honeypot link

Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Umgang mit Krankenakten

Von

Michael R. Wasserman

, MD, Los Angeles Jewish Home

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Der Patient hat ggf. keinen vollständigen Zugriff auf seine Krankenakte, die in der Arztpraxis in elektronischer oder in Papierform verwahrt wird. In der Regel sind die Patienten jedoch die Eigentümer der Gesundheitsinformationen, und der Arzt bzw. die Einrichtung ist Eigentümer der Akte selbst. Gerichte können die Vorlage einer Kopie oder Zusammenfassung der Krankenakte verlangen; dies geschieht jedoch nur in ganz bestimmten Situationen, die nur auf wenige Menschen zutreffen. Wenn ein Patient um seine Krankenakte bittet, händigt ein Praxismitarbeiter dem Patienten in der Regel die Akte aus. Alternativ kann er auch eine Zusammenfassung der Akte für andere medizinische Fachkräfte erstellen. Patienten, die um eine Kopie ihrer Krankenakte für den persönlichen Gebrauch bitten, sind je nach Landesgesetzgebung ggf. nicht dazu berechtigt. Der Patient benötigt in der Regel nur die für ihn nützlichen medizinischen Informationen. Er benötigt nicht die vollständige Akte, die eine Reihe von Informationen enthalten kann, die für ihn ohne Belang sind. (Siehe auch Einführung in die Medizinische Versorgung maximal ausschöpfen.)

Um sicherzustellen, dass der Patient jederzeit hat, was er benötigt, sollte er eine persönliche Krankenakte mit den wichtigsten Informationen führen. Er sollte sich hierbei nicht auf sein Gedächtnis verlassen. Impfunterlagen, die in der Regel für Kinder geführt werden, sollten lebenslang aktualisiert sein. Der Patient sollte seine Medikation auf einem Blatt Papier notieren - oder jemanden bitten, es für ihn zu notieren - und das Blatt in seiner Krankenakte aufbewahren. Er sollte zudem eine Kopie seiner Medikation immer bei sich haben, falls er medizinisch notversorgt werden muss. Diese Informationen sollten im Fall eines Medikationswechsels aktualisiert werden. Kopien von Laborergebnissen sollten für künftige Bezugnahme in der Krankenakte verwahrt werden. Der Patient möchte vielleicht in der Krankenakte auch ein Tagebuch über seine Symptome verwahren. Es gibt Computersoftware und Internetprogramme zur Aufzeichnung der meisten medizinischen Informationen; außerdem kann ein Ordner oder Hefter benutzt werden. Außerdem bieten viele Arztpraxen sichere Onlineportale an, auf die zugegriffen werden kann, um Laborergebnisse, Informationen zu Arztrezepten und Zusammenfassungen der Praxisbesuche anzuzeigen.

icon

What Should Be in a Personal Medical Record?

  • Wichtige oder chronische gesundheitliche Probleme

  • Aktuelle Medikation

  • Andere Therapien

  • Allergische Reaktionen auf Arzneimittel

  • Krankenhausaufenthalte einschließlich Operationen (Datum, Ort, Name des behandelnden Arztes und Diagnosen)

  • Labor- und andere Untersuchungsergebnisse

  • Krankengeschichte der Familie

  • Impfungen einschließlich Daten

  • Alle Arztbesuche (Datum, Grund, Untersuchungsergebnisse, Diagnose und Empfehlungen)

  • Geleistete Zahlungen

  • Kopien der Patientenverfügungen

Mit der Kopie der Krankenakte kann der Patient besser an seiner eigenen medizinischen Versorgung mitwirken. Damit kann er beispielsweise einer medizinischen Fachkraft sein Problem besser erklären.

Datenschutzgesetze und ethische Grundsätze schützen die Vertraulichkeit der Kommunikation zwischen Arzt und Patienten. Diese Gesetze schützen auch den Inhalt der in der Arztpraxis oder im Krankenhaus aufbewahrten Krankenakte. Ein solches Gesetz ist der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) von 1996 (Gesetz zur Portabilität und Verantwortlichkeit in der Krankenversicherung). Laut HIPAA erfordert die Weitergabe medizinischer Patienteninformationen in der Regel das schriftliche Einverständnis des Patienten. Der Patient wird in der Praxis gebeten, im Wartezimmer ein Formular zu unterzeichnen, mit dem er bestätigt, dass er die HIPAA-Bestimmungen und seine Datenschutzrechte kennt. Im Formular steht auch, wie seine medizinischen Informationen verwendet und an Dritte weitergegeben werden. HIPAA sieht in bestimmten Fällen die Weiterleitung von medizinischen Informationen vor. Diese können u. a. aus folgenden Gründen weitergegeben werden:

  • Um die Behandlung eines Patienten zu koordinieren und zu erleichtern (besonders wichtig, wenn mehrere Fachkräfte und Einrichtungen an der Behandlung mitwirken)

  • Um Ärzten, medizinischen Fachkräften und Krankenhäusern zu ermöglichen, für ihre Leistungen bezahlt zu werden

Das heißt, dass die für eine Zahlungsautorisierung benötigten Informationen an Krankenversicherer weitergeleitet werden können, die möglicherweise medizinische Informationen benötigen, um einen Zahlungsanspruch zu bearbeiten. Die Weiterleitung solcher Informationen erfordert ebenfalls das Einverständnis des Patienten, das in der Regel vor dem Erbringen der medizinischen Leistung erteilt wird. Medizinische Informationen über einen Patienten können nicht an dessen Arbeitgeber oder Händler weitergeleitet werden, es sei denn, der Patient willigt schriftlich darin ein.

Ärzte und medizinische Fachkräfte führen und archivieren ihre Krankenakten immer häufiger elektronisch. Diese Praxis kann Ärzten, die denselben Patienten betreuen, ermöglichen, Informationen über den Patienten einfacher und reibungsloser auszutauschen.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Feature.AlsoOfInterst.SocialMedia

NACH OBEN