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Trikuspidalklappenstenose

Von

Guy P. Armstrong

, MD, North Shore Hospital, Auckland

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Bei der Trikuspidalklappenstenose ist die Trikuspidalklappenöffnung verengt; das behindert den Blutfluss vom rechten Vorhof zum rechten Ventrikel.

Die Trikuspidalklappe ist die Öffnung zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Herzkammer. Die Trikuspidalklappe öffnet sich und lässt Blut vom rechten Vorhof in die rechte Herzkammer strömen und schließt sich, sobald die rechte Herzkammer sich zusammenzieht, um Blut in die Lungen zu pumpen. Wenn eine Krankheit dazu führt, dass die Klappensegel verkalken und steif werden, ist die Klappenöffnung verengt (Stenose). Häufig kann sich eine verkalkte Klappe nicht mehr vollständig schließen. In der Folge entsteht eine Trikuspidalklappeninsuffizienz.

Innerhalb vieler Jahre vergrößert sich der rechte Vorhof, da der Blutfluss durch die verengte Klappenöffnung teilweise blockiert ist und dadurch das Blutvolumen im Vorhof zunimmt. Dieses vergrößerte Volumen erhöht wiederum den Druck in den Venen, die das Blut aus dem Körper (mit Ausnahme der Lunge) zurück in das Herz führen. Die rechte Herzkammer schrumpft, weil das Blutvolumen aus dem rechten Vorhof verringert ist.

Fast immer ist die Ursache der Erkrankung rheumatisches Fieber, das in Nordamerika und Westeuropa aber mittlerweile selten geworden ist. Manchmal kann die Grunderkrankung ein Tumor im rechten Vorhof oder eine Erkrankung des Bindegewebes sein; noch seltener liegt ein Geburtsfehler der Trikuspidalklappe vor.

Die Symptome sind gewöhnlich leicht. Die Wahrnehmung des Herzklopfens gehört ebenso dazu wie ein unangenehmes Zittern am Hals, kalte Haut und Ermüdungserscheinungen. Beschwerden im Oberbauch können die Folge des erhöhten Venendrucks sein, der zu einer Vergrößerung der Leber führt.

Diagnose

  • Körperliche Untersuchung

  • Echokardiographie

Durch das Stethoskop hört der Arzt das charakteristische Geräusch der Trikuspidalstenose. Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs lässt den vergrößerten rechten Vorhof erkennen.

Eine Echokardiographie zeigt die verengte Klappenöffnung und die Blutmenge, die durch die Klappe fließt; so lässt sich die Schwere der Stenose bestimmen. Das Elektrokardiogramm (EKG) lässt Veränderungen erkennen, die darauf hindeuten, dass der rechte Vorhof angespannt ist.

Behandlung

  • Medikamente, z. B. Diuretika

  • In seltenen Fällen operative Reparatur

Die Betroffenen sollten sich jedoch salzarm ernähren und erhalten Diuretika und Aldosteronantagonisten (Medikamente, die helfen, den Venendruck zu senken).

Eine operative Reparatur wird nach Möglichkeit vermieden, da die Trikuspidalklappenstenose für so einen großen Eingriff selten schwerwiegend genug ist und eine Stenose nach der Reparatur wieder auftreten kann.

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