Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link
Kurzinformationen

Stürze bei älteren Menschen

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2021| Inhalt zuletzt geändert Aug 2021
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie alle Einzelheiten

Viele ältere Menschen haben Angst vor Stürzen, und das aus gutem Grund. Stürze kommen oft vor – mindestens einer von drei älteren Menschen erleidet einmal pro Jahr einen Sturz. Durch Stürze kann es zu schweren Verletzungen kommen.

  • Jemand, der bereits einmal einen Sturz erlitten hat, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit erneut stürzen.

  • Stürze sind aber nicht ein normaler Bestandteil des Alterns.

  • Stürze sind eine der wichtigsten Ursachen für Unfalltode.

  • Zu Stürzen kommt es in der Regel, wenn man sich bewegt, etwa beim Aufstehen aus dem Bett oder wenn man zum Telefon rennt.

  • Manche Stürze können verhindert werden, indem man sportlich bleibt und Maßnahmen ergreift, um das eigene Zuhause sicherer zu machen.

Was verursacht Stürze bei älteren Menschen?

Viele Stürze werden durch körperliche Probleme oder Gefahrenherde in der Wohnung ausgelöst.

Körperliche Beeinträchtigungen, die die Wahrscheinlichkeit von Stürzen erhöhen:

  • Gleichgewichtsstörungen

  • Probleme beim Bewegen

  • Probleme mit der Sehkraft

  • Gefühllosigkeit in den Füßen

  • Schläfrigkeit oder Schwindel aufgrund von Medikamenten

  • Probleme mit Blutdruck oder Herzfunktion

  • Verwirrtheit

  • Muskelschwäche

  • Krankheit

Gefahrenherde, die die Wahrscheinlichkeit von Stürzen erhöhen:

  • Dunkelheit oder unzureichende Beleuchtung

  • Rutschige Böden

  • Elektro- oder Verlängerungskabel oder Gegenstände, die im Weg liegen bzw. stehen

  • Ein Durcheinander auf Treppen oder Böden

  • Unebene Bürgersteige und kaputte Bordsteinkanten

  • Unbekannte Umgebungen

Zu welchen Verletzungen kommt es bei einem Sturz am häufigsten?

Was geschieht beim Arztbesuch?

Der Arzt stellt der betroffenen Person Fragen dazu, was geschehen ist und ob sie vor dem Sturz Symptome wie Schwindel oder Brustschmerzen verspürt hat. Er erkundigt sich nach Medikamenten und Alkoholkonsum.

Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch, um etwaige Verletzungen zu entdecken und herauszufinden, warum es zu dem Sturz gekommen ist. Dabei wird Folgendes untersucht:

Wie werden Stürze behandelt?

Ärztliche Maßnahmen:

Die Auswirkungen eines Sturzes können für längere Zeit anhalten. Wenn sich jemand zum Beispiel die Hüfte bricht, kann er oder sie möglicherweise auch nach der Behandlung und Rehabilitation Überblick über die medizinische Rehabilitation Rehabilitationsleistungen werden bei Personen erforderlich, die ihre normale Funktionsfähigkeit verloren haben, was häufig nach Verletzungen, Schlaganfällen, Infektionen, Tumoren, Operationen... Erfahren Sie mehr nicht mehr richtig gehen.

Wie kann Stürzen vorgebeugt werden?

Die Wohnung sicherer gestalten:

  • Gute Beleuchtung

  • Lichtschalter so positionieren, dass sie leicht erreichbar sind, oder Bewegungssensoren installieren

  • Beleuchtung für Treppen drinnen und draußen

  • Rutschfeste Trittflächen und einen stabilen Handlauf an Treppen anbringen

  • Mehr Steckdosen installieren oder Verlängerungskabel um Türöffnungen herum (oder unter Teppichen) verlegen, sodass man nicht darüber stolpern kann

  • Umherliegende Gegenstände von Fußböden und Treppen entfernen

  • Griffstangen neben Toilette und Badewanne anbringen

  • Einen erhöhten Toilettensitz installieren

  • Läufer oder Bettvorleger am Boden festkleben (oder wegwerfen)

  • Rutschfeste Matten in Bad und Küche

  • Häufig benutzte Haushaltsgegenstände an Orten verstauen, wo sie erreichbar sind, ohne dass man sich strecken oder bücken muss

Wenn es zu einem Sturz kommt und die betroffene Person nicht aufstehen kann, sollte sie sich auf den Bauch drehen und zu einem Möbelstück kriechen, um sich daran aufzurichten. Ein Telefon sollte dort hingelegt werden, an dem es vom Boden aus zu erreichen ist. Auch gut ist, ein Notrufgerät zu tragen.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

NACH OBEN