpunkt Ihrer Periode auftreten können. Die Symptome sind für einige Frauen störender als für andere.

  • PMS ist teilweise auf Veränderungen in Ihrem Hormonspiegel während Ihres Menstruationszyklus zurückzuführen

  • Bei manchen Frauen kommt es zu einer schwereren Form von PMS, die sich störend auf das Alltagsleben auswirkt, der sogenannten prämenstruellen dysphorischen Störung

  • Sie können die Symptome lindern, indem Sie aktiv bleiben, gewisse Nahrungsmittel und Getränke meiden und manchmal auch Medikamente einnehmen

Was sind die Ursachen des PMS?

PMS wird teilweise durch das Auf und Ab bestimmter weiblicher Hormone in Ihrem Körper ausgelöst, wie z. B. Östrogen und Progesteron.

PMS kann in Familien gehäuft auftreten.

Was sind die Symptome des PMS?

Symptome können bis zu 10 Tage vor der Periode einsetzen und verschwinden normalerweise nach dem Beginn der Periode. Symptome können stärker werden und länger anhalten, je näher Sie der Menopause kommen (wenn Ihre Monatsblutungen aufhören).

Mögliche psychische und emotionale Symptome:

  • Gefühl von Traurigkeit oder Depression

  • Nervosität

  • Stimmungsschwankungen (zwischen Glückseligkeit und Niedergeschlagenheit)

  • Reizbarkeit

  • Verlangen, allein zu sein

  • Verwirrtheit

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Vergesslichkeit

Mögliche körperliche Symptome:

  • Völlegefühl oder Empfindlichkeit in den Brüsten

  • Krämpfe, Schwere oder Druck im Unterleib

  • Kopfschmerzen

  • Blähung

  • Gewichtszunahme

  • Verstopfung

  • Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen

  • Akne

  • Übelkeit oder Erbrechen

  • Müdigkeit oder Energielosigkeit

  • Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen

Bei den folgenden Störungen handelt es sich nicht um PMS. Wenn Sie jedoch eine dieser Störungen haben, können sich ihre Symptome gleichzeitig mit dem PMS verschlimmern:

Wenn Ihr PMS so schlimm ist, dass es sich störend auf Ihr Alltagsleben auswirkt, leiden Sie möglicherweise unter einer schwereren Form, der sogenannten prämenstruellen dysphorischen Störung.

Woran erkennt der Arzt ein PMS?

PMS wird anhand der Symptome und des Zeitpunkts ihres Eintretens erkannt.

Wie wird das PMS behandelt?

Es gibt einige Dinge, die bei PMS-Symptomen helfen können:

  • Mindestens 7 Stunden pro Nacht schlafen

  • Sich regelmäßig körperlich betätigen

  • Stress durch Meditieren oder Entspannungsübungen abbauen

  • Mehr Eiweiß und Kalzium zu sich nehmen (z. B. über Fisch und Milch)

  • Weniger Salz, Zucker und Koffein zu sich nehmen (z. B. in Pommes, Keksen und Kaffee)

Der Arzt kann Ihnen Folgendes verordnen:

  • Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. Vitamin B, Vitamin D, Kalzium und Magnesium

  • Diuretika (harntreibende Tabletten), die zu vermehrtem Wasserlassen anregen und gegen Blähungen helfen können

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie z. B. Ibuprofen gegen Kopfschmerzen, Krämpfe oder Gelenk- und Muskelschmerzen

  • Verhütungspillen

Bei schweren PMS-Symptomen oder einer prämenstruellen dysphorischen Störung kann Ihnen der Arzt Folgendes verordnen:

  • Antidepressiva (Medikamente zur Verbesserung Ihrer Stimmung)

  • Ein sogenannter GnRH-Agonist, ein Hormon, das Ihre Eierstöcke zur Bildung von weniger weiblichen Hormonen anregt

Wenn Sie Symptome einer Depression aufweisen, kann Sie Ihr Arzt zur Untersuchung und Behandlung an einen Anbieter für psychische Gesundheitsfürsorge verweisen.

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