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Das Innenohr im Überblick

Von

Lawrence R. Lustig

, MD, Columbia University Medical Center and New York Presbyterian Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema

Das mit Flüssigkeit gefüllte Innenohr (Labyrinth) ist eine komplexe Struktur, die aus zwei Hauptteilen besteht:

  • Dem Hörorgan (Cochlea)

  • Dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularapparat)

Cochlea und Vestibularapparat sind über den achten Hirnnerv (Nervus vestibulocochlearis) mit dem Gehirn verbunden. Ein Teil dieses Nervs (der Hörnerv) überträgt akustische Signale an das Gehirn, ein anderer Gleichgewichtssignale.

(Siehe auch Schwerhörigkeit.)

Ein Blick ins Ohr

Ein Blick ins Ohr

Cochlea

Die Cochlea, eine Röhre, die die Form eines Schneckenhauses hat, ist mit Flüssigkeit gefüllt. In der Cochlea befindet sich das Corti-Organ, zu dem über 20.000 spezialisierte Zellen, die sogenannten Haarzellen, gehören. Diese haben winzige, haarartige Fortsätze (Zilien), welche in die Flüssigkeit in der Hörschnecke hineinragen. Wenn Schallwellen ins Ohr gelangen, werden sie vom Trommelfell an drei kleine Knochen im Mittelohr (die Gehörknöchelchen) weitergeleitet. Die Gehörknöchelchen sind mit dem ovalen Fenster im Innenohr verbunden. Wenn sich das ovale Fenster bewegt, beginnen Flüssigkeit und Zilien zu schwingen. Die Schwingungen der Zilien lösen bei den Haarzellen eine Übertragung der Signale über die Nerven an das Gehirn aus. Das Gehirn interpretiert die Nervensignale als Schall.

Trotz der Schutzwirkung des akustischen Reflexes, in dessen Rahmen sich winzige Muskeln im Mittelohr zusammenziehen, um die Bewegung der Gehörknöchelchen zu dämpfen, können die Haarzellen durch Lärm geschädigt und zerstört werden. Eine zerstörte Haarzelle wächst nicht mehr nach. Anhaltender Lärm führt zu fortschreitender Schädigung, die schließlich einen Hörverlust und manchmal auch Ohrgeräusche (Tinnitus) nach sich zieht.

Vestibularapparat

Der Vestibularapparat besteht aus zwei mit Flüssigkeit gefüllten Luftbläschen, die Sakkulus und Utrikulus genannt werden, sowie aus drei mit Flüssigkeit gefüllten Röhren, den sogenannten Bogengängen. Diese Lungenbläschen und Röhren sammeln Informationen zur Position und Bewegung des Kopfes. Das Gehirn nutzt diese Informationen zum Beibehalten des Gleichgewichts.

Sakkulus und Utrikulus im Vestibularapparat enthalten Zellen, die Kopfbewegungen in einer geraden Linie wahrnehmen, d. h., nach hinten und vorne (Wahrnehmung von Beschleunigung), oder nach oben und unten (Wahrnehmung der Schwerkraft).

Die Bogengänge sind drei mit Flüssigkeit gefüllte, rechtwinklig zueinander angeordnete Gänge, die Drehbewegungen des Kopfes wahrnehmen. Bei Drehbewegungen des Kopfes gerät ihre Flüssigkeit in Bewegung. Je nach Richtung der Kopfbewegung fällt diese Flüssigkeitsbewegung in einem Gang stärker aus als in den anderen. Die Gänge enthalten Haarzellen, die auf diese Flüssigkeitsbewegung reagieren. Haarzellen lösen Nervenimpulse aus, welche dem Gehirn mitteilen, in welche Richtung sich der Kopf bewegt, damit eine angemessene Handlung zur Beibehaltung des Gleichgewichts unternommen werden kann.

Wenn es bei den Bogengängen zu einer Fehlfunktion kommt, was bei einer Infektion der oberen Atemwege der Fall sein kann, oder eine andere vorübergehende oder permanente Störung auftritt, so kann der Gleichgewichtssinn der Person verloren gehen oder es entwickelt sich ein falsches Gefühl der Bewegung oder des Sich-Drehens (Schwindel).

Erkrankungen des Innenohrs

Erkrankungen des Innenohrs können Folgendes beeinträchtigen:

  • Hören

  • Gleichgewicht

  • Sowohl Hörvermögen als auch Gleichgewicht

Erkrankungen des Innenohrs sind u. a.:

Erkrankungen des Mittelohrs verursachen vielfach dieselben Symptome wie Erkrankungen des Innenohrs. Eine Erkrankung des Mittelohrs kann sich auch auf das Innenohr auswirken und umgekehrt.

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