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Myxome

Von

Anupama K. Rao

, MD, Rush University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Quellen zum Thema

Ein Myxom ist ein gutartiger primärer Herztumor, der gewöhnlich unregelmäßig geformt und von gallertartiger Konsistenz ist.

  • Betroffene können sich kurzatmig fühlen oder ohnmächtig werden, sowie Fieber bekommen oder an Gewicht verlieren.

  • Die Bestätigung der Diagnose erfolgt durch eine Echokardiographie.

  • Myxome werden in einem chirurgischen Eingriff entfernt.

Die Hälfte aller primären (im Herzen entstehenden) Herztumoren sind Myxome. Drei Viertel der Myxome treten im linken Vorhof auf, der Herzkammer, die sauerstoffreiches Blut aus der Lunge erhält. Myxome entstehen gewöhnlich bei Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren.

Einige seltene Arten von Myxomen treten familiär gehäuft auf. Diese familiär vererbten Myxome (Teil des Carney-Komplexes, einem Syndrom verschiedener gutartiger Tumoren) entstehen meist bei jungen Männern Mitte zwanzig und in einer oder mehreren Herzkammern.

Wie ein Myxom den Blutfluss im Herzen blockieren kann

Ein Myxom im linken Vorhof wächst oft an einem Stiel und schwingt frei im Blutstrom. Dabei kann sich das Myxom durch die nahe gelegene Mitralklappe, die sich aus dem linken Vorhof zur linken Herzkammer öffnet, herein- und herausbewegen. Diese schwingende Bewegung kann die Klappe immer wieder verschließen und öffnen, sodass das Blut wechselweise gestoppt wird oder durchfließen kann.

Wie ein Myxom den Blutfluss im Herzen blockieren kann

Myxome wachsen im linken Vorhof oft auf einem Stiel und schwingen frei im Blutstrom wie ein Schleuderball. Dabei können sie sich durch die nahegelegene Mitralklappe, die sich vom linken Vorhof zur linken Herzkammer öffnet, herein- und herausbewegen. Diese schwingende Bewegung kann die Klappe immer wieder verschließen und öffnen, sodass das Blut wechselweise gestoppt wird oder durchfließen kann.

Symptome

Menschen mit einem Myxom im linken Vorhof können im Stehen Atemnot bekommen und in Ohnmacht fallen. Beim Stehen wird das Myxom durch die Schwerkraft in die Öffnung der Mitralklappe gezogen. Dadurch wird der Blutfluss durch das Herz blockiert. Diese Blockade verursacht einen vorübergehenden Abfall des Blutdrucks, da weniger Blut vom Herzen in den Körper gepumpt werden kann. Beim Hinlegen entfernt sich das Myxom gewöhnlich wieder von der Klappe, was die Beschwerden lindert.

Andere Symptome eines Myxoms sind u. a.:

  • Fieber

  • Gewichtsverlust

  • Gelenkschmerzen

  • Raynaud-Syndrom (die Finger und Zehen werden kalt und schmerzen, wenn sie Kälte ausgesetzt sind)

Komplikationen bei Myxomen

Teile des Myxoms und Blutgerinnsel auf der Oberfläche des Myxoms können sich ablösen, als Emboli mit dem Blut in andere Organe wandern und dort Arterien verstopfen. Welche Symptome dabei auftreten, hängt davon ab, welche Arterien blockiert werden. Zum Beispiel kann eine Embolie im Gehirn zum Schlaganfall führen und eine verstopfte Lungenschlagader kann Schmerzen und Bluthusten zur Folge haben. Emboli sind die häufigste Komplikation der Myxome.

Andere Komplikationen umfassen bestimmte Auffälligkeiten im Blut. Eine geringe Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie) kann Erschöpfung, Schwäche und Blässe verursachen. Ein geringer Blutplättchenanteil kann Probleme bei der Blutgerinnung verursachen und die Haut der Betroffenen kann rote Flecken (Petechien) oder Blutergüsse aufweisen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Bildgebende Verfahren

Der Verdacht auf ein Myxom ergibt sich aufgrund der Symptome des Patienten. Ein Arzt kann durch das Stethoskop durch einen gestörten Blutfluss verursachte Herzgeräusche hören. Das Myxom kann den Blutfluss vom oder zum Herzen blockieren.

Da die Symptome eines Myxoms auch durch viele andere Störungen verursacht werden können, können vor der Diagnosestellung umfassende Tests notwendig sein.

Blutuntersuchungen können eine hohe Anzahl weißer Blutkörperchen (einschließlich Entzündungen), Anämie und einen niedrigen Blutplättchenanteil im Blut ergeben. Keiner dieser Tests ist jedoch eindeutig.

Die Diagnose wird durch eine Echokardiographie bestätigt. Zusätzlich können manchmal andere bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) nötig sein.

Behandlung

  • Operation

Nach der operativen Entfernung des Myxoms ist der Betroffene gewöhnlich geheilt. Nach dem chirurgischen Eingriff wird über einen Zeitraum von etwa 5 Jahren regelmäßig eine Echokardiographie durchgeführt, um sicherzugehen, dass das Myxom nicht zurückkehrt.

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