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Schwanenhalsdeformation

Von

David R. Steinberg

, MD, Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2018| Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Bei dieser Verformung ist das Grundgelenk gebeugt (Flexion), das Mittelgelenk überstreckt (Extension) und das Endgelenk wieder gebeugt (Flexion).

Die häufigste Ursache für die Schwanenhalsdeformation ist eine rheumatoide Arthritis. Als andere Ursachen kommen ein unbehandelter Hammerfinger, Lockerheit der fibrösen Platte an den Fingergrundgelenken, Lockerheit der Bänder an den Fingern, chronische Muskelkrämpfe in den Händen mit nachfolgenden Nervenschädigungen (Muskelspastizität), andere Arthritisformen, eine gerissene Fingersehne und ein schlecht verheilter verschobener Bruch des mittleren Fingerglieds infrage. Der Betroffene ist möglicherweise nicht mehr in der Lage, den Finger normal zu beugen, sodass die Verformung zu ernsthaften Behinderungen führt.

Auffällige Beugung der Finger

Aufgrund einiger Erkrankungen wie bspw. rheumatoider Arthritis und Verletzungen können sich die Finger ungewöhnlich verkrümmen. Bei der Schwanenhalsdeformation ist das Grundgelenk gebeugt (Flexion), das Mittelgelenk überstreckt (Extension) und das Endgelenk wieder gebeugt (Flexion). Bei der Knopflochdeformation ist das Mittelgelenk des Fingers in einer Stellung nach innen (zur Handfläche hin) gebeugt fixiert und das Endgelenk nach außen (von der Handfläche weg) überstreckt.

Auffällige Beugung der Finger

Die echte Schwanenhalsdeformation betrifft nur die dreigliedrigen Finger, nicht den Daumen. Bei einer Unterart dieser Erkrankung, der Entenschnabel-, Zickzack- oder 90-90-Deformation, kann jedoch das obere Daumenglied stark überstreckt sein. Das Grundgelenk bildet einen Winkel von 90 Grad. Ein gleichzeitiges Auftreten der Entenschnabel- und Schwanenhalsdeformation kann den Fingerspitzengriff deutlich erschweren.

Die Diagnose der Schwanenhalsdeformation wird aufgrund der Untersuchung von Händen und Fingern gestellt.

Behandlung

  • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung

  • Fingerschienen

  • Manchmal operative Eingriffe

Die Behandlung der Schwanenhalsdeformation zielt auf die Beseitigung der Grunderkrankung ab.

Leichte Verformungen ohne Narbenbildung können mit Fingerschienen (Ringschienen) behandelt werden, welche die Fehlstellung korrigieren, dabei aber die Bewegung der Hand ermöglichen.

Kann der Patient nicht mehr greifen, hilft eine Operation, bei der das Gelenk wieder in die richtige Stellung gebracht wird oder Daumen- und Fingergelenke in einer günstigen Position operativ versteift werden (interphalangeale Arthrodese).

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